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"Wir packen einen viel kleineren Wortschatz als unsere Großeltern in viel dürftigere Sätze; unser Umgang mit Wörtern ist lax, gering schätzend oder lümmelhaft. Nur zwei Minderheiten wissen noch, was sie an der Sprache haben: die einflussarme Minorität der Liebhaber und die einflussreiche Minorität der Manipulierer." Wolf Schneider, in Wörter machen Leute, S. 314

Die Anzahl der Wörter, die wir in unserem Leben sprechen, liegt bei ca. 300 Millionen. Es ist an uns, das mit einem Wortschatz von 10.000, 13.000 oder gar 20.000 Wörtern zu tun. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass der Sprachschatz eines Menschen ein Spiegel seiner Intelligenz, sozialen Rangstufe und seiner Einkommensstufe ist.

Deutscher und aktiver Wortschatz

Der deutsche Wortschatz wird je nach Quelle mit 300.000 bis 500.000 Wörter beziffert. Der aktive Wortschatz eines deutschen Durchschnittssprechers wird heute auf 12 000 bis 16 000 Wörter geschätzt. (siehe auch DUDEN)

Ein durchschnittlicher Wortschatz erzielt durchschnittliche Ergebnisse. (Quelle unbekannt)

Unsere Fähigkeit wirkungsvoll zu sprechen und zu denken hängt maßgeblich mit der Anzahl von Wörtern zusammen, die wir kennen und benutzen. Jedes Wort repräsentiert eine gedankliche Vorstellung und ist ein Werkzeug unseres Denkens.

Ergo: Je mehr Wörter wir kennen und anwenden, umso besser ist die Qualität unseres Denkens und unsere Fähigkeit, uns mitzuteilen. Der österreichische Philosoph Ludwig Wittgenstein (1859 - 1951) schrieb zu dieser Thematik: "Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt."

Zusätzlich steigern wir mit dem aktiven Wortschatz das Erinnerungs- und Wahrnehmungsvermögen. Alles schwerwiegende Gründe, sich mit der Erweiterung des eigenen Wortschatzes zu beschäftigen.

Wortschatz erweitern

Das können Sie unternehmen, wenn Sie den Wortschatz vergrößern wollen:

  • Schreiben Sie während des Lesens, Fernsehens und des Zuhörens Wörter auf, die Sie nicht genau oder nicht kennen. Anschließend nutzen Sie den "entstaubten" Brockhaus oder Duden und notieren die Bedeutung mit Ihren eigenen Worten.
  • Legen Sie ein kleines Vokabelheft an, das Ihnen zum Notieren und Wiederholen dient.
  • Fragen Sie nach - und zwar nicht mit dem Ziel den anderen zu verunsichern oder sein (mögliches) Halbwissen vor Augen zu führen, sondern mit dem Interesse an der Bedeutung des Wortes und dem Wunsch zu lernen.
  • Lesen Sie "gute Bücher". Goethe, Shakespeare, Dostojewskij, Melville, Hemingway, Steinbeck oder Voltaire sind wahre Fundgruben wertvoller und interessanter Worte.
  • Suchen Sie Synonyme für Wörter, die Sie häufig verwenden.
  • Spielen Sie Scrabble oder lösen Sie Kreuzworträtsel.
  • Sie machen bei blueprints mit. (zur Kategorie Wortschatz)

Weitere Ideen werden Ihnen einfallen, wenn Sie Ihren Weg zum Schatz der Worte starten. Sie müssen lediglich durchhalten, denn bekanntlich fallen Meister nicht vom Himmel.

Wer sich konsequent mit der Erweiterung seines Wortschatzes beschäftigt, dem wird bald ein interessantes Phänomen zur Hilfe eilen. Der Berlitz Effekt. Sinngemäß sagt der Berlitz Effekt aus, dass jedes erlernte Wort das Lernen von zwei weiteren Wörtern wesentlich erleichtert.

Sie bauen nach und nach ein Netz an Wissen und Worten auf, in dem sich weitere Worte und weiteres Wissen "verfangen".

Werden Sie zu einer Meisterin oder einem Meister der deutschen Sprache, der sich ausgezeichnet verständlich machen kann, dem wir gerne zuhören und der auch anderen aufmerksam zuhört. Alles zu seiner Zeit.

 

Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht. George Bernard Shaw, irischer Dichter, 1856 - 1950

 

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