Früh übt sich, was ein Meister werden will – Bedeutung und Herkunft
Das Sprichwort "Früh übt sich, was ein Meister werden will" ist ein Zitat aus dem Drama "Wilhelm Tell" über den schweizer Nationalhelden (1804) von Friedrich Schiller.
Wir verwenden es heute im Sinne von "je früher wir beginnen, etwas zu erlernen, desto besser."
Es bezieht sich darauf, dass jemand sich bereits in der Jugend bemühen sollte, wenn sie oder er etwas "meisterhaft" beherrschen will. Leider wird es manchmal als Entschuldigung dafür genutzt, dass man im fortgeschrittenen Alter etwas nicht mehr lernen will.
Jim: "Amelie ist 5. Sie singt jeden Tag und macht einen Tanzkurs.
John: "Ja, früh übt sich, was ein Meister werden will."
Herkunft
Das Zitat ist aus dem 3. Akt, 1. Szene, Tell. Hier findest du im Friedrich Schiller Archiv Hintergründe, Beschreibung der Akte etc.
Das geflügelte Wort verdankt seine Herkunft Schillers Schauspiel "Wilhelm Tell" (Vers 1481).
Wilhelm Tells Frau Hedwig (ihre Kinder beschäftigen sich mit einer Armbrust): "Die Knaben fangen zeitig an zu schießen."
Tell: "Früh übt sich, was ein Meister werden will."
Hedwig: "Ach, wollte Gott, sie lernten's nie!"
Beispiele für die heutige Verwendung von "Früh übt sich, was ein Meister werden will"
- "Janina Fautz: Früh übt sich, was ein Meister werden will. Janina Fautz (20) steht seit 12 Jahren erfolgreich vor der Kamera. Das verdankt sie der Unterstützung ihrer Eltern." (Quelle: TV Spielfim)
- "Früh übt sich, wer ein Meister-Astronom werden will." (Quelle: Uni Bonn)
- "Jeder von uns weiß nun, was es heißt, zu lernen und zu üben“, bezog sich Zethner auf das berühmte Zitat Friedrich Schillers, "früh übt sich, wer ein Meister werden will". (Quelle: Deutsche Handwerks-Zeitung)
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- Englisch: Practice early
- Französisch: Pratiquez tôt
- Italienisch: Pratica presto
- Spanisch: Practica temprano
- Türkisch: Erken pratik yapın
- Chinesisch: Zǎodiǎn liànxí
- Esperanto: Praktiku frue
Synonyme für "Früh übt sich, was ein Meister werden will"
- Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
- Was ein Häkchen werden will, krümmt sich beizeiten. (scherzhaft)
- Von nichts kommt nichts.
- Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
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