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Selbstgenügsamkeit

Wir leben in Deutschland zumeist im Überfluss. Viele klagen auf hohem Niveau und häufig ist höher, weiter und schneller angesagt. Viele spüren aber auch, dass sie diesem Druck etwas entgegensetzen sollten. Eine Idee dazu formulierte vor über 2000 Jahren ein griechischer Philosoph. Nimm dir 2 Minuten Lesezeit und reflektiere anschließend die Idee.

Epikur über die Selbstgenügsamkeit

Wir halten auch Selbstgenügsamkeit für ein großes Gut, nicht, damit wir uns mit Wenigem begnügen, sondern damit wir uns, sollte das Viele mal fehlen, auch am Wenigen freuen können, weil wir in unserem Innersten überzeugt sind, dass diejenigen den Luxus am besten genießen, die ihn am wenigsten nötig haben, und dass das Natürliche bequem zu beschaffen ist, das Überflüssige aber schwer. 

Wenn das schmerzhafte Hungergefühl erst einmal beseitigt ist, gewähren die einfachen Suppen die gleiche Freude wie ein üppiges Mahl. Und Gerstenbrot und Wasser sind der Gipfel der Freude, wenn ein Hungriger sie genießt.

Die Gewöhnung an einfache und nicht üppige Mahlzeiten trägt zur Gesundheit bei, stärkt den Menschen für die Anforderungen des Lebens, macht uns aufnahmefähiger für Luxus, der in Abständen auf uns zukommt, und furchtlos gegenüber dem Schicksal.

Aus dem Buch "Über das Glück" vom griechischen Philosophen Epikur

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Epikur

Epikur (* um 341 v. Chr. auf Samos, † 271 oder 270 v. Chr. in Athen) war ein griechischer Philosoph der Antike. Er gilt als Gründungsvater des nach ihm benannten Epikureismus und der gleichnamigen epikureischen Schule. 

Diese zu Zeiten des Hellenismus (Epoche der antiken griechischen Geschichte vom Regierungsantritt Alexanders des Großen von Makedonien 336 v. Chr. bis zur Eingliederung des ptolemäischen Ägyptens, des letzten hellenistischen Großreiches, in das Römische Reich im Jahr 30 v. Chr.) gleichzeitig mit der Stoa (ein Stoiker will seinen Platz in dieser Weltordnung erkennen und auszufüllen; er übt emotionale Selbstbeherrschung, Akzeptanz seines Lebensloses, sowie Gelassenheit und strebt nach Seelenruhe und Weisheit) entstandene philosophische Schule der Epikureer hat schon zu damaliger Zeit polarisierend gewirkt. 

Da sich Epikur und seine Gefolgschaft häufig in einem Garten trafen, wurde die epikureische Schule auch Kepos (griechisch für Garten) genannt.

Epikureer

Die Bezeichnung "Epikureer" geht zurück auf den griechischen Philosophen Epikur (341 - 270 v. Chr.). Als Quellen für den Epikurismus dienen insbesondere die Schriften der römischen Dichter Lukrez, Vergil und Horaz.

Ein "Epikureer" ist ein Mensch, der nach dem bequemen und genussreichen Leben strebt.

Gemeint ist jedoch nicht die zügellose Sinneslust, sondern das Streben nach einem schönen Leben gepaart mit Mäßigkeit, Selbstbeherrschung und Gelassenheit, um nicht nur in den Tag hineinzuleben, sondern um ihn zu nutzen.

Video: Die Philosophie Epikurs kurz erläutert und eingeordnet

Länge: 12 Minuten

Video 2: Das Lustprinzip bei Epikur

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Philosophie - Schule des Glücks

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Die Philosophen haben sich schon immer mit dem Thema "Wie sollten wir leben?" beschäftigt. Sie gaben konkrete Anregungen wie wir glücklich werden können, wie wir unser Leben gestalten sollten. Eine Passage aus einem  Brief von Epikur von Samos an Menoikeus ist mir dabei in Erinnerung geblieben. Philosophie ist seiner Meinung nach die Schule des Glücks und hilft uns, die eigene Seele gesund zu erhalten.

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Weniger ist mehr! Wie ein einfacher Leitsatz alles verändern kann

Es gibt Myriaden Selbsthilfebücher darüber, wie wir ein glücklicheres Leben führen können. Die alten Philosophen beschäftigten sich bereits intensiv mit dem Glück. Es wurden Leitsätze aufgestellt, ganze Glückskonzepte und Glückslehren sind entstanden. Was sind nun die wichtigsten Leitsätze, an die wir uns halten sollten?

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Epikur von Samos, griechischer Philosoph, 341 - 271 v. Chr.

Epikur über Weisheit

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Der Anfang eines schönen Lebens und höchster Reichtum ist die Weisheit. Daher ist auch Weisheit die wertvollste Frucht aller Philosophie.

Epikur von Samos, griechischer Philosoph, 341 - 271 v. Chr.

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