Bismarck und der gehässige Spruch über Graf von Pannwitz
Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, oder heute kurz Fürst von Bismarck, war ein zeitweise bissiger Zeitgenosse.
Als man ihm eines Tages berichtete, wen seine Majestät Kaiser Wilhelm I. zum Generaladjutanten ernannte, war er wenig begeistert.
Der über zwei Meter große Graf von Pannwitz galt als geistig beschränkt - er war quasi nicht die hellste Kerze auf der Torte.
Sein engster Vertrauter, Lothar Bucher, fragte den Kanzler, was er denn an Pannwitz auszusetzen habe.
Da sagte Bismarck: "Bei den allzu großen Leuten ist es wie bei den zu hohen Häusern: das oberste Stockwerk ist meist am schlechtesten möbliert."
Umfrage zum gehässigen Spruch von Bismarck
Dürfte ein Politiker in der heutigen Zeit sich so einen Ausspruch noch erlauben? Welcher der Aussage stimmst du am ehesten zu?
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Die bisherigen Stimmen:
Das geht heute auch noch. Probieren nur wenige. | 17 Stimmen |
Man sollte Vorbild als Politiker sein und solche Gehässigkeiten lassen. | 10 Stimmen |
Das wäre heute gar nicht mehr möglich. | 2 Stimmen |
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Einige interessante Fakten über Otto von Bismarck
- Otto von Bismarck war der erste Reichskanzler des Deutschen Reiches und wird oft als "Eiserner Kanzler" bezeichnet, denn er war bekannt für seine Politik des "Blut und Eisen". Er glaubte daran, Ziele mit militärischer Stärke und nicht nur mit schönen Worten zu erreichen. Das erklärt auch, wie er dazu beitrug, Deutschland zu vereinen – durch Kriege mit Dänemark, Österreich und Frankreich.
- Der Titel "Fürst von Bismarck" ist kein Spitzname. Er war tatsächlich ein Adliger. Aber er bekam diesen Titel erst später in seinem Leben für seine Dienste an der Nation. Ursprünglich war er nur Otto von Bismarck-Schönhausen.
- Bismarck war kein Anhänger der Demokratie im Sinne von Parlamentarismus. Er sah die Monarchie als das stabilste System an und wollte die Macht des Kaisers stärken.
- Obwohl Bismarck die Sozialdemokraten nicht mochte und sie als Bedrohung sah, führte er viele soziale Reformen ein. Und zwar um die Arbeiterklasse zu besänftigen und die Anziehungskraft der Sozialdemokraten zu verringern. So führte er Kranken-, Unfall- und Rentenversicherungen ein, die als Vorläufer des heutigen Sozialstaats gelten.
- Auch wenn Bismarck Kriege führte, um Deutschland zu vereinen, war er kein Freund von Kriegen ohne Grund. Nachdem das Deutsche Reich 1871 gegründet wurde, setzte er sich für Frieden in Europa ein. Er sagte einmal: "Ich bin kein Mann, der für seine verletzte Eitelkeit Kriege führt."
- Bismarck war auch ein Familienmensch. Er heiratete Johanna von Puttkamer und hatte mit ihr drei Kinder. Es wird gesagt, dass seine Frau einen ruhigen Einfluss auf den oft temperamentvollen Bismarck hatte.
- Nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze der deutschen Politik wurde Bismarck 1890 von Kaiser Wilhelm II. entlassen. Die beiden hatten unterschiedliche Ansichten über die Zukunft Deutschlands. Nach seiner Entlassung zog sich Bismarck in seinen Landsitz zurück und veröffentlichte seine Memoiren.
- Bismarck starb 1898. Aber sein Einfluss auf Deutschland und die Welt hält bis heute an. Er wird oft als einer der größten Staatsmänner des 19. Jahrhunderts angesehen. Ob man seine Methoden mag oder nicht, eines kann man nicht leugnen: Er hat Geschichte geschrieben.
Die besten Zitate von Graf von Bismarck
„Je weniger die Leute darüber wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie nachts.“
„Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.“
„Wenn man sagt, dass man einer Sache grundsätzlich zustimmt, bedeutet das, dass man nicht die geringste Absicht hat, sie in der Praxis durchzuführen.“
„Die Politik ist die Lehre vom Möglichen.“
„Mit einem Narren streitet man sich nicht. Er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich durch Erfahrung.“
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Wer sich weiter entwickeln möchte, für den empfiehlt es sich, die Einstellung zu sich und zu seinen Mitmenschen immer von neuem auf den Prüfstand zu stellen, um hilfreiche Anpassungen vorzunehmen. Doch so mancher macht es uns nicht gerade leicht. Wie also mit solchen Personen umgehen?
Einstellungen auf dem Prüfstand!
Es gibt Menschen, mit denen wir nicht klarkommen. Bei Personen, die wir nicht mögen, lässt schon der bloße Gedanke an sie negative Emotionen aufsteigen. Da wir aber häufig diese Personen nicht meiden können, weil sie ein Teil unseres sozialen Umfeldes (privat und im Beruf) sind, kann es wertvoll sein, seine Einstellungen auf den "Prüfstand" zu stellen, um die kraftraubenden Gedanken zu verringern.
Es geht nicht darum, jeden zu mögen. Es geht darum, die eigene Einstellung zu überprüfen, diese gegebenenfalls zu verändern und eventuell dabei noch etwas über sich selbst zu lernen. So eine Gelegenheit sollten wir beim Schopfe packen, um reifer zu werden.
Videos zu "Otto von Bismarck"
Video: Otto von Bismarck: Held oder Kriegstreiber?
Länge: 9:10 Minuten
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Video: Bismarck und das Deutsche Reich - Die Deutschen (Staffel 1) - ZDF
Länge: 43:40 Minuten
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