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Die goldene Gans mästenWir müssen keine Banklehre durchlaufen, um die wichtigsten Elemente der Geldanlage zu erlernen. Gemäß dem blueprints-Motto "einfacher besser" stellt Ihnen dieser Artikel zum Thema "Geld anlegen" die Grundlagen erfolgreicher Kapitalanlage kurz und bündig zur Verfügung. Dabei gehen wir auf das Anlagedreieck aus Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit ein.

Sparen notwendiger denn je

Unsere Gesellschaft wird immer älter, eine erfreuliche Entwicklung. Demgegenüber steht das Problem, das die gesetzliche Rentenversicherung im Alter den gewohnten Lebensstandard nicht gewährleisten kann. Es besteht eine Versorgungslücke, die von den meisten Menschen deutlich unterschätzt wird. Der blueprints-Rat: Geben Sie sich einen Ruck, sehen Sie der Wahrheit ins Auge und beginnen Sie JETZT, für einen angenehmen Lebensabend zu sorgen. Geschickt angestellt werden Sie Ihre Versorgungsaufwendungen kaum als Minderung Ihrer Lebensqualität bemerken.

Unser Stand bisher

Wir haben uns in vorangegangenen Artikeln einen Überblick über unsere finanzielle Situation verschafft, unnötige Ausgaben gestrichen und so die Möglichkeit zum Aufbau von Ersparnissen erreicht. Ein Grund zur Freude!

Wir sparen für zwei große Blöcke:

  • Anschaffungen, die wir uns leisten möchten
  • Altersvorsorge

Entsprechend sollte sich das in unserem Sparverhalten niederschlagen. Halten Sie beide Töpfe strikt voneinander getrennt. Sparbeiträge für das Alter werden langfristig angelegt, der Spartopf für Anschaffungen muss rasch liquidierbar sein.

Notwendige Vorbedingung: Bauen Sie Schulden ab

Bisher haben Sie eventuell auf etwas zu großem Fuße gelebt und gerne auf Kredit eingekauft. Doch bevor Sie sich mit einer sinnvollen Geldanlage befassen, sollten Sie Ihre Schulden in den Griff kriegen.

Bei hoher Zinsbelastung aus Ihren Krediten streben Sie eine schnelle Rückzahlung der Verbindlichkeiten an. Verzichten Sie dafür bewusst eine Zeit lang auf Konsumausgaben, auch wenn die Einschnitte ein Umgewöhnen erfordern. Falls Sie tiefer in der Krise stecken: In jeder größeren Stadt und im Internet gibt es Schuldnerberatungsstellen. Die Menschen dort besitzen erprobte Vorgehensweisen, die auch Ihnen weiterhelfen werden.

"Die Schulden in den Griff kriegen" muss übrigens nicht heißen, dass diese komplett abgezahlt sind. Ein sinnvoller Plan zum Schuldenabbau plus der notwendigen Weichenstellungen reicht hierfür aus.

Doch jetzt endlich: Was soll ich mit dem Geld machen, dass ich pro Monat zurücklege?

Nutzen Sie staatliche und betriebliche Leistungen

Egal ob Riester-Rente, betriebliche Altersvorsorge, Rürup oder vermögenswirksame Leistungen. Hier sollten Sie als Erstes ansetzen. Kaum eine Altersvorsorge bringt derartige Renditen bei so geringem Risiko.

Doch damit sollten sich Ihre Sparbemühungen nicht erschöpfen.

Sicherheit, Rendite und Liquidität

Die Geldanlage stellt immer einen Kompromiss dar. Es gibt nicht die Anlageform mit hoher Rendite, ständiger Verfügbarkeit und niedrigem Risiko. In der Regel erhalten wir für höhere Risikobereitschaft und längere Festlegung des Geldes auch einen höheren Zins auf unser Erspartes.

Geldanlage: Berücksichtigen Sie Ihren Risikotyp

Wir sind alle ein wenig unterschiedlich gelagert. Bildlich gesprochen: Dem einen ist der Spatz in der Hand lieber als die (mögliche) Taube auf dem Dach. Je nach Ihrer Risikobereitschaft sollten Sie auf Festgeld und Immobilien, Anleihen oder Fonds setzen.

Verfügbarkeit

Die Liquidität hängt direkt mit der Anlageform zusammen. Die verfügbarste Geldanlage besteht im Halten von Bargeld - nur bekommen Sie dafür keine Zinsen. Beim Sparbuch kommen Sie auch recht zügig an Ihr Geld, müssen aber geringe Zinsen hinnehmen. Einen guten Kompromiss stellt das Tagesgeldkonto dar: jederzeit abrufbereit und dabei ansehnliche Zinszahlungen. Beim Girokonto liegt die Verzinsung des Guthabens deutlich niedriger. Falls noch nicht geschehen, legen Sie ein Tagesgeldkonto an. Hinweise zur Auswahl des Tagesgeldkontos finden Sie hier.

Steter Tropfen füllt das SäckelDie Verfügbarkeit von Rentenpapieren ist an und für sich sehr gut. Aber wenn man die Papiere sofort verkaufen muss, könnten Kursverluste entstehen. Ebenso bei Aktien und Fonds. Wie gehen wir mit diesen Kursschwankungen um?

Eine gute Regel für die Investition in Fonds lautet: Der Zeithorizont sollte 10 - 20 Jahre betragen. 5 Jahre vor Ende der Anlagezeit schauen wir auf den zugrunde liegenden Markt: Sind die Kurse hoch, verkaufen wir die Fonds und schichten in festverzinsliche Papiere bis zum Ende der Laufzeit um. Ansonsten bleiben sie noch so lange investiert, bis der Kurs der Fonds eine zufriedenstellende Höhe erreicht hat.

Die Probleme bei der Kapitallebensversicherung liegen in ihrer extrem schlechten Verfügbarkeit, vorzeitige Auflösungen erfolgen meist nur unter hohen Einbußen. Außerdem garantieren Kapitallebensversicherungen meist nur eine geringe Rendite.

Geschlossene Fonds sind ebenfalls vor Ende der Laufzeit nur schwer und meist unter großen Verlusten zu liquidieren.

Sicherheit ...

Als besonders sicher gelten Bundesanleihen, Pfandbriefe und Festgeld bei Banken mit deutscher Einlagensicherung. Hier werden keine berauschenden Renditen versprochen, das Sparbuch wird in aller Regel aber deutlich abgehängt. Unser Tipp: Schaffen Sie sich erst einmal die Möglichkeit, in diese Anlageformen zu investieren. Entweder mit einem Depot für Bundesanleihen oder eröffnen Sie ein Festgeldkonto (Tipps zur Auswahl).

Geldanlage: Streuen Sie

Ein weiterer bewährter Tipp: Setzen Sie Ihr Erspartes nicht auf eine Karte. In der Regel besitzen Sie eine "Grundsicherung" durch die gesetzliche Rentenversicherung. Darüber hinaus sollten Sie, wie erwähnt, staatliche oder betriebliche Zuschüsse nutzen. Dann werden die Möglichkeiten größer - Sie sollten sich aber nicht verzetteln. Als nächster Schritt sind Festgelder, Bundesanleihen, Schatzbriefe oder eine Zusatzrentenversicherung zu empfehlen. Schön, wenn Sie das Ganze mit einer eigenen Immobilie ergänzen können.

Darüber hinaus wird es spekulativer. Je nach Risikotyp darf Ihr privates Vorsorgeportfolio um Unternehmensanleihen und Fonds ergänzt werden (bei konservativer Anlage 10 bis 15 Prozent der Gesamtanlage). Von der Anlage in einzelne Aktien raten wir in der Regel ab. Auch Sparbücher und kapitalbildende Lebensversicherungen können wir aufgrund niedriger Renditen nicht empfehlen.

Geldanlage: Vermeiden Sie Verluste

Ganz wichtig bei der Geldanlage: Versuchen Sie Verlustgeschäfte zu umgehen. Insbesondere bei der Geldanlage für das Alter sollten Sie nicht auf Aktien und Co. setzen. Vor allem der Geheimtipp an der Börse steht hierbei an oberster Stelle bei der raschen Versenkung hart ersparten Geldes. Eine Bitte: Glauben Sie nicht, dass Ihr heißer Tipp dabei die Ausnahme darstellt. (Das Geld ist natürlich nicht weg, es hat nur ein anderer ;-( . Aber auch viele andere Anlageformen können Ihnen Verluste einbringen.

Wenn Sie zum Beispiel eine Kapital-Lebensversicherung in den ersten Jahren auflösen möchten, erhalten Sie so gut wie kein Geld zurück. Der Grund: Die ersten Einzahlungen werden voll für die Provision des Vertriebes benötigt. Sehr riskant sind auch geschlossene Fonds: Hierbei handelt es sich in der Regel um echte Firmenbeteiligungen, mit der Folge, dass sogar ein Totalverlust des angelegten Geldes vorkommt.

Rentenpapiere sind je nach Bonität des Emittenten mit einer hohen Sicherheit versehen. Risiken erkennen Sie an der Höhe der jeweiligen Zinszahlungen.

Die Anlage in einzelne Aktien ist wie erwähnt mit einem hohen Verlustrisiko verbunden. Ein Fonds streut das Risiko zwar über viele Wertpapiere, geht im Kurs aber auch runter, falls die zugrunde liegenden Märkte nach unten tendieren.

Beim vermeintlich sicheren Sparbuch gilt: Wenn Sie die Inflation in Ihre Berechnungen mit einbeziehen, verlieren Sie in aller Regel Jahr für Jahr Geld durch die Geldanlage in einem Sparbuch. Die Zinsen sind hier oft so niedrig, dass diese nicht die jährliche Inflation ausgleichen können.

Selbst ist der/die ...

Tipp: Fragen Sie vor Ihrer Geldanlage Menschen, die etwas von der Materie verstehen und Ihnen wohlgesonnen sind. Holen Sie sich deren Rat und investieren Sie nur in sichere Geschäfte. Aber Sie sollten dabei einen Grundsatz beherzigen: Trennen Sie den Berater vom Verkäufer einer Anlage. Ansonsten sind Interessenkonflikte vorprogrammiert und Sie erhalten zumeist nicht die bestmöglichen Empfehlungen.

Der Markt für Geldanlagen wird heiß umkämpft, enthält unendlich viele Angebote und ist für die meisten Menschen mit Unsicherheiten verbunden. Leider wählen deshalb viele den scheinbar einfachsten Weg, gehen zu ihrer Hausbank und fragen um Rat. Oder wenden sich an den örtlichen Versicherungsvertreter. Heraus kommen dann meist Sparpläne mit Minizinsen, eine Kapitallebensversicherung, die jahrelang nicht sinnvoll kündbar ist oder Kombinationsverträge, die niemand mehr bewerten kann.

Sie sind doch schon viel weiter. Haben Sie im Hinterkopf, dass im Falle dieser komplizierten Angebote immer mehrere Menschen die Hand für Ihre Dienste aufhalten. Das mindert die Rendite Ihrer Geldanlage.

Wenn Sie selbst Ihre Anlageentscheidung treffen und je nach Ihrer Präferenz zu einfachen Basisprodukten greifen (Festgeld, Sparbriefe, Rentenpapiere, Sparen in Indexfonds, eine Rentenversicherung), werden Sie sich am Ende über deutlich höhere Renditen freuen.

Bonus: Leben Sie in Ihrer eigenen Immobilie

Immobilienbesitzer besitzen statistisch gesehen ein vierfach höheres Kapital bei Renteneintritt als Mieter. Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur. Eigentlich ergeben Vergleichsrechnungen zumeist, dass es günstiger kommt, zur Miete zu wohnen. Aber ein ganz wichtiger psychologischer Befund spricht für die eigene Immobilie: Sie werden per Vertrag zur Tilgung und damit zum Sparen gezwungen. Und stehen so am Ende besser da.

Wichtig beim Fondssparen

Wie wir erläutert haben, können Fondssparverträge ein sinnvoller Bestandteil des Depots sein, wenn wir längerfristig anlegen möchten. Der Zeithorizont bei einer Fondsanlage sollte aber nicht unter 10, besser über 15 Jahre liegen.

Studien zeigen, dass nur rund 20 Prozent der aktiv gemanagten Fonds nach Abzug aller Kosten höhere Renditen als der zugrunde liegende Leitindex erzielen. Doch wie wollen Sie diese Fonds finden? Wie wollen Sie einen Wechsel im Management des Fonds mitkriegen, wie ihn gar bewerten? Unser Tipp: Machen Sie es sich einfacher, setzen Sie auf Indexfonds. Hier sparen Sie Kosten und partizipieren an der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung (hier finden Sie Tipps zur Auswahl).

Wenn Sie mehr tun wollen ...
abonnieren Sie eine Finanzzeitschrift wie "Finanztest". Zum einen werden Sie so in Gelddingen immer erfahrener, zum anderen finden Sie viele Sparvorschläge. Das Geldbewusstsein steigert solch eine Lektüre obendrein. Eine Investition, die sich in aller Regel vielfach amortisiert.

Konkrete Umsetzung

Im Artikel "einfacher ernten" geben wir Ihnen sofort anwendbare Anregungen, wie Sie in die unterschiedlichen Anlageformen investieren können und welche am meisten Rendite versprechen.

Zusammenfassung

Wollte man die einzelnen Abschnitte in wenigen Worten verdichten, könnten wir schreiben:

  • Bauen Sie Schulden ab.
  • Nutzen Sie staatliche und betriebliche Leistungen.
  • Denken Sie selbst und überlassen Sie nicht alles Ihrer Bank oder Ihrem Versicherungsvertreter.
  • Streuen Sie Ihre Geldanlage in mehrere, sichere Anlageformen. Nur ein kleiner Teil darf mit einem höheren Risiko angelegt werden.
  • Geben Sie nichts auf Geheimtipps, suchen Sie nicht das schnelle Geld, vermeiden Sie Verluste.
  • Leben Sie in Ihrer eigenen Immobilie.
  • Setzen Sie auf einfache und sichere Produkte.

Finden Sie unsere Ratschläge zur Geldanlage verständlich? Haben Sie weitere Tipps für uns? Wir freuen uns über Ihren Kommentar oder Beitrag.

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