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Ein Trompeter in Festumzugsuniform trompetet laut, ein junges Paar hebt abwehrend die Hand. Text: Trara – Bedeutung und Herkunft

 

Trara machen – Bedeutung und Herkunft

Inhalt: Trara – Bedeutung und Herkunft

Bedeutung von "Trara machen"

Was bedeutet „Trara“? Kurz gesagt: Trara hat keine eindeutig festgelegte Bedeutung wie klassische Vornamen oder Begriffe aus dem Wörterbuch.

Im Deutschen wird „trara“ vor allem als Ausruf verwendet. Meist steht er für:

  • lautes Aufheben um eine Sache
  • übertriebenes Getue
  • ironisch gemeinte Wichtigkeit

Typische Redewendung:

„Mach doch nicht so ein Trara!“

Hier ist Trara klar negativ oder zumindest kritisch konnotiert. Es geht um Lärm, Aufmerksamkeit, Drama – oft mehr Schein als Sein.

Bedeutung: Wenn wir heute sagen "Mach kein großes Trara", dann bitten wir den anderen, nicht viele Umstände bzw. nicht viel Lärm und langes Gerede um etwas zu machen. 

Im Gegensatz zu heute wurde es früher nicht nur negativ verwendet. So schreibt Theodor Fontane in Gesammelte Werke (1905): "Um die sechste Stunde kam sie wirklich mit Lärm und Trara, weil leise sein nicht ihre Sache war".

Herkunft: Wo kommt „Trara“ sprachlich her?

Die Herkunft von Trara ist nicht eindeutig belegbar, aber es gibt mehrere plausible Linien:

  • Französischer Einfluss: Im Französischen existieren ähnliche lautmalerische Formen wie tra-la-la, die Fröhlichkeit oder Oberflächlichkeit ausdrücken.
  • Militärische Musik: Historisch wird „trara“ oft mit Trompetensignalen oder einem Posthorn assoziiert – ein klanglicher Nachahmer von Fanfaren.
  • Literarische Verbreitung: Bereits im 18. und 19. Jahrhundert taucht Trara in Gedichten, Liedern und satirischen Texten auf.

Festzuhalten ist: Trara ist kein ursprünglich deutscher Eigenname, sondern ein gewachsenes Sprachphänomen.

Trara als lautmalerischer Ausdruck

Sprachwissenschaftlich betrachtet gehört Trara zu den onomatopoetischen Wörtern, also Begriffen, die einen Klang nachahmen. Vergleichbar mit:

  • tamtam
  • trallala
  • brimborium

Solche Wörter tauchen häufig in gesprochener Sprache, Literatur und Musik auf. Sie transportieren Gefühl und Atmosphäre, weniger konkrete Information. Trara klingt nach Trompeten, Fanfaren, Zirkus, Jahrmarkt – nicht zufällig wird es oft mit Show und Spektakel verbunden.

Beispiele für die heutige Verwendung von "Trara machen"

  • Was immer man dich auch fragt, du machst ein großes Trara daraus.
  • Sie zogen mit großem Trara durch die Straßen.

Kannst du eine heutige Verwendung ergänzen?

Vielen Dank für jedes Beispiel!

 

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Kennst du noch einen Spruch mit ähnlicher Bedeutung?

 

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Synonyme für Trara

  • Aufregung, Aufsehen, Ballyhoo, Furore, Hektik, Lärm, Überraschung
  • umgangssprachlich: Gedöns, Rabatz, Rambazamba, Tamtam, Radau

Kannst du noch ein Synonym zu "Trara" ergänzen?

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Trara als Name – geht das überhaupt?

Ja, aber mit Einschränkungen.

In den letzten Jahren taucht Trara gelegentlich als Vorname, Künstlername oder Fantasiename auf. Besonders in folgenden Kontexten:

  • Kunst & Musik
  • Literarische Figuren
  • Online-Avatare & Social Media
  • Spitznamen

Als offizieller Vorname in Deutschland ist Trara extrem selten und kann bei Standesämtern kritisch geprüft werden. Der Grund: Die Assoziation mit einem Ausruf kann als nicht eindeutig namensgeeignet bewertet werden.

Praktischer Tipp: Wenn du Trara als Namen verwenden möchtest, etwa für ein Projekt, ein Pseudonym oder ein Produkt, funktioniert das außerhalb amtlicher Kontexte deutlich besser.

Ergänzungen und Fragen von Leser:innen

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Noch ein kniffliges Wort gefällig?

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Geschrieben von

Peter Bödeker
Peter Bödeker

Peter hat Volkswirtschaftslehre studiert und arbeitet seit seinem Berufseinstieg im Bereich Internet und Publizistik. Nach seiner Tätigkeit im Agenturbereich und im Finanzsektor ist er seit 2002 selbständig als Autor und Betreiber von Internetseiten. Als Vater von drei Kindern treibt er in seiner Freizeit gerne Sport, meditiert und geht seiner Leidenschaft für spannende Bücher und ebensolche Filme nach.

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