Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

eigentlichLetzte Woche erhielten wir eine E-Mail von Frau Schürkemper. Sie hatte mit ihren Freunden eine Diskussion über das Wort "eigentlich" geführt.

Sie fragte, wie wir dieses Wort in der Kommunikation betrachten.

Kein Wort ist zufällig

Die Aussage "das finde ich gut" unterscheidet sich erheblich von der Aussage "das finde ich eigentlich gut".

Der Zusatz "eigentlich" zeigt hier, dass der Sender einschränkt. Nun könnte der Empfänger fragen, was dem Sender daran nicht gefällt.

Die Aussage "eigentlich wäre das eine gute Lösung" zeigt auf, dass der Sender unsicher ist oder sich nicht festlegen möchte. Auch hier könnte der Empfänger nachfragen. Zumeist aber wird der Empfänger einfach der Empfehlung keine oder weniger Beachtung schenken und den Sender als unsicher bewerten.

Das Wort "eigentlich" bezeichne ich in meinen Seminaren gerne als "Weichmacher", der Unsicherheit oder auch Unentschlossenheit aufzeigt. "Eigentlich" nimmt vielen Aussagen die Klarheit und den Aufforderungscharakter. Wer das Wort "eigentlich" bei Empfehlungen und Argumenten vielfach verwendet, sollte sich fragen: "Warum nutze ich das Wort?". "Was macht mich unsicher und was müsste ich tun, um sicher wirkende Aussagen zu treffen?"

Das ist doch eigentlich ganz einfach. Oder? ;-)

 

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Auch interessant

Das war ein Beitrag aus der

GUTEN-MORGEN-GAZETTE

Lesefreude und spannendes Wissen seit über 20 Jahren

Möchtest du die Gazette jede Woche kostenlos erhalten? 

Wenn du den Newsletter abonnierst, speichern wir deine E-Mail-Adresse und nutzen sie lediglich für den Versand des Newsletters. Die Abmeldung ist jederzeit möglich, z.B. mit einem Link unten in jedem Newsletter. Hier findest du mehr zum Datenschutz auf blueprints.de.

Anregungen durch Sinngeschichten, Fabeln, Artikel ...

Wissen und Wortschatz mit Freude vergrößern

Lesespaß und Humor von Schriftstellern, Philosophen und anderen großen Denkern