Rätsel - Marterpfahl - die Lebensrettung
Als das Land noch seinen Ureinwohnern gehörte, gerieten fünf Trapper in die Gefangenschaft der Indianer.
Man brachte sie zum Indianerlager, wo sie schon die vorbereiteten Marterpfähle liegen sahen. Vier davon waren blutrot, einer war mit weißer Farbe bemalt.
Man sperrte die Trapper in ein Zelt und stellte die Marterpfähle in einer Reihe hintereinander auf. Dann wurden die Gefangenen mit verbundenen Augen zu den Pfählen geführt und angebunden. Als man ihnen die Augenbinden abnahm, konnte jeder nur die Rückseite des vor ihm stehenden Pfahls erkennen.
Nun sprach der alte Häuptling der Indianer: "Ihr müsst alle sterben."
"Wenn aber einer von euch mir sagen kann, welche Farbe sein eigener Marterpfahl hat, so wird euch allen das Leben geschenkt! Ihr dürft euch aber nicht beraten, ihr dürft überhaupt nicht miteinander sprechen und nur eine einzige Antwort ist erlaubt!"
Daraufhin herrschte tödliche Stille im Lager - minutenlang ...
Dann aber sagte der am vordersten Pfahl angebundene Trapper (der keinen einzigen Pfahl sehen konnte), mit lauter Stimme: "MEIN MARTERPFAHL IST ...!"
Er rettete sich und seinen Freunden damit das Leben. Was hatte er gesagt und was hatte er gedacht?
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Der Trapper sagte: "Mein Marterpfahl ist rot."
Denn wenn einer der Trapper einen weißen Marterpfahl vor sich gesehen hätte, dann hätte er sofort gewusst, dass der eigene Marterpfahl rot ist und hätte es gesagt!
Also musste der letzte Pfahl weiß sein, den keiner sehen konnte.
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Video: Rettung vom Marterpfahl | Winnetou 1 | Kultkino
Länge: 5:04 Minuten
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Scharade Rätsel
Die Erste windet gleich der Schlange
Sich durch das Gras am Boden hin;
Jedoch kein Tier, - sei nur nicht bange,
Wenn manche Tiere auch darin.
Dir selbst in heißer Tagesstunde
Sie Kühle wohl und Labung bot,
Und dennoch fand in ihrem Grunde
Schon manches Kind den jähen Tod.
Die letzten Zwei sind sehr verschieden
Nach ihrem Nutzen im Gebrauch;
Du siehst sie oft beim Invaliden
Und oft beim Spiel der Kinder auch.
Dort bieten sie ein Bild zum Weinen,
Erinnernd an des Krieges Leid,
Hier machen größer sie die Kleinen
Mit Hilfe der Geschicklichkeit.
Das Ganze zeigt sich stets manierlich,
Und macht dir seinen Bückling schön,
Es ist ein Vöglein gar possierlich
Und bei der Ersten oft zu sehn.
Johann Meyer (1829 - 1904), deutscher Schriftsteller
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