Angenehmer Arbeitsplatz

Diese Dinge machen einen angenehmen Arbeitsplatz aus

Häufig wird unterschätzt, wie wichtig es ist, dass Mitarbeiter sich am Arbeitsplatz wohlfühlen, dabei gilt die Mitarbeiterzufriedenheit als Schlüssel zur höheren Effizienz.

Wer in der Arbeit unzufrieden ist, geht mit weniger Motivation ans Werk und ist auch seltener bereit, Überstunden zu machen. Diese Dinge sollten am Arbeitsplatz gegeben sein, damit du dich wohlfühlst und produktiv sein kannst. 

  

1. Arbeitsschutz und Sicherheit

Beim Arbeitsschutz handelt es sich nicht einfach um ein nettes Extra, das Arbeitgebern die Gunst ihrer Mitarbeiter sichern soll, sondern um gesetzliche Vorschriften. Dein Chef ist dazu verpflichtet, Risikoanalysen durchzuführen und entsprechende Schutzmechanismen, Schutzausrüstung und Hinweise zur Verfügung zu stellen. So soll das Unfallrisiko am Arbeitsplatz reduziert werden.

In den meisten deutschen Betrieben wird Arbeitsschutz und die allgemeine Sicherheit der Angestellten sehr ernst genommen. Dennoch kann es vorkommen, dass der gebotene Schutz für Arbeitnehmer nicht ausreichend ist. So verpflichten manche Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dazu, sich Arbeitsschuhe oder andere Sicherheitsausrüstung selbst zu kaufen. Auf so etwas sollte man sich nicht einlassen. Zwar kann der Chef die Angestellten bitten, die Schuhe selbst zu besorgen, doch muss er die Kosten tragen.

Hast du den Eindruck, dass dein Chef den Arbeitsschutz und die Sicherheit seiner Mitarbeiter nicht ernst genug nimmt, empfiehlt es sich, ein Gespräch mit dem Betriebsrat zu führen. Gibt es keinen, weil das Unternehmen recht klein ist, sollte dein Weg zu deinem direkten Vorgesetzten führen. Auch, wenn du den Eindruck hast, es fehlen Hinweisschilder - beispielsweise für Fluchtwege - solltest du das Gespräch suchen. Hier findet dein Chef eine breite Auswahl an Sicherheitskennzeichnung für Büro und Werkshalle.

2. Ergonomie

Auch die Ergonomie am Arbeitsplatz ist gesetzlich geregelt, denn sie hängt ebenso mit deiner Sicherheit zusammen - allerdings eher mit langfristigen Auswirkungen. Wie also sollte dein Arbeitsplatz aussehen, damit du möglichst gesund arbeiten kannst? Nehmen wir das Beispiel Büro:

Die Lärmbelästigung sollte nicht zu hoch sein, dein Stuhl sollte höhenverstellbar sein, so dass du deine Knie im 90°-Winkel positionieren kannst. Außerdem solltest du ausreichend Bewegungsfreiraum auf und um deinen Schreibtisch haben. Die perfekte Luftfeuchtigkeit im Büro beträgt 40 - 60 %, es gibt aber auch noch eine Reihe weiterer Empfehlungen. Vor allem während der Pandemie sollte dein Chef dir ausreichend viel Abstand von anderen, Schutz beim Kundenkontakt - beispielsweise durch eine Trennscheibe - und regelmäßiges Lüften bieten können.

Die gesetzlichen Richtlinien zum ergonomischen Arbeitsplatz findest du auch im Arbeitsschutzgesetz (§3 ArbSchG). Hast du den Eindruck, dein Arbeitsplatz beeinflusst deine Gesundheit negativ, weil nicht ausreichend Maßnahmen umgesetzt wurden, fühlst du dich automatisch weniger wohl. Suche in solch einem Fall das Gespräch.

3. Betriebsklima

Neben den gesetzlichen Punkten, die vor allem deine Gesundheit und Sicherheit gewährleisten sollen, ist vor allem das Betriebsklima entscheidend darüber, wie wohl du dich in der Arbeit fühlst. Herrscht schlechte Stimmung oder sogar Streit unter den Kollegen, kann das äußerst belastend sein. Manchmal gipfelt solch eine Stimmung sogar in Mobbing - ist das der Fall, informiere dich, ob es in deiner Firma einen Mobbingbeauftragten gibt.

Ist das Betriebsklima so schlecht, dass es sich negativ auf dich oder andere Angestellte auswirkt, kann das Gespräch mit einem Vorgesetzten oder dem Betriebsrat helfen. In vielen Fällen kann dann mit Teambuilding-Events oder Seminaren entgegengesteuert werden. Ist es der Chef selbst, der für Unmut sorgt, ist die Situation meist komplexer.

Damit du produktiv arbeiten kannst, solltest du dich an deinem Arbeitsplatz wohlfühlen, dich also auch mit deinen Kollegen verstehen, ihnen zuhören können und gehört werden.

4. Nette Extras

Arbeitgeber, denen die Mitarbeiterzufriedenheit besonders am Herzen liegt, unternehmen oft noch viel mehr, damit die Angestellten sich wohlfühlen. Nette Extras sind keine Pflicht, zahlen sich für die Unternehmensinhaber aber aus, weil die Effizienz der Mitarbeiter steigt.

Flexible Arbeitszeitmodelle, kostenlose und dauerhaft zugängliche Trinkwasserspender, kostenloses Obst in der Mitarbeiterküche, eine überdurchschnittliche Bezahlung oder regelmäßige Mitarbeiter-Events sind Dinge, die Arbeitnehmern ein Gefühl der Wertschätzung vermitteln. Wer sich und seine Arbeit gewürdigt weiß, arbeitet in der Regel nicht nur lieber, sondern auch schneller und besser.

Ist man dauerhaft unzufrieden am Arbeitsplatz und hat die Probleme auch schon mehrfach angesprochen, ohne dass eine Änderung eingetreten ist, bleibt leider oft nur die Kündigung.

 

5. Bücher zum Thema "ein angenehmer Arbeitsplatz"



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6. Video zum Thema "Arbeitsplatz"

6.1. Video: Büro optimal einrichten in 5 Schritten

Länge: 2:49 Minuten

7. Weitere Anregungen zum Thema "Arbeitsplatz"

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