Bilanzbuchhalter Ausbildung

Wie wird man Bilanzbuchhalter – Von der Anmeldung bis zur Prüfung

Wer sich im Bereich Betriebswirtschaft und Rechnungswesen profiliert, der kann sein fachliches Knowhow sehr gut nützen. Eine Ausbildung zum Bilanzbuchhalter verspricht nicht nur ein sehr gutes Gehalt, sondern auch eine reizvolle Chance für eine erfolgreiche Karriere in diesem Arbeitsbereich. 

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1. Anmeldung: Die ersten Schritte zur Prüfung als Bilanzbuchhalter

Zuerst sollte man sich informieren, welche Voraussetzungen und Erwartungen die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter bestehen. Nicht zuletzt ist das eine weitreichende Entscheidung, die Zeit und Geld kostet, sodass man diesen verantwortungsvollen und abwechslungsreichen Beruf nicht spontan auswählt.

Abhängig vom gewählten Kursanbieter gibt es unterschiedliche Modalitäten bei der Anmeldung für diesen Kurs. Frühzeitig geplant ist halb gewonnen, um diese Aufstiegsausbildung zum Bilanzbuchhalter auch mit dem aktuellen Beruf bestmöglich abzustimmen.

„Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.

Benjamin Franklin

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2. Voraussetzungen: Interesse an Betriebswirtschaft und Zahlen

Als Bilanzbuchhalter ist man eine gefragte Fachkraft. Der versierte Kaufmann versteht es nach seiner Ausbildung nicht nur, Aufgaben im Bereich Rechnungswesen kompetent zu bearbeiten, sondern er kann auch Führungsaufgaben übernehmen. Inzwischen ist dieser Beruf sehr gefragt, was ein lukratives Gehalt und entsprechend gute berufliche Perspektiven verspricht.
Außerdem ist gerade ein Arbeitsplatz als Bilanzbuchhalter ideal für engagierte Mitarbeiter, die branchenunabhängig arbeiten möchten und ihr Handwerkszeug beherrschen. Ob IT, Gesundheitswesen oder Mechanik, ein Bilanzbuchhalter ist überall sinnvoll und versteht mit Zahlen umzugehen.

Bevor es die Karriereleiter hinauf geht, sollte man eine kaufmännische Lehre abgeschlossen haben, die mindestens drei Jahre lang gedauert hat sowie drei Jahre Berufspraxis im betrieblichen Rechnungswesen. Alternativ weist man ein erfolgreich absolviertes Studium der Betriebswirtschaft oder ein Studium Wirtschaftswissenschaften inklusive zwei Jahre Praxis vor. Wer weder eine Lehre noch ein Studium vorzuweisen hat, sollte eine nachweisliche Berufserfahrung im Rechnungswesen haben, die mindestens sechs Jahre umfasst.

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3. Berufliche Aspekte bei der Berufswahl zum Bilanzbuchhalter

Immer mehr Unternehmen beschäftigen eigene Buchhalter. Grundsätzlich ist es so, dass der Beruf als Bilanzbuchhalter sogar staatlich anerkannt ist, was bei der Bezeichnung des Buchhalters nicht so geregelt ist. Für viele steht mit der Entscheidung Bilanzbuchhalter zu werden, die spätere Überlegung im Raum, sich selbstständig zu machen. Tatsächlich entscheidet sich jeder vierte Bilanzbuchhalter für eine spätere Selbstständigkeit in diesem Beruf.

Trotz der hohen Entlohnung und der hervorragenden Berufsperspektiven darf man allerdings auch nicht vergessen, dass eine hohe Verantwortung und ein ausgezeichnetes Teamwork gefragt sind. Wer stressresistent ist, umso besser, denn mit dem Jahresabschluss stehen den Bilanzbuchhaltern in den letzten Wochen eines Jahres noch einige unerledigte Aufgaben bevor. Die Bereitschaft zu Überstunden sollte daher gegeben sein.

Auch technikaffin schadet nicht, denn als Bilanzbuchhalter arbeitet mit einer Vielzahl von Softwareprogrammen wie Excel, DATEV oder SAP. Kommunikation und Teamgeist sind außerdem gefragt. Als Schnittstelle für Finanzen & Co hat man ständig mit den Kollegen der Buchhaltung zu tun, aber auch mit der Geschäftsführung oder dem Vertrieb. Die Liebe im Umgang mit den Zahlen ist gut, aber sehr genaues Arbeiten noch besser. Ebenso helfen Konzentration und akribisches Arbeiten, denn Flüchtigkeitsfehler können fatal enden.

„Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.“

Henry Ford

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4. Jobchancen und breites Spektrum an Aufgaben und Arbeitsbereichen

Der Jahresabschluss wird nach internationalen Standards oder dem deutschen Handelsrecht erstellt und zählt zu den Haupttätigkeiten eines Bilanzbuchhalters. Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld sind Steuererklärungen für diverse Steuern wie zum Beispiel Einkommens- und Körperschaftssteuer, Lohnsteuer und Umsatzsteuer.

Neben dem Teamwork ist auch Organisationsfähigkeit dringend erforderlich, um Abläufe zu planen, Mitarbeiter zu führen oder organisatorische Aufgaben zu übernehmen. Diese Punkte verraten bereits, wie abwechslungsreich man als Bilanzbuchhalter arbeiten kann. Hinzu kommt, dass es eine branchenübergreifende Tätigkeit ist, die zudem Karrierechancen und die Möglichkeit in die Selbstständigkeit zu wechseln bereithält.

 

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5. Inhalte der Bilanzbuchhalter-Ausbildung

Inhaltlich geht es vor allem um die Erstellung von Kosten- und Leistungsrechnungen. Man gewinnt Einblick in das finanzwirtschaftliche Management und lernt, sogenannte Zwischen- und Jahresabschlüsse zu erstellen. Außerdem werden entsprechende Lageberichte nach dem nationalen Recht ausgefertigt und ebenso auch Abschlüsse nach internationalen Standards. Als Bilanzbuchhalter muss man auch das Steuerrecht beherrschen, ergänzt wird dieser vertiefende Steuerrechtsteil durch betriebliche Steuerlehre. Abschließend gilt es, das vorliegende Zahlenmaterial für eine sinnvolle Managemententscheidung auszuwerten und zu interpretieren.

Das mag auf den ersten Blick trocken klingen, aber für jemanden, der Betriebswirtschaft und den Umgang mit Zahlen und Steuerparagrafen liebt, ist das ein vielseitiges Spannungsfeld mit hoher Identifikationsmöglichkeit. Eine scheinbar trockene Materie, die vielerlei Aufgaben und damit einen Berufsalltag ermöglicht, der von 08/15 und Routineaufgaben weit entfernt ist.

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1.1. Mögliche Arbeitsorte und Aufgaben als Bilanzbuchhalter

Bilanzbuchhalter sind gefragt, als ausgewiesener Experte im Finanzwesen bieten sich daher Arbeitsbereiche wie die Industrie an, aber auch größere Handwerks- und Handelsbetriebe sind ideal für diese Tätigkeit. Ebenso der Dienstleistungssektor birgt reizvolle Möglichkeiten zu arbeiten. Zudem kommen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen, die als potenzieller Arbeitgeber infrage kommen.

Im Berufsalltag gilt es, Kostenarten zu kalkulieren und die Berichte für die Geschäftsführung des Unternehmens zu erstellen, aber gleichzeitig auch die Zahlen auszuwerten und steuerliche Fragen abzuklären. Die Prüfung und Verbuchung von Einnahmen und Ausgaben gehört ebenso zu den vielseitigen Aufgaben als Bilanzbuchhalter wie die Bearbeitung aller Vorgänge im Mahnwesen und dem Inkassobereich. Was konkret dann jeweils anfällt, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Wer jedoch alsbald seine Stärken kennt, wird sich entsprechend dieser bestens positionieren, um sein berufliches Knowhow zu nutzen.

Beitrag: Wie Sie Prüfungsangst reduzieren - 7 Tipps aus der Praxis

Prüfungsangst was tun

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Prüfungsangst – was tun? 7 Tipps aus der Praxis

Für viele ist eine Prüfung, ein Test, ein Assessment Center eine angsteinflößende Vorstellung. Egal ob Fahrprüfung, Abiturklausuren oder auch das Vorstellungsgespräch beim möglichen neuen Arbeitgeber ... Angst keimt auf. 

Die Nächte sind schlaflos, der Magen rebelliert, feuchte Hände … Der Gedanke an die kommende Situation ist der blanke Horror.

Der Sohn eines meiner Kunden bekam bei Prüfungen regelmäßig einen Blackout. Er hatte alles gut gelernt, geübt und war eigentlich gut gerüstet aber Angst blockierte ihn. Was tun, fragte mich der junge Mann ... das Abitur raubt mir bereits jetzt den Schlaf. Wir notierten 7 Punkte, die ihm helfen sollten. 

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1.2. Gehaltsaussichten als Bilanzbuchhalter

Ein wichtiger Punkt ist nach der intensiven Ausbildung zum Bilanzbuchhalter natürlich das spätere Gehalt. In der Regel verdienen Bilanzbuchhalter sehr gut, das Einkommen steigt mit jedem weiteren Jahr an Praxis. Als Grundgehalt verdient man durchschnittlich 2900 Euro brutto monatlich. Wer in einem größeren Unternehmen tätig ist und bereits einige Jahre an beruflicher Erfahrung besitzt, kann mitunter bis zu 5000 Euro monatlich brutto verdienen. Besonders in Branchen wie IT und Industrie sind die Gehälter hoch.

Allerdings spielen noch weitere Aspekte bei der Höhe des Verdienstes als Bilanzbuchhalter mit. Neben dem Alter und der Berufserfahrung machen sich auch die Einflüsse von Faktoren wie der Unternehmensgröße bemerkbar, aber auch der tatsächliche Aufgaben- und Verantwortungsbereich. Mit der Verantwortung wächst die Arbeit, aber auch die Entlohnung.

Leider lässt sich auch im 21. Jahrhundert ein deutlicher Unterschied zwischen Bilanzbuchhalter und Bilanzbuchhalterin in der Bezahlung nicht gänzlich von der Hand weisen. So kann das Durchschnittsgehalt beim Berufseinstieg bei Männern 3100 Euro brutto pro Monat betragen, während Frauen für denselben Job lediglich 2800 Euro brutto monatlich verdienen.

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