Rätsel

 


Ob ich von hinten oder vorn genommen,
man wird bei mir stets auf das Trockne kommen;
sei es am Strande, an der grünen See,
sei es im Keller oder Portemonnaie.

Karl Henrici, deutscher Architekt, 1842 - 1927


Bei jeder Mahlzeit sind wir drei dabei;
Vertausche bei dem Ersten 5 mit 2,
So ist es rückwärts was es vorwärts war, -
Beim Zweiten und Dritten ist es anders zwar,
Hier wechsle 1 mit 6! - durch dies Verfahren
Sind rückwärts sie auch was sie vorwärts waren.

Carl Joseph von Adelsheim, 1790 - 1864


Ich bin bei der Kirche angestellt,
Mein Wesen ist ganz erbaulich
Und über den Dingen dieser Welt
Mein Standpunkt hoch und beschaulich.
Mein Wort ist einfach, doch hat es die Macht,
Zur Andacht zu rufen die Frommen;
So dien' ich der Kirche bei Tag' und bei Nacht
Und bin doch hinein nie gekommen.

Gustav Theodor Fechner, deutscher Physiker und Philosoph,1801 - 1887


Ich lieg im Turm mit manchem Zimmer
und werde drin zum braunen Mohr,
und nie schau ich des Tages Schimmer,
sprengt nicht ein schneidend Schwert das Tor.
War dort mein Kerker klein und enge,
doch wünscht ich noch ein finstrer Haus;
dort grab ich unterirdsche Gänge
und komm als grüner Zwerg heraus.
Bald streckt der Zwerg sich in die Länge,
am Ende wird ein Riese draus.

Johann Friedrich Kind, deutscher Schriftsteller, 1768 - 1843


Ich bin ein Komet mit Kugel und Schweif,
Nur steig' ich nicht in die Luft;
Der Sommer macht mich zur Wanderung reif,
Und mich verkündet mein Duft;
Auch Glut und Brand bewirkt mein Erscheinen,
Ja, jedes Auge zwing' ich zum Weinen! -
Und dennoch bin ich in Land und Stadt
Ein viel willkommener Gast!
Mit Eifer sucht mich, wer mich nicht hat;
Nur Wen'gen bin ich zur Last,
Und will mit Blütenglanz ich mich schmücken,
Dann sehn selbst diese mich mit Entzücken.

Franz von Elsholtz, deutscher Dichter und Schriftsteller, 1791 - 1872


Es steckt so ziemlich männiglich am Bein,
doch ohne S im Kartenspiel allein;
noch T weg, dann sind nicht nur beide Ohren,
nein, dann ist schon der ganze Kopf verloren.

Jean Dufresne, deutscher Schachmeister und -autor, 1829 - 1893


Ich steige aus der Erde Nacht
Ans Licht hervor mit stiller Pracht.
In reger Luft beweget sich
Mein goldnes Haupt dann wonniglich.
Vom Wasser werd ich umgetrieben,
Und allgemach zu Staub zerrieben,
Ja manchen leckern Bissen schafft
Zuletzt aus mir des Feuers Kraft.

Wilhelm Hauff, deutscher Schriftsteller, 1802 - 1827


Man ruht darauf, man wohnt darunter,
und auch in Köpfen wächst es munter.

Otto Sutermeister, Schweizer Pädagoge, 1832 - 1901


Eines ist tot und im roten wie im schwarzen bleibt kein Auge trocken.

Tipp: Die Lösung schmeckt salzig.

Vielen Dank an Bernd Fahrein für diese Gehirnjoggingaufgabe.


Von einem Schiff hängt eine Strickleiter herab. Von der Wasseroberfläche bis zur Reling des Schiffes kann man 22 Sprossen zählen. Die Reling befindet sich 11 Meter über der Wasseroberfläche. Nun kommt die Flut. Der Wasserspiegel steigt um 2 Meter und 50 cm.

Wie viele Sprossen kann man nun noch über dem Wasser herausragen sehen?

Vielen Dank an Bernd Fahrein für die Gehirnjoggingaufgabe.


Sie stehen zusammen mit gleichen Zeichen,
doch nicht entfernt sie einander gleichen!
Sie ist vom Tempel übrig geblieben,
es hat sich vergnügt an ihr gerieben.

Karl Henrici, deutscher Architekt, 1842 - 1927


In geschickter Künstlerhand
Macht er schöne bunte Sachen;
Als ein ungeschickter Mensch
Lässt er alles mit sich machen.

Friedrich Rückert (1788 - 1866), deutscher Dichter

 


Gepriesen soll das Hühnchen sein,
das legt ein Ei in Dreck hinein.
Denn wichtig ist der Gegenstand,
der aus dem Ei im Dreck entstand.
Die Architekten wissen das.
Auch wäre vielleicht Pythagoras
gestorben ohne Ruhm und Ehr,
Wenn in dem Dreck das Ei nicht wär.

Karl Henrici, deutscher Architekt, 1842 - 1927


Mich ruft die Lieb' ins Leben,
Bisweilen auch die Not:
Doch kaum beginn' ich aufzuschweben,
Bin ich schon wieder tot.

August Friedrich Ernst Langbein, ein vielgelesener deutscher Dichter, 1757 - 1835


Mein schwarzer Kopf:
ein alter Topf,
und Arm und Bein
vier Stecken;
und mein Gewand
ein Allerhand
von Lappen, Lumpen, Flecken,
dem Spatzenflug
und Taubenzug
ein Schauder und ein Schrecken.

Friedrich Wilhelm Güll, deutscher Dichter, 1812 - 1879

Einfach bin ich der Schmuck des Weisen,
Und wo ich bin, wird man mich preisen;
Doch sucht ein Übermüt'ger sich
Mit meiner Mehrzahl stolz zu zieren,
So dürfte er darüber mich
In meiner Einheit leicht verlieren.

Ignaz Franz Castelli, österreichischer Dichter und Dramatiker, 1781 - 1862


Welche drei geflügelten Worte bzw. Sprichwörter verbergen sich im "Wort-Salat"?

  • Tropfen, Wasserglas, den, im, meine, Stein, nicht, höhlt, Kreise, steter, störe, Sturm

Sie steht im Wald und zittert stets
und weiß doch nicht, warum und wie;
kommt nun ein W gar über sie,
dann an ein Taumeln, Schwirren geht's
und an ein Stechen, an ein Naschen
an reifen Früchten, süßen Flaschen,
so ungestüm und unerhört,
dass man sich kaum der eignen Haut erwehrt.

Otto Sutermeister, Schweizer Pädagoge, 1832 - 1901


Mein Körper ist von Kreuz- und Sternchen voll;
Nur weiß ich nicht so viel von guten Tagen,
Als meistens wohl die Herrn, die Kreuz' und Sterne tragen,
Man schafft mich bloß, damit ich leiden soll.

Doch dünkt mich nie mein Schicksal bitter;
Ich bin so redlich, treu und echt,
Wie vor Jahrhunderten der biedre, deutsche Ritter,
Der Damen Knecht!

Ich lasse mich zerstechen und zerritzen,
Um sie vor Wunden zu beschützen.

August Friedrich Ernst Langbein (1757 - 1835), ein vielgelesener deutscher Dichter


Ich sitze oft in mir,
um meiner selbst zu pflegen,
und bin dann um mich selbst
recht herzlich oft verlegen.

Friedrich Schleiermacher (1768 - 1834), deutscher Philosoph


Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang -
erst malmen sie, dann stampfen sie und warten wieder lang.

J. R. R. Tolkien, britischer Schriftsteller, 1892 - 1973


Am Haupt ist's ohne Hut,
Am Fuß ist's ohne Schuhe,
Besonders ist es gut
Am Geld in deiner Truhe.

Friedrich Rückert


Der Regen macht nass;
Fang' auf ihn im Fass,
So kann er die Wäsche dir bleichen;
Auch ich mache nass,
Doch find' ich schon blass,
Was meine Ströme erreichen.

Der Regen zerrinnt,
Ihn trocknet der Wind,
Und Klarheit erscheint aller Orten.
Mich trocknet kein Wind,
Die Zeit, die verrinnt,
Schließt meinen Quellen die Pforten.

Gustav Theodor Fechner


Ich bin ein Futteral,
Gemacht für das Pedal;
Doch bin ich nicht von Leder,
Sonst wüsst' es gleich ein jeder,
Im Winter bin ich jedem wert,
Im Sommer werd ich nicht begehrt.

Samuel Friedrich Sauter, dt. Dorfschullehrer und Volksdichter, 1766 - 1846


Was meint der folgende Satz den der eine Herr im Restaurant zum anderen sagt?

  • "Si sans eau goutte, dans d'y fils d'avec, si très d'ennemi!"

Tipp: Sie brauchen dazu keine Französischkenntnisse.

 

Vielen Dank an Britta Ross für die Einsendung!


Ein Haus voll Essen - die Tür vergessen!

 

Vielen Dank an Britta Ross für die Einsendung!


Wenn du es sagtest, wärest du nicht klug,
wenn du es hättest, wär's mehr als genug,
wenn du's entbehrtest, wärst du nicht glücklich,
wenn du es wünschtest, wär's nicht schicklich,
wenn du es glaubtest, wärst du zum Spott,
wenn du es könntest, wärst du ein Gott.

Franz Brentano


Vielen Dank an Britta Ross für die Einsendung!


Kein Kluger hält mich für gering:
Ich bin ein unerträglich Ding!
Drum bringt mich nicht in eure Taschen,
wollt ihr noch etwas drin erhaschen!
Sonst fress' ich's weg und werde doch nicht satt:
Ich fresse immer mehr, je länger man mich hat.

Johann Peter Hebel

Vielen Dank an Britta Ross für die Einsendung!


Ein Wesen zwischen Luft und Wasser,
Halb Fisch, halb Vogel, sich bemühend,
Stets von sich selbst hinabgezogen,
Wie's aufzustreben sich erkühnt;
In seiner Arbeit kläglich stöhnend
Und unablässig Tränen sprühend,
Es darf in seiner Qual nicht rasten,
Als bis dadurch der Boden grünt.

Friedrich Rückert


Aus Tiefen komm ich her zu dir,
Des Meeres Welle spielt mit mir,
Doch nimmst du mir den Kopf, alsbald
Wacht' ich im frischen grünen Wald.

Stine Andresen, deutsche Schriftstellerin, 1849 - 1927


Dem Knaben bin ich oft zum Spielen gut,
dem Zornigen dien ich zur Kühlung seiner Wut.
Den Angegriffenen kann ich schützen,
die müden Greise unterstützen.

Johann Peter Hebel


Mein Strom ergießt sich sickernd durch die Welt,
ich dring in Haus und Hütte, Schloss und Zelt.

Seitdem der Mensch Urkunden aufbewahrt,
sind Geist und Wille durch mich offenbart.

Ich schüre Gluten, wirke Herzeleid,
tief wird durch mich verdammt und hoch gebenedeit.

Versöhnung bring ich und entfache Streit,
zeig manchen töricht, manchen grundgescheit.

Doch sitzt du in mir, fühlst du dich geknickt;
vielleicht, dass dir durch mich die Rettung glückt.

Paula Dehmel, deutsche Schriftstellerin, 1862 - 1918


Das Auge im blauen Gesicht
sah ein Auge im grünen Gesicht.
"Sieht genau aus wie mein Auge",
sagte das erste Auge.
"Doch so tief unten blinzle ich nicht.
Ich steh droben im blauen Gesicht."

J. R. R. Tolkien, britischer Schriftsteller, 1892 - 1973


Kennst du das Wort, das Herzen ewig bindet,
kennst du der Liebe treuliches Symbol,
das feste Band, das sich um Freunde windet,
des Fürsten Heil, des Vaterlandes Wohl?

An Stärke muss ihm Stahl und Eisen weichen,
doch hat es einen mächt'gen, stillen Feind;
streichst du des hohen Wortes erstes Zeichen,
hast du die finstere Macht, die ich gemeint.

So lang die Welt steht, liegen diese beiden
im Kampf um höchstes Leid und höchste Lust.
Halt fest am Ganzen, lass sie nimmer streiten
in deiner stillen und zufriednen Brust!

Wilhelm Hauff, deutscher Schriftsteller, 1802 - 1827


Ich saß bei einem Glase Wein,
da fiel ein kleines Tier hinein.
In was für Wein sagt dir das Tier allein!

Karl Henrici, deutscher Architekt, 1842 - 1927


Durch Hitze, nicht durch Frost vom Norden,
bin ich aus Wasser Schnee geworden.

Johann Peter Hebel, * 1760, † 1826

Was ist gesucht?


Dem schmucken Renner steht's wohl an,
und rückwärts, wohlgepflegt, dem Mann.

Jean Dufresne, deutscher Schachmeister und -autor, 1829 - 1893

Tipp: Es handelt sich um ein Palindrom!


Franz Brentano 300Franz Brentano

Der eine schlendert,
der andre geht schnell;
und doch bleibt der eine
des andern Gesell.
Nah hält sich der eine,
der andre zieht weit,
und doch gibt der eine
dem andern Geleit.
Und willst ob der Reise
die beiden du fragen,
wird jener dir mehr
als dieser dir sagen:
der immer flüchtig,
in seiner Eil -
beim Erzählen vergisst er
den wichtigsten Teil.

Wer sind die zwei?

Franz Brentano (1838 - 1917), deutscher Philosoph 


Lieber Freund, oh hör mir zu!
Ich bin ich, und ich bin du,
ich bin er, und ich bin sie,
aber etwas bin ich nie.
Ich bin mein, und ich bin dein,
ich bin ihr, und ich bin sein,
aber niemals allgemein.
Rate nun, was kann ich sein?

Ignaz Franz Castelli, österreichischer Dichter und Dramatiker, 1781 - 1862


Um Mann und Weib zu zieren,
gab erste die Natur,
jedoch die letzten führen
gewöhnlich Weiber nur.
Das ganze brauchen jedenfalls
die Weiber nur allein,
und stecken's in die erste
befestigend hinein.

Graf Platen, deutscher Dichter, 1796 - 1835


Was bewegt man, um Fische zu fangen
und um in die Stube zu gelangen?

Friedrich Rückert


Vers bin ich zur Hälfte, zur anderen nur Tand;
errätst du mein Ganzes, so hast du Verstand.

Johann Christoph Friedrich Haug, Lyriker und Epigrammist, 1761 - 1829


Ich habe Flügel, rate Kind,
Doch flieg ich nur im Kreise,
Und singen tu ich, wenn der Wind
Mir vorpfeift, laut und leise;
Was ihr den Feldern abgewinnt,
Kau ich auf meine Weise,
Doch - was mir durch die Kehle rinnt,
Das mundet euch als Speise.

Paula Dehmel, deutsche Schriftstellerin, 1862 - 1918


Da steht sie und du zielst nach ihr;
doch wenn sie ihren Kopf verliert,
so steht ein Nadelbaum vor dir,
in den sie flugs verwandelt wird.

Welche zwei Begriffe suchen wir?

Otto Sutermeister, Schweizer Pädagoge, 1832 - 1901


Zwei Mütter und zwei Töchter treffen sich zum Backen. Jede backt einen Kuchen. Zusammen haben sie aber nur drei Kuchen gebacken. Wie ist das möglich?


Sie läuft die langen Straßen aus,
Schleicht unverschämt in jedes Haus,
Verratet Alles, was sie kann,
Lügt Alle, die ihr glauben, an,
Und ziert sich noch mit Fürstenschmuck die Stirne;
Wie heißt die freche Gassendirne?

Johann Peter Hebel (1760 - 1826), deutschsprachiger Dichter
aus dem alemannischen Sprachraum Südbadens, 
evangelischer Theologe und Pädagoge 


Er wird gedreht, verknüpft, entwirrt,
kohlschwarz und weiß wie Schnee,
doch wenn es Kopf und Schwanz verliert,
dann freilich heißt's ade!

Otto Sutermeister, Schweizer Pädagoge, * 1832, † 1901


Wer auf dem Lebensweg in allen Dingen
weiß mit der ersten gut zu schalten,
und auch die zweite stets zu halten,
der wird das Trefflichste vollbringen.

Das Ganze nimmt der Dichter wahr,
die zweite aber nimmt der Schneider.
Mehr mach ich heut nicht offenbar,
mit fehlt es an der ersten, leider!

Jean Dufresne, deutscher Schachmeister, * 1829, † 1893

Die erste Silb, ein Gott, beherrscht des Landes Auen,
die zweite und dritte ist ein Name, oft belacht;
das schwache Ganze wird in der Gewalt der Frauen
der Donnerkeil des Zeus und spottet aller Macht.

(Theodor Körner)


Der Pantoffel

(NL 20.01.2010)


Eine Mutter, die man benennt
nicht anders als ihre Söhne;
in einfacher Zahl: ein Instrument,
und in vielfacher: Töne.

Friedrich Rückert


Die Laute

(NL 26.10.2009)


Rund und klein
Fünf Schwesterlein
Im engen Haus,
Sie müssen heraus
In Wassers Flut:
Gesotten
Schmecken sie gut.

Was schmeckt da so gut?


Der arme Tropf hat keinen Kopf;
das arme Weib hat keinen Leib,
die arme Kleine hat keine Beine.
Sie ist ein langer Darm,
doch schlingt sie einen Arm
bedächtig in den anderen ein.

Was mag das für ein Weiblein sein?

Johann Peter Hebel, deutscher Schriftsteller, Theologe und Pädagoge, * 1760, † 1826


Man ist ihm gern ein milder Wirt,
indessen auf die Dauer kaum;
und wenn er selbst den Kopf verliert,
so hängt er schon am nächsten Baum.

(Otto Sutermeister)


Gast - Ast


Mein Gesicht ist geschmückt mit fremden Licht.
Schmückt mich nicht das fremde Licht,
siehst du auch nicht mein Angesicht.


Der Mond


Steh' ich als Riese auf dem Dach,
So ist es wohnlich drinnen;
Steig' ich herab in dein Gemach,
So treib' ich dich von hinnen.

Was ist gesucht?

Gustav Theodor Fechner, deutscher Physiker und Philosoph, * 1801, † 1887  

 


Die besten Freunde, die wir haben,
sie kommen nur mit Schmerzen an,
und was sie uns für Weh getan,
ist fast so groß als ihre Gaben.
Und wenn sie wieder Abschied nehmen,
muss man zu Schmerzen sich bequemen.

Johann Wolfgang von Goethe 


Arabien ist mein Vaterland,
In Deutschland werd ich braun gebrannt,
In einer Mühle klein gemahlen,
Dann fühl ich heiße Wasserqualen,
Zuletzt gießt man noch Milch mir zu,
Trinkt mich, und raucht Tabak dazu.

Johann Peter Hebel


Schlüssel zu jedem Herz

Rätsel

Ein Schlüssel ist's zu jedem Herz.
Oft erscheint's bei einem Scherz.
Niemals sollst du es verlieren.
Dein Gesicht soll es verzieren.

Was ist gesucht?


Nudeldicke Dirn!
Schädel ohne Hirn!
Dreimal dreien Junggesellen
bietend deine Stirn,
wirst du Stand und Stolz zerschellen!

Friedrich Wagner-Poltrock


Der Kegel

(NL 19.11.2008)


Die Morgensonne bringt's ans Licht,
Doch lange hält es sich dann nicht.
Verworren ist es so manches Mal
Und hilft dann doch mal übers Tal.


Der Tau

(NL 05.11.2008)


Er ist an jedem Berg zu sehen,
es trägt uns selbst den Berg hinan,
bestimmt uns der Berge Höhe,
gibt uns des Abgrunds Tiefe an.

Wer ist gemeint?


Es geht eine Brücke über den Bach.
Sie ward gemacht in einer Nacht,
Kein König hatte sie erdacht.
Es kommen zwei, die Brücke zu brechen,
Man hört sie dabei kein Wörtchen sprechen.
Den einen sieht man, doch hört ihn nicht,
Den anderen hört man, doch sieht kein Gesicht.

Wer sind die beiden?


Es führt dich meilenweit von dannen
Und bleibt doch stets an seinem Ort.
Es hat nicht Flügel auszuspannen
Und trägt dich durch die Lüfte fort.
Es ist die allerschnellste Fähre,
Die jemals einen Wandrer trug,
Und durch das größte aller Meere
Trägt es dich mit Gedankenflug;
Ihm ist ein Augenblick genug.

 

Was ist gesucht?

Friedrich von Schiller, * 1759, † 1805  


Mit "u" macht es die Pferde toll,
Mit "a" ist es reich an Woll',
Mit "i" ist es sternenvoll.
Was ist das?


Hummel - Hammel - Himmel

(NL 24.09.2008)


Frage: Am Morgen ist es lang, Am Mittag kurz und klein, Am Abend ist es am längsten Und des Nachts ist es gar nicht da - Was kann das sein? Lösung: Der Schatten

Rätsel - Am Morgen ist es lang

Am Morgen ist es lang,
Am Mittag kurz und klein,
Am Abend ist es am längsten
Und des Nachts ist es gar nicht da -
Was kann das sein? 


Es tut der Mond, es tut die Sonne,
Der Teig und auch das Herz voll Wonne,
Die Tür, die Blume und die Naht,
Die Knospe und stets auch die Saat.

Was tun alle?


Alle Tage geh ich aus bleibe dennoch stets zu Haus

Rätsel: Ausgehen und dabei zu Hause bleiben

Alle Tage geh ich aus,
bleibe dennoch stets zu Haus.

Wer wird gesucht?


Im Feld steht ein Mädchen,
hat ein orangefarbenes Röckchen
und ein grünes Häubchen.

Was ist gesucht?


Weiß wie Schnee

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Weiß wie Schnee - was ist das?

Erst weiß wie Schnee,
Dann grün wie Klee,
Dann rot wie Blut
Und schmeckt allen gut.

Was ist das?


Ihr alle habt mich, auch der Berg,
Bald höckerig, bald schlicht,
Ich gehe euch allen immer nach,
Ihr aber seht mich nicht.

Wer bin ich?


 
 

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