Hygiene Lebensmittel

Hygiene Lebensmittel: Sicherer Umgang mit Speisen

Auf Lebensmitteln sind immer Keime vorhanden. Dabei erhältst du sowohl erwünschte als auch unerwünschte Mikroorganismen. Tierische und pflanzliche Produkte können mit Krankheitserregern oder Verderbnis-Keimen kontaminiert sein. Lebensmittelbedingte Erkrankungen resultieren oftmals aus einem falschen Umgang mit Nahrungsmitteln. Aus diesem Grund erhältst du in diesem Beitrag bewährte Möglichkeiten, eine gesunde Hygiene bei Lebensmitteln zu gewährleisten.

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1. Darum ist Hygiene beim Kochen wichtig

Vor allem dann, wenn es um die Zubereitung von Mahlzeiten geht, musst du auf hygienische Bedingungen achten. Ansonsten setzt du dich und die anderen Personen in deinem Haushalt einem Infektionsrisiko aus. Insbesondere Kinder reagieren auf Schadstoffe und Verunreinigungen empfindlich.

Oberstes Gebot ist die Reinheit der Speisen natürlich im professionellen Kontext. Denn eine Lebensmittelvergiftung nach einem Restaurantbesuch kann das Geschäft eines Lokals erheblich schwächen. Es lohnt sich in diesem Fall also doppelt auf Hygienevorschriften zu achten. Befolge am besten die folgenden Tipps im Umgang Nahrungsmitteln.

Wie hältst du es mit der Hygiene in der Küche?

 

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Punkt 2

2. Bereits der Einkauf ist wichtig

Die Hygiene fängt bereits beim Besuch im Supermarkt an. Dies gilt vor allem dann, wenn du zu rohen Lebensmitteln greifst. Transportiere leicht verderbliche Speisen stets in einer Kühltasche. Berücksichtige bei der Auswahl der Produkte die Kühlkette. Tiefgefrorenes kaufst du damit als Letztes ein. Eier müssen unversehrt sein – nur so ist deren Frische gewährleistet. Es empfiehlt sich allgemein, auf einen guten Zustand der Ware zu achten.

Punkt 3

3. Auf die Reinigung kommt es an

Nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Hände und etwaige Gerätschaften wie z. B. der Planetenmischer sind regelmäßig zu säubern. Dabei empfiehlt sich außerdem, das Desinfizieren derselben. Bedenke, dass beim Arbeiten in der Küche Keime auf Besteck und Schneidbretter übertragen werden können. Du hast also nur die Möglichkeit, dich mit Sauberkeit zu schützen.

Unsere Empfehlungen:

  • Zum Abspülen von Geschirr und Besteck ist immer Trinkwasser zu verwenden - dies gilt auch dann, wenn du dich im Urlaub befindest.
  • Bevor du das Essen zubereitest, solltest du immer die Hände waschen. Verwende dafür warmes Wasser und Seife.
  • Bearbeitest du mit deinen Küchenutensilien rohes Fleisch, Fisch sowie rohe pflanzliche Produkte, säubere das Werkzeug danach. Setze in diesem Fall unbedingt effektives Reinigungsmittel in Kombination mit heißem Wasser ein.
  • Bereitest du Fleisch oder Fisch zu, verwende stets Schneidbretter mit einer glatten Oberfläche. Auf diese Weise können sich Keime nicht so leicht in den Zwischenräumen sammeln. Reinige die Schneidunterlage nach dem Kochen in der Spülmaschine.
  • Küchentücher sind auszuspülen und regelmäßig zu waschen – verwende hierfür zum Abtöten der Keime heißes Wasser. Als Alternative dazu kannst du auch Einweg-Papiertücher einsetzen, das ist allerdings nicht umweltfreundlich und sollte darum dem Notfall vorbehalten bleiben.
  • Das Fleisch von Geflügel solltest du hingegen nicht waschen. Denn auf diese Weise könnten sich in der Küche Keime verteilen. Ist die Reinigung mit dem Wasser unverzichtbar, musst du danach alle Bereiche, die mit der Flüssigkeit in Kontakt waren, säubern und desinfizieren.

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4. Keimübertragung durch Trennung vermeiden

Werden Keime von einem Lebensmittel auf ein anderes übertragen, ist von Kreuzkontamination die Rede. Als problematisch erweist sich diese vor allem bei rohem Fleisch, Fisch, Meerestieren sowie Geflügel und Eiern. Auch Salate können eine Vielzahl an Keinem enthalten. Aus diesem Grund sind jene Nahrungsmittel von verzehrfertigen Speisen fernzuhalten. Darauf ist bereits beim Einkauf zu achten. Schaue in diesem Fall auch darauf, dass die Verpackung dicht ist.

Befindet sich Auftauflüssigkeit auf Fisch oder Geflügel, so ist diese vorsichtig zu entfernen. Dies gilt auch dann, wenn sie sich auf der Verpackung sammelt. Gebe zudem niemals eine zum Verzehr fertige Speise in einen Behälter oder auf einen Teller, der vorher mit rohen Lebensmitteln in Kontakt war. Huste oder niese nicht auf Lebensmittel. Decke deine Wunden immer mit einem wasserdichten Verband ab und verzichte auf Handschmuck beim Kochen.

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5. Beim Erhitzen sterben viele Keime ab

Wenn Speisen gründlich durchgegart werden, führt dies zum Absterben der meisten Keime. Es ist dafür notwendig, das Fleisch auf eine Temperatur von 70 bis 80 °C zu erhitzen. Halte es für mindestens zehn Minuten auf jener Stufe. Damit sorgst du für das Absterben von Krankheitserregern wie Salmonellen. Im Zweifelsfall lohnt es sich, ein Bratthermometer einzusetzen.

Rühr- und Spiegeleier brätst du am besten durch, wobei Frühstückseier mindestens fünf Minuten lang zu kochen sind. Handelt es sich um frischen Fisch, ist er so lange zu garen, bis er nicht mehr durchsichtig erscheint. Muscheln und Austern, die nach dem Erhitzen geschlossen bleiben, dürfen nicht verspeist werden.

Sind Mahlzeiten fertig gegart, sollten diese innerhalb kurzer Zeit verspeist werden. Eine häufige Ursache für Lebensmittelvergiftungen ist das lange Stehenlassen der Speisen bei Raumtemperatur. Das gilt vor allem bei Kindern. Werden Speisereste wieder aufgewärmt, sollten diese gründlich durchgegart werden. Erhitzt du deine Mahlzeiten in der Mikrowelle, ist darauf zu achten, dass sie gleichmäßig aufgewärmt werden.

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6. Mit dem Kühlen die Frische erhalten

Wie bereits erwähnt, ist das Kühlen der Lebensmittel für deren Haltbarkeit essenziell. Idealerweise weist der Kühlschrank dafür eine Temperatur von unter 7 °C auf. Bei der Gefriertruhe erweist sich eine Temperatur zwischen -18 °C und -20 °C als ideal. Der Hauptvermehrungsbereich von Bakterien liegt nämlich zwischen 10 und 60 °C.

  • Achtung Tiefkühlbeeren: Hier wurden von Lebensmittelprüfern auch bei tiefgekühlten Beeren aktive Novoviren nachgewiesen. Diese können nur durch eine Erhitzung der Beeren auf über 60 °C abgetötet werden.
  • Frischer Fisch sollte ausschließlich bei unter 2 °C gelagert werden.
  • Speisen solltest du immer abkühlen lassen, bevor du sie in den Kühlschrank stellst.
  • Auch Eier solltest du im Kühlschrank aufbewahren.

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7. Durch Waschen und Schälen Keime reduzieren

Obst und Gemüse kann im rohen Zustand Keime enthalten. Aus diesem Grund solltest du jene Lebensmittel vor dem Verzehr gründlich waschen. Auch das Schälen reduziert die Anzahl der Krankheitserreger beachtlich.

In diesem Kontext ist jedoch anzumerken, dass pflanzliche Speisen weitaus weniger Keime als Nahrungsmittel tierischen Ursprungs enthalten.

Das heißt jedoch nicht, dass du die Hygienevorschriften außer Acht lassen darfst. Lasse Insekten und Nager nicht an deine Lebensmittel. Am besten bewahrst du sie daher in geschlossenen Gefäßen auf oder deckst sie mit einer Folie ab.

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8. Fazit – Lebensmittelvergiftungen lassen sich mit den richtigen Verhaltensweisen vermeiden

Hältst du dich an die oben beschriebenen Tipps, kannst du Infektionen mit gefährlichen Erregern wie Salmonellen weitgehend entgegenwirken. Achte bereits bei der Anschaffung der Lebensmittel auf die Einhaltung von Hygienestandards. Wasche Gerätschaften nach dem Bearbeiten der Zutaten gründlich ab. Bedenke, dass sich durch Braten und Garen viele Keime abtöten lassen. Lasse Mahlzeiten niemals für längere Zeit außerhalb des Kühlschranks stehen. Dies gilt vor allem dann, wenn Kinder im Haus sind.

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9. Weiterlesen

Hygiene Küche

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Viren, Bakterien oder sonstige schadhafte Keime sind unsere ständigen Begleiter. Auch in der Küche machen sie nicht halt. Daher ist eine verstärkte Hygiene wichtig, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Lesen Sie im folgenden Ratgeber, mit welchen einfachen Verhaltensweisen Sie für ausreichend Hygiene in der Küche sorgen.

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