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ImageWiedersprüche in den Zielen einzelner Bereiche gilt es frühzeitig zu erkennen und aufzulösen.

Die Mitarbeiter und deren Führungskraft einer Marketingabteilung werden zwangsläufig andere Ziele erarbeiten als die Mitarbeiter und der Leiter der Produktion. Deswegen müssen die jeweiligen Ziele mit den Vorgesetzten bzw. der Geschäftsleitung abgestimmt werden. Nur so sind Zielkonflikte vermeidbar, denn die Teilziele im Unternehmen stehen in Beziehung zueinander.

Wer seiner Führungsrolle gerecht werden will, muss genug Vernunft besitzen, um die Aufgaben den richtigen Leuten zu übertragen und genug Selbstdisziplin, um ihnen nicht ins Handwerk zu pfuschen.
Theodore Roosevelt

Beispiel
In einem Unternehmen war das Jahresziel: "Der Umsatz im Bereich Endverbraucherlösungen ist um 30 % gestiegen, ohne die Vertriebsausgaben zu erhöhen und bei maximal 10 % höheren Kosten der Gesamtproduktion …"

Der Produktionsleiter stellte darauf sein Teilziel vor, das die Senkung möglicher Zusatzmodule für Endverbraucherlösungen um 20 % vorsah. Das Teilziel des Vertriebs hingegen sah vor, durch den verstärkten Verkauf von Zusatzmodulen im Bereich der Endverbraucherlösungen den Umsatz zu steigern.

Diese Teilziele stehen im Konflikt zueinander. Wird dieser Konflikt nicht gelöst, treten zwangsläufig Spannungen auf und Demotivation entsteht. Eine mögliche Konfliktlösung wäre, das Unternehmensziel zu verändern. Eine zweite Lösungsmöglichkeit ist die Überarbeitung der Ziele der Produktionsabteilung und/oder der Vertriebsabteilung. Dabei wäre es sinnvoll, wenn die Lösungssuche beider Abteilungen unter Moderation eines Mitarbeiters einer anderen, nicht betroffenen Abteilung gestaltet würde.

Die Unternehmensleitung braucht Transparenz über die einzelnen Teilziele und die Maßnahmen zur Erreichung. Ist diese nicht gegeben und Zielkonflikte werden nicht behoben, gehen wertvolle Energien, Ressourcen und Motivation verloren. Aus diesem Grund müssen regelmäßige Gespräche auf den entsprechenden Ebenen stattfinden, die sicherstellen, dass die Informationsbasis groß genug ist, um Teilziele und Maßnahmen zu koordinieren und aufeinander abzustimmen.

Über den Autor


Michael Behn, Trainer

Michael Behn arbeitet als Unternehmensberater, Trainer und Coach für mittelständische Unternehmen der IT-Branche, für Automobilzulieferer, Produktionsunternehmen und Banken sowie Einrichtungen auf dem Gesundheitssektor.

Schwerpunkte sind konzeptionelle Mitarbeiter- und Unternehmensentwicklung. Häufige Themen sind Vertrieb, Führung, Telefonservice, Teamkommunikation, Zeit- Selbstmanagement. Er hat mehrere Bücher geschrieben, Online-Kurse zu den Themen entwickelt und betreibt ein Onlineportal mit rund 14.000 Mitgliedern.

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