Extreme Gefühlsausbrüche in Form wutschnaubender Chefs werden gerne von einer Ebene zur anderen nach unten weiter gegeben. Das ist hinlänglich bekannt. In einer aktuellen Studie wurde nun darüber hinaus nachgewiesen, dass auch subtilere Verhaltensweisen wie Unhöflichkeit einer solchen Ansteckungsgefahr unterliegen.

Trevor Foulk und sein Team von der Universität Florida fanden heraus, dass persönlich erfahrene und sogar lediglich beobachtete Unhöflichkeit (von anderen gegenüber anderen) zu eigenem unhöflichen Verhalten bei den Versuchspersonen gegenüber Kollegen und Kunden führte. Es reichte aus, wenn die Versuchsperson eine überzogene Zurechtweisung wegen Zuspätkommens von einem Vorgesetzten gegenüber einem Mitarbeiter mitbekam, dass diese selbst im Laufe des Tages signifikant unhöflicher gegenüber den Mitmenschen auftrat.

Als die Forscher parallel die Aktivität der Neuronen im Hirn ermittelten, erfuhren sie eine Begründung für das übernommene rüpelhafte Verhalten. Sie fanden Gehirnbereiche aktiviert, die erfahrungsgemäß Verhaltenskonzepte für unsoziales Betragen beinhalten.

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