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1898 beschloss die Berliner Nationalgalerie, die vom deutschen Bildhauer Louis Tuaillon geschaffene "Amazone zu Pferd" anzukaufen. Die imposante Bronzeplastik zeigt eine junge Amazone mit einer Streitaxt reitend auf einem Pferd. Doch damit die Plastik aufgestellt werden durfte, musste Kaiser Wilhelm II. noch seine Einwilligung geben.

Er war zwar einverstanden, das Meisterwerk aufzustellen, bemängelte aber den ungewöhnlich hohen Preis, den Tuaillon forderte. Der Direktor der Nationalgalerie erklärte dem Kaiser, dass sich der Künstler, um zu einer vollendeten Darstellung zu gelangen, ein Jahr lang ein teures Reitpferd habe halten müssen. 

Der Kaiser lachte und meinte dann: "Unser Glück, dass er sich nicht auch noch 'ne Amazone halten musste."

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