• truemmer haus ji 564

    Das hohle Fenster in der vereinsamten Mauer gähnte blaurot voll früher Abendsonne. Staubgewölke flimmerte zwischen den steilgereckten Schornsteinresten. Die Schuttwüste döste.

    Er hatte die Augen zu. Mit einmal wurde es noch dunkler. Er merkte, dass jemand gekommen war und nun vor ihm stand, dunkel, leise. Jetzt haben sie mich! dachte er. Aber als er ein bisschen blinzelte, sah er nur zwei etwas ärmlich behoste Beine. Die standen ziemlich krumm vor ihm, dass er zwischen ihnen hindurchsehen konnte. Er riskierte ein kleines Geblinzel an den Hosenbeinen hoch und erkannte einen älteren Mann. Der hatte ein Messer und einen Korb in der Hand. Und etwas Erde an den Fingerspitzen.

  • loewenzahn himmel blume 5 564

    Oh Herr,
    mache mich zu einem Werkzeug
    Deines Friedens.
    Dass ich Liebe übe,
    da wo man mich hasst;
    dass ich verzeihe,
    da wo man mich beleidigt;
    dass ich verbinde,
    da wo Streit ist;
    dass ich die Wahrheit sage,
    da wo Irrtum herrscht;
    dass ich den Glauben bringe,
    wo Zweifel ist;
    dass ich Hoffnung wecke,
    wo Verzweiflung quält;
    dass ich Dein Licht anzünde,
    wo die Finsternis regiert;
    dass ich Freude bringe,
    wo der Kummer wohnt.

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