Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

bouquet karte rosen

Glückwunschkarte - was schreiben? So verfassen Sie gelungene Glückwünsche

Karten zu Jubiläen oder besonderen Festtagen gehören zum guten Ton. Dabei kann die Papeterie sowohl alleine oder als Teil eines Geschenks überreicht werden. Wer mit den richtigen Worten mitten ins Schwarze trifft, der rührt die Menschen und verschafft sich Eintritt in deren Herzen. Das ist sowohl privat als auch im Berufsleben vorteilhaft.

Wir geben bewährte Empfehlungen für eine gelunge Formulierung der Glückwunschkarte.

Punkt bp 1

Was zeichnet gute Glückwunschkarten aus?

Grundsätzlich gilt, je persönlicher wir Karten gestalten, desto besser kommen sie beim Empfänger an. Zur Individualisierung gibt es verschiedene Optionen. Sowohl der Text als auch das Design können auf Anlass, Geschmack und Eigenheiten des Jubilars abgestimmt werden. Ob wir eine Standardkarte aus dem Supermarkt verwenden, eine professionelle Online-Druckerei wie meine-kartenmanufaktur beauftragen oder ein eigenes Modell basteln, bleibt uns und unserem Geschick überlassen. Bei allen drei Optionen existiert Raum zur Einflussnahme.

Das Design kann bei allen Varianten eigenständig verändert werden. Meistens ist es allerdings nicht allein das Aussehen der Karten, das den Empfänger rührt oder aufheitert, sondern der Inhalt.

Punkt 2

So entsteht der perfekte Text für die Karten

Bevor wir mit der Beschriftung unserer Karte beginnen, sammeln wir Ideen. Dafür eignen sich unter anderem die Methoden des Brainstormings oder Brainwritings. Wir überlegen, welche Assoziationen es zu dem Anlass gibt. Passen bestimmte Anekdoten aus der gemeinsamen Vergangenheit zur Thematik? Gibt es einen lustigen Dauerbrenner, der genau den Anlass aufnimmt?

Wer Inspiration benötigt, der öffnet am besten die Schatzkiste Internet. Auf unzähligen Seiten werden Tipps zum Aufbau und Inhalt von Glückwunschkarten gegeben. Manchmal beginnt beim Lesen von Vorlagen und Beispielen die eigene Fantasie zu fließen.

Inspirationsquelle blueprints

Wir haben zahlreiche Zitate großer Denker auf unseren Seiten gesammelt. Hier finden Sie eine Auswahl der besten Wortkünstler:

Beethoven über Blicke in die Natur

Dieses Bild teilen →  Per WhatsApp teilen   Mit Facebook teilen   Auf Twitter teilen

Blicke in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt über das Müssende.

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827), deutscher Komponist und Pianist 


 Bonhoefer ueber die Erinnerung

Dieses Bild teilen →  Per WhatsApp teilen   Mit Facebook teilen   Auf Twitter teilen

Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.

Dietrich Bonhoeffer,  lutherischer Theologe, * 1906,  † 1945   


duemmer als die anderen

Dieses Bild teilen →  Per WhatsApp teilen   Mit Facebook teilen   Auf Twitter teilen
  

Halte dich immer für dümmer als die anderen - sei es aber nicht.

Jean Cocteau 


Arm sein und nicht murren ist schwer, Reich sein und nicht hochmütig werden, ist im Vergleich damit leicht.

Konfuzius, chinesischer Philosoph, 551 - 479 v. Chr.


"Man kann den Menschen nicht auf Dauer helfen, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können und sollten."

Abraham Lincoln, der 16. US-amerikanische Präsident, * 1809, † 1865


Fortuna lächelt, doch sie mag nur ungern voll beglücken, schenkt sie uns einen Sommertag, schenkt sie uns auch Mücken.

Wilhelm Busch, deutscher Dichter, Zeichner und Maler, * 1832, † 1908


Wer ist glücklich? Wer Gesundheit, Zufriedenheit und Bildung in sich vereinigt.

Thales von Milet, Naturphilosoph, * um 624 v. Chr., † um 546 v. Chr.


Verzage nicht, auch bei allzu großem Leid, vielleicht ist das Unglück die Quelle eines Glücks.

Menander, griechischer Komödiendichter, * 342 v. Chr., † 291 v. Chr.


Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.

Pablo Picasso


Der Humor nimmt die Welt hin, wie sie ist, sucht sie nicht zu verbessern und zu belehren, sondern mit Weisheit zu ertragen.

Charles Dickens, englischer Schriftsteller, * 1812, † 1870


Donner ist gut und eindrucksvoll, aber die ganze Arbeit leistet der Blitz.

Mark Twain (1835 - 1910) amerikanischer Schriftsteller

 


„Seien Sie selbst die Veränderung, die Sie sich wünschen für diese Welt.“

Mahatma Gandhi (1869 - 1948 ), indischer Rechtsanwalt, Publizist


Vertrauen ist eine Oase des Herzens, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.

Khalil Gibran, libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph, Dichter, * 1883, † 1931


Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.

Laotse, legendärer chinesischer Philosoph, der im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben soll


„Der Fanatismus ist die einzige 'Willensstärke', zu der auch die Schwachen und Unsicheren gebracht werden können.“

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph 


Kleist über das eigene Grab

Dieses Bild teilen →  Per WhatsApp teilen   Mit Facebook teilen   Auf Twitter teilen

„Seit ich mein Grab sah, will ich nichts als leben und frage nicht mehr, ob es rühmlich sei!“

Ewald Christian von Kleist (1715 - 1759), deutscher Dichter 


Es hat keinen Sinn, Sorgen in Alkohol ertränken zu wollen, denn Sorgen sind gute Schwimmer.

Robert Musil, österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker, * 1880, † 1942


Mein Bruder bat die Vögel um Verzeihung. Das scheint sinnlos, und doch hatte er recht; denn alles ist wie ein Ozean, alles fließt und grenzt aneinander; rührst du an ein Ende der Welt, so zuckt es am anderen.

Fjodor Michaijlowitsch Dostojewskij, russischer Schriftsteller, * 1821, † 1881


buddha probleme

Dieses Bild teilen →  Per WhatsApp teilen   Mit Facebook teilen   Auf Twitter teilen

Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.

Siddhartha Gautama Buddha (weitere Buddha-Zitate und mehr hier auf blueprints), Begründer des Buddhismus, lebte um 500 v. Chr.


Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.

Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller, * 1871,  † 1914


Wer seinen Wohlstand vermehren möchte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören. Sie sind sogar nützlich für die Blumen. Sammle deinen Reichtum, ohne seine Quellen zu zerstören, dann wird er beständig zunehmen. 

Siddhartha Gautama Buddha (weitere Buddha-Zitate und mehr hier auf blueprints), Begründer des Buddhismus, lebte um 500 v. Chr.


Dalai Lama über Größe

Dieses Bild teilen →  Per WhatsApp teilen   Mit Facebook teilen   Auf Twitter teilen

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“

Dalai Lama 


Gehen ist des Menschen beste Medizin.

Hippokrates von Kos, griechischer Arzt, "Vater der Heilkunde", 460 bis um 370 v. Chr. 


Auch der Anblick des Schlechten kann eine Schulung für das Gute sein!

Niccolò Tommaseo, italienischer Schriftsteller, * 1802, † 1874


Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.

Karl Marx, deutscher Philosoph, * 1818, † 1883


Die Seele der Menschen wird von drei erhabenen Liebesempfindungen beherrscht: von der Liebe zu dem, was lieblich ist an den Geschöpfen, von dem, was lieblich ist an den Dingen und von dem, was lieblich ist am guten Ruf.

John Ruskin, britischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker,
Sozialphilosoph, * 1819, † 1900


Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.

Jean-Jacques Rousseau, französischsprachiger Genfer Schriftsteller, * 1712, † 1778 


Wähle den Weg über die Bäche und stürze dich nicht gleich ins Meer! Man muss durch das Leichtere zum Schwierigen gelangen.

Thomas von Aquin, Dominikaner, Philosoph und Theologe, * um 1225, † 1274 


Wie du am Ende deines Lebens wünschest gelebt zu haben, so kannst du jetzt schon leben.

Mark Aurel, römischer Kaiser und Philosoph, * 121, † 180


Wir sehen in den anderen Menschen nicht Mitmenschen, sondern Nebenmenschen - das ist der Fehler.

Albert Schweitzer, deutsch-französischer Arzt, * 1875 † 1965


Zunächst dient ein Schmierzettel oder die Notiz-App auf dem Smartphone dazu, die wild aufflammenden Gedankenblitze festzuhalten. Sortiert wird später. Nachdem alle Ideen gesammelt und in Gruppen zusammengefasst wurden, geht es an die Erstellung des Textes.

Struktur für gute Übersichtlichkeit

Es gibt keine Vorschriften bei der Beschriftung von Karten. Diese Freiheit ist schön. Sie kann sogar verführerisch sein. Der Text darf entweder konservativ aufgetragen werden, alternativ sind aber auch Schlangenlinien, Herzformen und sonstige interessante Spielereien erlaubt.

Aber: Wer einen extrem ungewöhnlichen Stil entwirft, läuft Gefahr, dass der Empfänger sich auf der Glückwunschkarte nicht zurechtfindet.

Wird etwas völlig Neues kreiert, dann ist ein Probeversuch sinnvoll. Ein Blatt Papier, in der Größe der Karte, dient als Übungsmuster. Nach dem Testlauf prüfen wir das Ergebnis hinsichtlich Lesbarkeit und Übersichtlichkeit. Bei Unsicherheit hilft es, Freunde und Angehörige um ihre Meinung zu bitten.  Außenstehende beurteilen das Resultat objektiver und eher aus Blickwinkel des Empfängers.

Pflichtteile

Es gibt Bestandteile, die in jeder Glückwunschkarte vorkommen sollten. Diese sind:

  • Anrede des Jubilars
  • Glückwunsch
  • Persönliche Worte
  • Verabschiedung

Bei der Anordnung ist der Verfasser allerdings relativ frei. Normalerweise sollte die Verabschiedung am Ende des Textes kommen, die Anrede im ersten Teil. Aber selbst diese Vorgehensweise ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn der Schreiber beispielsweise besonderen Witz beweisen möchte und alles spiegelverkehrt formuliert, ist das auch in Ordnung. Wichtig ist nur, dass der Jubilar die Karte lesen und den Sinn verstehen kann. Dafür versuchen wir uns immer in die Position des Empfängers zu versetzen und die Glückwünsche aus seiner Perspektive zu beurteilen.

Punkt 3

Geschäftliche und private Anlässe

Es gibt Unterschiede zwischen Jubiläen im Privat- und Berufsleben. Meistens ist der Umgang mit Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen wesentlich förmlicher als mit Freunden und Familie. Diese Differenzen schlagen sich selbst in der Gestaltung von Glückwunschkarten nieder. Privat darf der Text humoriger und auch persönlicher sein.

Aber selbst im Business punkten wir mit individuellen Karten. Dafür lassen wir ebenfalls die gemeinsame Vergangenheit mit dem Empfänger Revue passieren. Vielleicht gibt es eine Erinnerung, die sich textlich schön verarbeiten lässt? Gemeinsame Erfolge oder gut verdaute Fettnäpfchen können wir hervorragend verwenden. Je nach Firmenumfeld und Beziehung zum Feiernden ist eine Spur von Spaß ebenfalls akzeptiert. Sprüche, die missverständlich aufgefasst werden könnten oder unter die Gürtellinie gehen, haben im Geschäftsleben auf jeden Fall nichts verloren. Soll einem eher standardisierten Schreiben mehr Tiefgang verliehen werden, dann eignen sich dafür stimmige Gedichte oder Zitate.

Zitate zum Firmenjubiläum

Während Sprüche zu Weihnachten und Geburtstagen leicht im World Wide Web aufzustöbern sind, fallen Gedichte zum Firmenjubiläum eher rar aus. Abhilfe schafft unter anderem ein selbst verfasster Reim. Alternativ bieten wir hier einige Vorschläge für kurze Verse:

  • “Es gibt wohl kein schmerzlich schöneres Wort als Jubiläum. Es trägt die Arbeit vieler, vieler Jahre auf den Armen und über seinen Augen hängt es wie Wehmut.” Walter Serner
  • “Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.” Henry Ford
  • “Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.” Konfuzius
  • “Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt.” Dante Alighieri
  • “Ein Geschäft zu eröffnen ist leicht. Schwer ist, es geöffnet zu halten.” Chinesisches Sprichwort

Punkt 4

Schriftart für perfekte Lesbarkeit

Unabhängig davon, ob der Text auf die Karte gedruckt oder per Hand geschrieben ist, die Wörter müssen lesbar sein. Wer individualisierte Glückwunsch-Papeterie aus dem Internet bestellt, der hat eine gigantische Auswahl an Fonts. Welche Schriftart genutzt wird, hängt unter anderem vom Anlass und dem Empfänger ab.

Im geschäftlichen Umfeld ist eine seriöse, klassische und zeitlose Schriftform gefragt. Privat darf es ruhig verspielter und verschnörkelter sein. Allerdings ist die Lesbarkeit ein entscheidendes Kriterium. Sogenannte Skriptschriften sind der Handschrift nachempfunden. Sie wirken sehr edel, können aber bei zu vielen Kringeln und Verzierungen schwer zu entziffern sein. Wer dennoch nicht auf geschwungene Letter verzichten möchte, kann sie beispielsweise für ein Zitat oder die Anrede nutzen. Im Fließtext sind geradlinigere Fonts zu bevorzugen.

Am besten eignen sich für die Schrift dunkle Farben wie Schwarz, Dunkelgrau oder Dunkelblau. Der Hintergrund darf gerne in Weiß oder in einem anderen, hellen Ton gehalten sein. Die Schriftgröße spielt bei der Lesbarkeit ebenfalls eine entscheidende Rolle. Das Format der Buchstaben sollte derart gestaltet sein, dass es weder überdimensioniert noch zu klein wirkt. Gerade bei älteren Empfängern wird eine größere Schrift bevorzugt. Zeilen- und Wortabstand müssen stimmig sein. Außerdem darf der Text nicht gequetscht wirken. Wer viel zu sagen beziehungsweise schreiben hat, der nutzt idealerweise Einlegeblätter. So wird mit wenig Aufwand viel Raum geschaffen.

In den letzten Jahren hat die Kunst des Handletterings in Deutschland Einzug gehalten. Wer häufig Glückwunschkarten verfasst, der sollte sich mit den entsprechenden Techniken auseinandersetzen. Denn dadurch werden die Worte umso schöner präsentiert. Beim Handlettering geht es darum, manuell unterschiedliche Schriftarten aufs Papier zu bringen. Dafür werden hochwertige Stifte verschiedener Stärken benötigt. Für die Grundausstattung empfehlen Profis:

  • Ein Set mittelgroßer Brushpens
  • Ein kleiner Brushpens
  • Fineliner mit Stärken zwischen 0,05 und 0,8 mm

Bei Brushpens handelt es sich um Fasermaler mit variabler Spitze. Mit ihnen lassen sich ähnliche Effekte wie mit einem Pinsel erzielen.

Je nach Stift- oder Druckart eigenen sich unterschiedliche Papiertypen. Umso weniger Struktur das Untergrundmaterial mitbringt, desto klarer die Linien und besser die Lesbarkeit. Wer beispielsweise edles Büttenpapier verwendet, sollte vorher auf einer Probe den Schreiber testen oder sich bezüglich der Bedruckmöglichkeiten informieren.

Punkt 5

Fertigstellung der Glückwunschkarte

Ist das Probeexemplar gelungen, dann geht es an die Erstellung des Originals. Auf der Karte wird der Text per Hand oder Drucker aufgebracht. Zusätzlich darf natürlich auch noch am Design gearbeitet werden. Nach Abschluss sollte dem Werk die Gelegenheit gegeben werden, für einige Sekunden zu trocknen. Insbesondere bei Stiften auf Tintenbasis ist dies notwendig, um ein Verwischen zu vermeiden.

Bevor die Karte in das Kuvert wandert, ist ein letzter Check gefragt. Am besten prüft man im Vieraugenprinzip, ob sich wirklich keine Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen haben. Ist alles in Ordnung, können die Glückwünsche persönliche überreicht oder per Post versendet werden. Wer sich für den Postversand entschließt, der sollte sicherstellen, dass das Dokument den Empfänger pünktlich zum Anlass erreicht.

Gelungene Glückwunschkarten schreiben
Karten zu Jubiläen oder besonderen Festtagen gehören zum guten Ton. Dabei kann die Papeterie sowohl alleine oder als Teil eines Geschenks überreicht werden. Wer mit den richtigen Worten mitten ins Schwarze trifft, der rührt die Menschen und verschafft sich Eintritt in deren Herzen. Das ist sowohl privat als auch im Berufsleben vorteilhaft.
Was zeichnet gute Glückwunschkarten aus?
Grundsätzlich gilt, je persönlicher wir Karten gestalten, desto besser kommen sie beim Empfänger an. Zur Individualisierung gibt es verschiedene Optionen. Sowohl der Text als auch das Design können auf Anlass, Geschmack und Eigenheiten des Jubilars abgestimmt werden. Ob wir eine Standardkarte aus dem Supermarkt verwenden, eine professionelle Online-Druckerei wie meine-kartenmanufaktur beauftragen oder ein eigenes Modell basteln, bleibt uns und unserem Geschick überlassen. Bei allen drei Optionen existiert Raum zur Einflussnahme.
Das Design kann bei allen Varianten eigenständig verändert werden. Meistens ist es allerdings nicht allein das Aussehen der Karten, das den Empfänger rührt oder aufheitert, sondern der Inhalt.
So entsteht der perfekte Text für die Karten
Bevor wir mit der Beschriftung unserer Karte beginnen, sammeln wir Ideen. Dafür eignen sich unter anderem die Methoden des Brainstormings oder Brainwritings. Wir überlegen, welche Assoziationen es zu dem Anlass gibt. Passen bestimmte Anekdoten aus der gemeinsamen Vergangenheit zur Thematik? Gibt es einen lustigen Dauerbrenner, der genau den Anlass aufnimmt?
Wer Inspiration benötigt, der öffnet am besten die Schatzkiste Internet. Auf unzähligen Seiten werden Tipps zum Aufbau und Inhalt von Glückwunschkarten gegeben. Manchmal beginnt beim Lesen von Vorlagen und Beispielen die eigene Fantasie zu fließen.
Zunächst dient ein Schmierzettel oder die Notiz-App auf dem Smartphone dazu, die wild aufflammenden Gedankenblitze festzuhalten. Sortiert wird später. Nachdem alle Ideen gesammelt und in Gruppen zusammengefasst wurden, geht es an die Erstellung des Textes.
Struktur für gute Übersichtlichkeit
Es gibt keine Vorschriften bei der Beschriftung von Karten. Diese Freiheit ist schön. Sie kann sogar verführerisch sein. Der Text darf entweder konservativ aufgetragen werden, alternativ sind aber auch Schlangenlinien, Herzformen und sonstige interessante Spielereien erlaubt. Wer einen extrem ungewöhnlichen Stil entwirft, läuft Gefahr, dass der Empfänger sich auf der Glückwunschkarte nicht zurechtfindet.
Wird etwas völlig Neues kreiert, dann ist ein Probeversuch sinnvoll. Ein Blatt Papier, in der Größe der Karte, dient als Übungsmuster. Nach dem Testlauf prüfen wir das Ergebnis hinsichtlich Lesbarkeit und Übersichtlichkeit. Bei Unsicherheit hilft es, Freunde und Angehörige um ihre Meinung zu bitten. Außenstehende beurteilen das Resultat objektiver und eher aus Blickwinkel des Empfängers.
Es gibt Bestandteile, die in jeder Glückwunschkarte vorkommen sollten. Diese sind:
• Anrede des Jubilars
• Glückwunsch
• Persönliche Worte
• Verabschiedung
Bei der Anordnung ist der Verfasser allerdings relativ frei. Normalerweise sollte die Verabschiedung am Ende des Textes kommen, die Anrede im ersten Teil. Aber selbst diese Vorgehensweise ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn der Schreiber beispielsweise besonderen Witz beweisen möchte und alles spiegelverkehrt formuliert, ist das auch in Ordnung. Wichtig ist nur, dass der Jubilar die Karte lesen und den Sinn verstehen kann. Dafür versuchen wir uns immer in die Position des Empfängers zu versetzen und die Glückwünsche aus seiner Perspektive zu beurteilen.
Geschäftliche und private Anlässe
Es gibt Unterschiede zwischen Jubiläen im Privat- und Berufsleben. Meistens ist der Umgang mit Geschäftspartnern, Kunden und Kollegen wesentlich förmlicher als mit Freunden und Familie. Diese Differenzen schlagen sich selbst in der Gestaltung von Glückwunschkarten nieder. Privat darf der Text humoriger und auch persönlicher sein.
Aber selbst im Business punkten wir mit individuellen Karten. Dafür lassen wir ebenfalls die gemeinsame Vergangenheit mit dem Empfänger Revue passieren. Vielleicht gibt es eine Erinnerung, die sich textlich schön verarbeiten lässt? Gemeinsame Erfolge oder gut verdaute Fettnäpfchen können wir hervorragend verwenden. Je nach Firmenumfeld und Beziehung zum Feiernden ist eine Spur von Spaß ebenfalls akzeptiert. Sprüche, die missverständlich aufgefasst werden könnten oder unter die Gürtellinie gehen, haben im Geschäftsleben auf jeden Fall nichts verloren. Soll einem eher standardisierten Schreiben mehr Tiefgang verliehen werden, dann eignen sich dafür stimmige Gedichte oder Zitate.
Während Sprüche zu Weihnachten und Geburtstagen leicht im World Wide Web aufzustöbern sind, fallen Gedichte zum Firmenjubiläum eher rar aus. Abhilfe schafft unter anderem ein selbst verfasster Reim. Alternativ bieten wir hier einige Vorschläge für kurze Verse:
• “Es gibt wohl kein schmerzlich schöneres Wort als Jubiläum. Es trägt die Arbeit vieler, vieler Jahre auf den Armen und über seinen Augen hängt es wie Wehmut.” Walter Serner
• “Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.” Henry Ford
• “Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.” Konfuzius
• “Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt. Der andere packt sie kräftig an und handelt.” Dante Alighieri
• “Ein Geschäft zu eröffnen ist leicht. Schwer ist, es geöffnet zu halten.” Chinesisches Sprichwort
Schriftart für perfekte Lesbarkeit
Unabhängig davon, ob der Text auf die Karte gedruckt oder per Hand geschrieben ist, die Wörter müssen lesbar sein. Wer individualisierte Glückwunsch-Papeterie aus dem Internet bestellt, der hat eine gigantische Auswahl an Fonts. Welche Schriftart genutzt wird, hängt unter anderem vom Anlass und dem Empfänger ab.
Im geschäftlichen Umfeld ist eine seriöse, klassische und zeitlose Schriftform gefragt. Privat darf es ruhig verspielter und verschnörkelter sein. Allerdings ist die Lesbarkeit ein entscheidendes Kriterium. Sogenannte Skriptschriften sind der Handschrift nachempfunden. Sie wirken sehr edel, können aber bei zu vielen Kringeln und Verzierungen schwer zu entziffern sein. Wer dennoch nicht auf geschwungene Letter verzichten möchte, kann sie beispielsweise für ein Zitat oder die Anrede nutzen. Im Fließtext sind geradlinigere Fonts zu bevorzugen.
Am besten eignen sich für die Schrift dunkle Farben wie Schwarz, Dunkelgrau oder Dunkelblau. Der Hintergrund darf gerne in Weiß oder in einem anderen, hellen Ton gehalten sein. Die Schriftgröße spielt bei der Lesbarkeit ebenfalls eine entscheidende Rolle. Das Format der Buchstaben sollte derart gestaltet sein, dass es weder überdimensioniert noch zu klein wirkt. Gerade bei älteren Empfängern wird eine größere Schrift bevorzugt. Zeilen- und Wortabstand müssen stimmig sein. Außerdem darf der Text nicht gequetscht wirken. Wer viel zu sagen beziehungsweise schreiben hat, der nutzt idealerweise Einlegeblätter. So wird mit wenig Aufwand viel Raum geschaffen.
In den letzten Jahren hat die Kunst des Handletterings in Deutschland Einzug gehalten. Wer häufig Glückwunschkarten verfasst, der sollte sich mit den entsprechenden Techniken auseinandersetzen. Denn dadurch werden die Worte umso schöner präsentiert. Beim Handlettering geht es darum, manuell unterschiedliche Schriftarten aufs Papier zu bringen. Dafür werden hochwertige Stifte verschiedener Stärken benötigt. Für die Grundausstattung empfehlen Profis:
• Ein Set mittelgroßer Brushpens
• Ein kleiner Brushpens
• Fineliner mit Stärken zwischen 0,05 und 0,8 mm
Bei Brushpens handelt es sich um Fasermaler mit variabler Spitze. Mit ihnen lassen sich ähnliche Effekte wie mit einem Pinsel erzielen.
Je nach Stift- oder Druckart eigenen sich unterschiedliche Papiertypen. Umso weniger Struktur das Untergrundmaterial mitbringt, desto klarer die Linien und besser die Lesbarkeit. Wer beispielsweise edles Büttenpapier verwendet, sollte vorher auf einer Probe den Schreiber testen oder sich bezüglich der Bedruckmöglichkeiten informieren.
Fertigstellung der Glückwunschkarte
Ist das Probeexemplar gelungen, dann geht es an die Erstellung des Originals. Auf der Karte wird der Text per Hand oder Drucker aufgebracht. Zusätzlich darf natürlich auch noch am Design gearbeitet werden. Nach Abschluss sollte dem Werk die Gelegenheit gegeben werden, für einige Sekunden zu trocknen. Insbesondere bei Stiften auf Tintenbasis ist dies notwendig, um ein Verwischen zu vermeiden.
Bevor die Karte in das Kuvert wandert, ist ein letzter Check gefragt. Am besten prüft man im Vieraugenprinzip, ob sich wirklich keine Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen haben. Ist alles in Ordnung, können die Glückwünsche persönliche überreicht oder per Post versendet werden. Wer sich für den Postversand entschließt, der sollte sicherstellen, dass das Dokument den Empfänger pünktlich zum Anlass erreicht.

 

 

Der Beitrag ist eingeordnet unter:

Auch interessant

Das war ein Beitrag aus der

GUTEN-MORGEN-GAZETTE

Lesefreude und spannendes Wissen seit über 20 Jahren

Möchtest du die Gazette jede Woche kostenlos erhalten? 

Wenn du den Newsletter abonnierst, speichern wir deine E-Mail-Adresse und senden ihn dir regelmäßig zu. Beim Öffnen der E-Mail und Anklicken der Links erfolgen statistische Erhebungen. Details dazu findest du im Punkt "Newsletter" unserer Datenschutzerklärung. Mit dem Abonnieren erklärst du dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.

Die Abmeldung ist jederzeit möglich, z. B. mit einem Link unten in jedem Newsletter.

Anregungen durch Sinngeschichten, Fabeln, Artikel ...

Wissen und Wortschatz mit Freude vergrößern

Lesespaß und Humor von Schriftstellern, Philosophen und anderen großen Denkern