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Wir leben im Informationszeitalter. Tagtäglich werden wir mit solchen Sensationen gefüttert:

  • Erdbeben in Kleinasien
  • Massenkarambolage auf der A7
  • Mutter tötet Kind und legt es in die Tiefkühltruhe
  • Jugendliche betrinken sich mehrmals pro Woche
  • Finanzkrise überschwemmt die Welt
  • Korrupter Politiker betrügt ...
  • Buschbrände in Australien
    usw.

Brauchen wir diese "Neuigkeiten"? Sind wir alle so sensationslüstern? Betreffen sie uns überhaupt wirklich? Oder ist es nur das schöne gruselige Gefühl: "Gott sei Dank ist mir das nicht passiert."
 
Und merkwürdig ist auch: Die große Katastrophe, die uns gestern alle noch zutiefst berührt hatte, ist morgen völlig vergessen (zumal uns schon wieder drei neue präsentiert wurden).
 
Positive Meldungen findet man kaum:

  • Alleinerziehende Mutter kümmert sich aufopfernd um ihre drei Kinder
  • Zigtausende Schüler gehen täglich brav zur Schule
  • Tausende Arbeitnehmer kamen heute sicher an ihren Arbeitsplatz
  • Großes friedliches Stadtteilfest unter dem Motto: "Alle Menschen werden Brüder"
  • Erfolgreiches Experiment in der Schule: Behinderte Kinder in den Unterricht integriert
  • Brandschaden: Nachbarn helfen der Familie und die Stadt gibt unbürokratische Soforthilfe
     
    Wer will solche alltäglichen Banalitäten schon wissen?

Die Medien zeigen uns niemals "die Wirklichkeit", sondern immer nur einen winzigen Ausschnitt davon (und der ist noch zensiert durch Redakteure, politische und wirtschaftliche Interessen). Es ist, als würde man die Welt durch ein Schlüsselloch betrachten.
 
Ich will die Welt nicht schön reden, auch nicht den Kopf in den Sand stecken oder mit einer rosa Brille durchs Leben laufen. Aber die Wirklichkeit, die findet in Ihrer Familie, bei  Ihren Freunden, in der Nachbarschaft und auf der Arbeit statt. Und dort finden wir die Probleme, Sorgen, aber auch Bestätigungen und Freuden, die uns wirklich etwas angehen.
 
Ich habe heute keine Zeitung gelesen und keine Nachrichten geguckt. Stattdessen habe ich meiner Frau Blumen gekauft und mit meinem Enkel fröhlich und ausgiebig telefoniert.
 
Probieren Sie es mal! Sie denken, Sie würden dann etwas versäumen, nicht mehr mitreden können? Ich glaube, dass Sie dann viele Dinge wesentlich gelassener nehmen als vorher.
 
Ich wünsche Ihnen einen katastrophenfreien Alltag!
 
Ihr Peter Milz
blueprints Team

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