Durch die automatische Glastür trat Nickel schweren Herzens in die Eingangshalle des städtischen Krankenhauses. Der Geruch des Äthers stieg in seine Nase und verstärkte seine Trauer, um seinen im Sterben liegenden Großvater.

Man hatte Nickel telefonisch mitgeteilt, dass es sich höchstwahrscheinlich nur noch um wenige Tage oder auch nur Stunden handelte.

Die Tür des Zimmers 214 wurde von einem vorsichtigen Klopfen getroffen. Ein leises, weibliches und scheinbar fröhliches "Herein" veranlasste Nickel einzutreten.

Sein Großvater saß aufrecht im Bett und weinte. Der Fernseher lief und eine junge Krankenschwester saß neben dem Bett und trank Kaffee.

"Hallo, mein lieber Nickel!", schluchzte Nickels Großvater und fuhr fort „ich habe gerade Frau Wenzel erzählt, wie froh und dankbar ich bin."

Nickels verwunderter und fragender Gesichtsausdruck veranlasste seinen Großvater weiterzusprechen, "Lieber Nickel – schiebe deine Träume nicht auf. Finde heraus, was dir wichtig ist und tue dann das Wichtige und Richtige, um es zu erreichen. So wirst auch du auf deinem Sterbebett glücklich sein, dass du diesen Weg gegangen bist. Garantien gibt es nicht, aber einen Menschen mehr, der sein Glück in die Hand nimmt und damit auch andere ein wenig glücklicher machen wird.“

Nickel zog seine Jacke aus, nahm sich auch einen Kaffee und setzte sich neben seinen Großvater auf das Bett.

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