Logogriph-Rätsel - erquickend, erdrückend
Mit dem a ist es erquickend,
Mit dem e häufig drückend,
Mit dem ie herzentzückend,
Mit dem o sinnbestrickend.
Carl Theodor Körner (1791 - 1813), deutscher Dichter und Dramatiker
Logogriph werden Buchstaben- oder Worträtsel genannt, bei denen durch Hinzufügen oder Entfernen von Buchstaben bei Worten neue Begriffe mit anderer Bedeutung entstehen.
Beispiel: Fall und Fell
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Laben, Leben, Lieben, Loben
Das Spiel mit den Vokalen
- a "erquickend" zu laben
- e "häufig drückend" zu leben
- ie "herzentzückend" zu lieben
- o "sinnbestrickend" zu loben
Etymologie der Wörter
- laben stammt aus dem Althochdeutschen labôn = "erfrischen, stärken"
- leben geht auf lebēn zurück, verbunden mit dem Wort Leib (ursprünglich also "am Leib sein")
- lieben ist mit dem Wort lieb verwandt und bedeutete ursprünglich "jemandem geneigt sein"
- loben kommt von hlobôn = "preisen, rühmen"
Körner und das Spielen mit Worten
Carl Theodor Körner (1791 - 1813), ein deutscher Dichter und Dramatiker, war für solche subtilen Wortspiele bekannt. Logogriphe waren im 18./19. Jahrhundert beliebt, als Wortspiel-Rätsel in Zeitschriften und literarischen Kreisen verbreitet.
Man erkennt den Dichter, denn "Reim und Klang" ist ihm wichtig. Die Zeilen reimen sich: erquickend und drückend, herzentzückend und sinnbestrickend - was einen poetischen Effekt erzielt.
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Bauer Harms kommt gerade als stolzer Besitzer eines rechteckigen Ackers vom Notar, bei dem die letzten Formalitäten zu erfüllen waren. Auf dem Nachhauseweg trifft er den Bauer Piepenbrink, der ihn gleich neugierig fragt, welche Fläche sein neuer Acker nun genau aufweist.
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Ein Vogel ist es, und an Schnelle
buhlt es mit eines Adlers Flug;
ein Fisch ist's und zerteilt die Welle,
die noch kein größ'res Untier trug.
Ein Elefant ist's, welcher Türme
auf seinem schweren Rücken trägt;
der Spinnen kriechendem Gewürme
gleicht es, wenn es die Füße regt;
und hat es fest sich eingebissen
mit seinem spitz'gen Eisenzahn,
so steht's gleichwie auf festen Füßen
und trotzt dem wütenden Orkan.
Was ist das?
Friedrich von Schiller (1759 - 1805)
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