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vier kardinaltugenden nach platon 564

Die vier Kardinaltugenden nach Platon

Der Begriff "Tugend" zählt seit Platon und vor allem seit Aristoteles zu den zentralen Kategorien der Ethik. Heute wird das Wort Tugend eher konservativ und moralisierend verstanden. Die griechische Philosophie hingegen bezeichnete so das Ideal der (Selbst-)Erziehung hin zu einer für das Gemeinwesen wertvollen Persönlichkeit.

Nach Platon unterscheidet man verschiedene Kardinaltugenden, die später durch Aristoteles und durch die christliche Moraltheologie abgewandelt wurden.

Wie heißen die vier Kardinaltugenden nach Platon?

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Die vier Kardinaltugenden nach Platon

  1. Klugheit: Fähigkeit, um situationsgemäß unter Verwendung der richtigen Mittel zu handeln.
  2. Gerechtigkeit: Achtung vor der Würde des Selbst sowie der anderen.
  3. Tapferkeit: Mittelweg zwischen Tollkühnheit und Feigheit.
  4. Besonnenheit: Umgang mit den eigenen Bedürfnissen als Mittelweg zwischen Ausschweifung und Selbstunterdrückung.

Die Stoiker übernahmen später den Kanon der vier Kardinaltugenden. In der hellenistischen und römischen Welt zogen die Gedanken der Stoiker in verschiedene Handbücher ein und auch im Judentum wurden diese Tugenden aufgenommen.

Je nach Autor, philosophischer Schule und Zeitalter, waren die Tugenden unterschiedlich.

Erstmals wurden sie vom griechischen Dichter Aischylos beschrieben. Aischylos charakterisiert den Seher Amphiaraos in seinem 467 v. Chr. entstandenen Stück Sieben gegen Theben (Vers 610) als tugendhaften Menschen, indem er ihn als

  • verständig (sóphron),
  • gerecht (díkaios),
  • fromm (eusebés) und
  • tapfer (agathós) bezeichnet. 

Im Zeitalter der Moderne definiert der Philosoph Josef Pieper die folgenden Kardinaltugenden aus, wobei für ihn die Klugheit den ersten Rang einnimmt.

  • Klugheit,
  • Gerechtigkeit,
  • Tapferkeit,
  • Mäßigung. 

Zum Begriff „Tugend“

Herkunft

Tugend ist abgeleitet vom Wort „taugen“ und stand ursprünglich für die Tauglichkeit eines Menschen. Das Wort „tugent“ hatte im Mittelhochdeutschen die Bedeutung von Kraft, Eigenschaft, Fertigkeit oder Vorzüglichkeit.

Heutige Bedeutung

Heute hat das Wort „Tugend“ zweierlei Bedeutung:

  • ein vorbildliches Verhalten
  • eine herausragende Eigenschaft oder Fähigkeit (in weiterem Sinn: jede Fähigkeit oder Eigenschaft eines Menschen, die als nützlich erachtet wird; in der Ethik bezieht sich Tugend auf eine erstrebenswerte Charaktereigenschaft)

Tugendkataloge

Neben den in der Lösung erläuterten Kardinaltugenden gibt es beispielsweise noch

  • Christliche Tugenden
    Diese basieren auf den zehn Geboten.
  • Rittertugenden
    Dazu gehörten Beständigkeit/Integrität, Ritterlichkeit gegenüber Frauen, Gelassenheit, Mäßigung und Treue.
  • Wissenschaftliche Tugenden
    Hier nennt Karl Jaspers Sachlichkeit, besonnenes Abwägen, „Hingabe“ an den Gegenstand der Untersuchung, Aufsuchen der entgegengesetzen Möglichkeiten, Selbstkritik und eine Vorsicht im endgültigen Behaupten, das Prüfen von den Grenzen des Gültigkeitsbereichs, das Hören auf Gründe und die Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten.
  • Tugenden im Buddhismus
    Hier sind die fünf Silas zu nennen:
    Kein Wesen töten
    Nicht stehlen
    Nicht lügen
    Kein sexuelles Fehlverhalten
    Keine bewusstseinsverändernden Drogen einnehmen

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Geschrieben von

Michael Behn
Michael Behn

Michael arbeitet als Trainer und Coach im Bereich Kommunikationstraining und Selbstmanagement. Er arbeitet bundesweit für kleine und mittelständische Unternehmen. Schwerpunkt sind Führungstrainings, Verkaufstrainings und das Thema Zeit- und Selbstmanagement. Er ist Gründer von blueprints, was seit dem Jahr 2000 eine Leidenschaft von ihm ist.

https://www.blueprints.de

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