Wie oft noch?

Als wäre es das letzte Mal ...

Kurzübung mit erstaunlicher Wirkung: Wenn du diese Woche etwas „außer der Reihe“ vollziehst, wie z. B.

  • ein Fahrrad (Auto) kaufen,
  • ihren Geburtstag feiern,
  • angrillen,
  • eine Bootsfahrt unternehmen,
  • einen Urlaub antreten,
  • ....

überlege dir jeweils, wie oft du diese Handlung in deinem Leben vermutlich noch tun wirst. Ich habe mir zum Beispiel in der letzten Woche ein Fahrrad gekauft. Wenn ich dies wieder wie gewohnt 10 Jahre fahre, werde ich mir wohl nur noch zwei- oder dreimal in meinem Leben ein neues Fahrrad zulegen.

Bei mir führten diese Überlegungen dazu, mir Zeit mit dem Kauf zu lassen und mich tiefgehender über Schaltungsarten und Gewichtskonsequenzen zu informieren. Am Ende erhielt das qualitativ hochwertigere Modell meinen Zuschlag.

Ganz allgemein bewirken derartige Betrachtungen, uns die Einmaligkeit unserer Handlungen vor Augen zu führen. Wir erleben die jeweilige Erfahrung eventuell intensiver, auf jeden Fall aber bewusster.

Die Übung stammt aus dem Buch ...

(entnommen aus: "Als wär’s das letzte Mal" von H.C. Meiser)

Was hälst du von diesem gedanklichen Perspektivenwechsel?

 

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Artikel über Wertschätzen und Älterwerden auf blueprints.de

Alte Fotos und die eigene Vergänglichkeit

- Anregung für die kommende Woche -

was denkst du 564

Holen Sie diese Woche doch einmal alte Fotos hervor. Entdecken Sie darauf Menschen, die bereits gestorben sind? Wie war ihr Verhältnis?

Nun stellen Sie sich vor, dass andere Menschen in der Zukunft Sie auf Fotos entdecken, wenn Sie nicht mehr hier auf Erden wandeln. Spüren Sie in sich hinein und fragen Sie sich: Wie sollen Ihre einstigen Weggefährten auf diese Foto-Begegnung mit Ihnen reagieren?

(entnommen aus: "Als wär’s das letzte Mal" von H.C. Meiser)

Letzter Versuch (von Ada Christen)

Letzter Versuch

Ich habe mich zu erhängen gesucht:
Der Strick ist abgerissen.
Ich bin in's Wasser gesprungen:
Sie erwischten mich bei den Füßen.

Ich habe die Adern geöffnet mir:
Man hat mich noch gerettet.
Ich sprang auch einmal zum Fenster hinaus:
Weich hat der Sand mich gebettet.

Den Teufel! ich habe nun alles versucht,
Woran man sonst kann verderben -
Nun werd' ich wieder zu leben versuchen:
Vielleicht kann ich dann sterben.

Ada Christen, österreichische Schriftstellerin, * 1839, † 1901

 

Das letzte Geschenk

Das letzte Geschenk

Großmutter fiel aus dem Rahmen. Gäste empfing sie liegend - auf ihrem Diwan. Stets glomm dabei eine schwarze Zigarettenspitze zwischen Zeige- und Mittelfinger. Ganz Greta Garbo.

Keine Familienfeier, auf der Omi meiner Mutter nicht durch einen anzüglichen Witz die Schamesröte ins Gesicht getrieben hätte. Sogar Vater stand mitunter der Mund offen.

Ich liebte meine Großmutter. Über alles!

Memento mori – Bedeutung

Memento mori

Memento mori – der Mahnruf an alle – Bedeutung

"Memento mori" war ein lateinischer Mahnruf. Er bedeutet so viel wie "Bedenke, dass du sterblich bist!".

Die Herkunft lässt sich wie folgt erklären. Im antiken Rom gab es das Ritual, dass hinter dem siegreichen Feldherrn beim Triumphzug ein Sklave stand oder ging. Er hielt einen Lorbeerkranz über den Kopf des Siegreichen und mahnte ununterbrochen mit den folgenden Worten:

"Memento mori." (Bedenke, dass du sterben wirst.)
"Memento te hominem esse." (Bedenke, dass du ein Mensch bist.)
"Respice post te, hominem te esse memento." (Sieh dich um und bedenke, dass auch du nur ein Mensch bist.)

Jim: "Memento mori, sage ich nur."
John: "Ja, es wäre schön, wenn hinter manchem Politiker jemand stünde und die alten Verse ständig aufsagen würde."

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Die Rubrik "Älter werden"

Das Brot - Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert

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Das Brot - Kurzgeschichte von Wolfgang Borchert

Plötzlich wachte sie auf. Es war halb drei. Sie überlegte, warum sie aufgewacht war. Ach so! In der Küche hatte jemand gegen einen Stuhl gestoßen. Sie horchte nach der Küche. Es war still. Es war zu still, und als sie mit der Hand über das Bett neben sich fuhr, fand sie es leer. Das war es, was es so besonders still gemacht hatte; sein Atem fehlte.

Miss Rose und die Studenten, die nicht wussten, was sie werden wollten

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Miss Rose lebte einst bei einem alten Professor, der kurz vor seiner Rente stand. Er gab seit einigen Jahren unentgeltlich ein Seminar für Studenten, die nicht wissen, wohin die Reise in ihrem Leben gehen soll. Er wollte den jungen Menschen bei der Orientierung auf ihrem Weg helfen. Die Zusammenkunft fand immer die ersten vier Samstage im Semester statt, Beginn 14 Uhr, in der Stube des Professors.

Der private Kurs wurde als Geheimtipp an auserwählte Freunde auf dem Campus weiter empfohlen. Die Plätze waren streng rationiert, mehr als 20 Sterbliche passten einfach nicht in die Stube des Professors.

Heute war es wieder soweit, die erste Stunde des Seminars stand an. Die jungen Frauen und Männer waren vollzählig im Wohnzimmer eingetroffen und tuschelten aufgeregt miteinander. Keiner von ihnen wusste, welche Inhalte dieser Workshop haben würde und wie der "Meister", wie die Studenten den Professor liebevoll nannten, ihnen bei ihren Fragen helfen könnte. Miss Rose lag neugierig oben auf dem Regal hinter dem Kamin. Sie fragte sich, warum diese Zusammenkunft so beliebt war.

Zeit oder Geld

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Katze Miss Rose lebte einst bei einem Psychiater mit Namen Eric in Düsseldorf. Sie durfte dort während der Patientensitzungen in einem Körbchen unter der Heizung liegen.

Eines Tages behandelte Eric einen Bankdirektor, der viele Tränen in seiner ersten Sitzung vergoss. In der zitternden Hand hielt er ein verblichenes Bild, auf dem er mit seinem Vater Hand in Hand in den Sonnenuntergang ging.

Seine Geschichte lautete wie folgt: ...

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Noch eine kurze Übung für Körper, Geist und Seele gefällig?

Maß halten

Das richtige Maß (von Epiktet)

Kurzübung zu "Maß halten"

Hier eine kurze Übung, die wir empfehlen für eine Woche durchzuführen.

Kurzübung für die kommende Woche

Reflektiere in der kommenden Woche, wo du oder andere das Maß verloren haben. Gibt es etwas, wo du wieder dein richtiges Maß finden solltest, um entspannter und glücklicher zu leben? 

Zeit ohne Handy

Gerätefreie Zeit

Zeit ohne Handy - die Kurzübung zur "gerätefreien Zeit"

Versuche einmal eine Kurzübung, die es für viele in sich hat. Am Anfang wird es vielen nicht leicht fallen aber nach und nach werden einige die besondere Zeit nicht mehr missen wollen. 

Kurzübung für die kommende Woche

Bestimme an einem Tag deiner Wahl – am leichtesten fällt es am Sonntag – einige Stunden eine Auszeit, bei der die ganze Familie keine technischen Unterhaltungsgeräte wie Computer, Smartphone oder Fernseher nutzt. Schaue, was sich in dieser Zeit an Neuem entwickelt. 

➔ Zur Kategorie "Kurze Übungen für Körper, Geist und Seele"

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