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Wer sich selbst besser kennen will (Selbst-er-kenntnis), der sollte auch seine Stärken und Schwächen genau kennen.

Diese sind uns aber nicht immer bewusst. Einerseits, weil wir die Informationen über unsere Schwächen nicht wahrhaben wollen oder sie verdrängen, andererseits, weil wir kaum oder nicht über unsere Stärken und Schwächen informiert werden.

Wir laden Sie ein, sich mit Ihren eigenen Stärken und Schwächen zu beschäftigen, um die Selbsterkenntnis zu verbessern und selbstbewusster zu werden.

Schritt 1: Bitte beantworten Sie folgende Fragen und notieren Ihre Antworten:

  • Was kann ich gut?
  • Was sagen andere über meine Stärken?
  • Was kann ich weniger gut?
  • Wie würde eine mir wichtige Person meine Schwächen beschreiben?

Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Stärken und Schwächen zu beschreiben. Hier ein paar Adjektive, die Ihnen als "Starthilfe" dienen sollen. Was davon eine Stärke oder Schwäche ist, hängt vom jeweilig erwarteten Rollenverhalten ab bzw. auch von den Zielen, die Sie anstreben.

"Redegewandt, kommunikativ, kreativ, geduldig, freundlich, kann mich verständlich ausdrücken, kann andere motivieren, extrovertiert, arbeite strukturiert, zielstrebig, geizig, bin manchmal neidisch, pedantisch, gefühlvoll, einfühlsam, emotional, aggressiv, bin in Gruppen selbstsicher, abwägend, zurückhaltend, verfolge Vorhaben diszipliniert …"

Schritt 2: Lassen Sie das Ergebnis auf sich wirken

Befragen Sie einen Menschen aus Ihrem privaten Umfeld. Fragen Sie nach Ihren Stärken und Schwächen. Wie sieht Sie jemand, den Sie gut kennen?

Hören Sie nur zu und rechtfertigen Sie sich nicht. Es ist eine Sicht auf Sie. Diese Sicht ist weder falsch noch wahr. Es ist nur eine weitere Sicht auf Ihre Stärken und Schwächen. Vergessen Sie nicht sich zu bedanken, auch wenn aus Ihrer Sicht unerfreuliche Aspekte aufgetaucht sind.

Notieren Sie bitte genau, was Sie hören und nicht was Sie hören wollen. Ergänzen Sie Ihre Notizen zum Thema "Selbst-bewusst-sein". Gleichen Sie bewusst die Ergebnisse ab.

Wir stellen immer erneut fest, dass Menschen schon nach einem Tag diese Gespräche extrem einseitig wiedergaben. Wir neigen dazu, nur das wahrzunehmen, was in unser Welt- oder Eigenbild passt. Dabei sind es die uns unpassenden Töne, auf die wir hier achten sollten. Damit wir diese nicht durch den Filter der eigenen Sicht abblocken, sind sofortige, genaue Notizen unabdingbar.

Schritt 3: So gerüstet und nach etwas Übung im privaten Kreis, können Sie jemanden aus Ihrem erweiterten, zum Beispiel beruflichen Umfeld befragen

Es kann ein Kollege, eine Kollegin, Ihre Chefin oder Ihr Chef sein. Ergänzen Sie oben Ihre Erkenntnisse.

Schritt 4: Akzeptieren Sie Ihre Schwächen und nutzen Sie Ihre Stärken

Wer seine Schwächen "bekämpft" oder mit viel Aufwand versucht diese "wegzutrainieren", wird nicht stärker, sondern nur weniger schwach. Konzentrieren Sie sich vielmehr auf Ihre Stärken. Wo können Sie diese noch besser und aktiver einsetzen? Denken Sie an Ihr privates und berufliches Umfeld und sammeln Sie Ideen. Sie sind "eloquent", dann versuchen Sie Ihre Redegewandtheit entsprechend Ihrer Ziele und Ihrer Rollen (Freund, Mitarbeiter, Vorgesetzter etc.) noch aktiver einzusetzen.

Unser Rat: Setzen Sie Ihre Stärken stärker ein!

Akzeptieren Sie Ihre Schwächen und setzen Sie Ihre Stärken intensiver ein. Wer seine Schwächen "bekämpft" oder mit viel Aufwand versucht diese "wegzutrainieren", wird nicht stärker, sondern nur weniger schwach. Konzentrieren Sie sich vielmehr auf Ihre Stärken. Wo können Sie diese noch besser und aktiver einsetzen?

Jedenfalls kennen Sie sich nach dieser Übung ein wenig besser und haben etwas für die Entwicklung Ihrer Persönlichkeit getan.

Welche Erfahrungen haben Sie bei dieser Übung gemacht. Diskutieren Sie mit Teilnehmer und dem blueprints Team Ihre Erfahrungen und Ideen.

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