• Halkyonische Tage

    Als "Halkyonische Tage" bezeichnen wir glückliche Tage voll Frieden und Ruhe.

    Es geht zurück auf eine griechische Sage, in der sich die Frau eines Seefahrers namens Halkyone ins Meer stürzt, nachdem sie erfährt, dass ihr Mann auf einer Seefahrt umgekommen ist.

    Gerührt von diesem Liebesbeweis verwandelten die Götter das Paar in Eisvögel, die ihre Brutzeit zur windstillen Zeit der Wintersonnenwende haben.

  • Zankapfel

    In der griechischen Mythologie ist Eris die Göttin des Streits und der Zwietracht.

    Auf einer Hochzeit wirft sie einen Apfel mit der Aufschrift "der Schönsten" unter die Hochzeitsgäste und entfacht so einen Streit unter den anwesenden Göttinnen. Der trojanische Königssohn Paris sollte die Entscheidung treffen. Er erklärte die Liebesgöttin Aphrodite vor Athene und Hera für die schönste Göttin (das Parisurteil), was zum Trojanischen Krieg führte.

    "Zankapfel" sagen wir heute zum Anlass eines Streites bzw. zum Gegenstand einer Auseinandersetzung.

    (Auch Apfel der Eris, Erisapfel, Apfel der Zwietracht)

  • Ariadnefaden

    (griech. Sage, Ovid) Der athenische Held Theseus erschlug den Minotaurus, ein Ungeheuer mit menschlichem Körper und Stierkopf, im Labyrinth zu Knossos. Mit Hilfe eines Fadens, den er von einem Knäuel abgewickelt hatte, fand er anschließend wieder in die Freiheit.

    Das Knäuel hatte Theseus von der schönen Ariadne bekommen. Auf diesen "Ariadnefaden" geht übrigens unser Wort "Leitfaden" zurück.

  • Sisyphusarbeit

    Das geflügelte Wort Sisyphusarbeit geht zurück auf die Hadesstrafe des Sisyphus, von der Homer in der Odyssee berichtet.

    Sisyphus, des Äolus Sohn, war der König von Korinth. Er war verschlagen und schlecht und galt bei Homer für den gewinnsüchtigsten aller Menschen. Zur Strafe für seine Schlechtigkeit musste dieser mit Kopf und Händen ein Felsstück einen hohen Berg hinaufwälzen, von dem es aber immer wieder in die Tiefe rollte, sodass er wieder von vorn beginnen musste.

    Eine Sisyphusarbeit nennen wir heute eine besonders schwere und qualvolle Arbeit, die zur Erfolglosigkeit verdammt scheint und deshalb niemals zu einem Abschluss gebracht werden kann. Es heißt auch "Den Stein des Sisyphus wälzen", wenn etwas übermenschliche Anstrengungen macht oder sich jemand vergeblich abmüht.

    Jim: "Dich sehe ich nur noch bei deinem Auto reparieren."
    John: "Ja, da sagst du was. Es kommt mir langsam vor wie eine Sisyphusarbeit."

  • Adonis Bedeutung

    Adonis und Aphrodite / Venus

    Adonis und Aphrodite / Venus

    Adonis: Bedeutung, Herkunft und Geschichte

    Als "Adonis" bezeichnen wir heute einen schönen jungen Mann. In den Gedichten des griechischen Dichters Theokrit (um 305 - 250 v. Chr.) wird er als Liebling der Göttin Aphrodite bzw. Venus geschildert.

  • bezirzen

    "Kirke" bzw. "Circe" war eine Zauberin der griechischen Mythologie und die Tochter vom Sonnengott Helios. In Homers Odyssee verwandelte sie die Begleiter von Odysseus durch ihren Gesang in Schweine.

    Daher der Begriff "bezirzen" für "jemanden verzaubern bzw. verführen".

     

  • Danaergeschenk

    Als Danaer bezeichnete man im Altertum einen griechischen Stamm der Peloponnes. Bei Homer waren sie ein Teil des Heeres der Achaier. Sprichwörtlich geworden sind die Danaer durch den römischen Dichter Vergil in Anspielung auf die berühmte List der Achaier mit dem Trojanischen Pferd: "Ich fürchte die Danaer, auch wenn sie Geschenke bringen."

    Heute bezeichnet man mit "Danaergeschenk" ein Geschenk, das Unglück mit sich bringt.

  • Ägide – Bedeutung

    Ägide - Schutzschild

    Ägide – Bedeutung, Herkunft und Beispiele

    Unter Ägide versteht man das Schutz- und Obhutsverhältnis, in dem sich eine untergeordnete bzw. niedere Instanz gegenüber einer höheren, schutzgebenden befindet. 

    Dieses Verhältnis kann sich auf Staaten, zum Beispiel „unter der Ägide der Sowjetunion", aber auch auf Stiftungen, Institutionen oder Auszeichnungen, beispielsweise im Sinne von Schirmherrschaft, beziehen. Ägide steht hier für Schutz, Obhut oder (fürsorgliche) Leitung.

    Herkunft

    Der Gott Hephaistos schmiedete für den Göttervater Zeus den Schild "Aigis" (altgriechisch αἰγίς (aigís) "(Sturm)Schild des Zeus"). In der Mitte dieses Schildes war das bedrohliche Haupt der Medusa mit ihren Schlangenhaaren zu sehen, was eine lähmende Wirkung auf die Gegner hatte.

    Die übertragene Bedeutung unseres Wortes "Ägide" für "Schirm" bzw. "Schutz", finden wir noch heute in der bildsprachlichen Wendung "unter jemandes Ägide stehen", d. h. unter der Leitung und Verantwortung von jemandem. 

  • Achillesferse - Bedeutung

    archillesverse

    Die Herkunft hat der Begriff Achillesferse in der griechischen Mythologie. Nach einer griechischen Sage tauchte die Meeresgöttin Thetis ihren Sohn Achilles, um ihn unverletzlich zu machen, in das Wasser des unterweltlichen Flusses Styx.

    Nur die Ferse, an der sie ihn hielt, blieb unbenetzt und daher verwundbar. Später wird Achilles durch Apollo (in der Gestalt des Paris) durch einen Pfeilschuss in ebendiese Ferse getötet. Als Achillesverse bezeichnet man heute die schwache, verwundbare Stelle eines sonst tüchtigen Menschen oder den wunden Punkt einer Person.

  • Argusaugen – Bedeutung

    Argusaugen

    Argusaugen – Herkunft und Bedeutung zum Alles-Seher

    Der Ausdruck "Argusaugen" hat seine Herkunft in der griechischen Mythologie und geht zurück auf den vieläugigen Riesen Argus (von Argos, Der Alles-Seher). Dieser hundertäugige Riese war zum Wächter der Io (Geliebte des Zeus) bestimmt worden. Er hatte die Augen am ganzen Leib und konnte so in alle Richtungen sehen. Außerdem schlief von den hundert Augen jeweils ein Teil, während die anderen Augen wachten. So sind die Argusaugen ein Ausdruck für scharf beobachtende Augen geworden.

    Jim: "Hast Du eine neue Uhr?"
    John: "Deinen Argusaugen entgeht aber auch nichts." 

  • Erisapfel

    (auch Apfel der Eris, Zankapfel, Apfel der Zwietracht), In der griechischen Mythologie ist Eris die Göttin des Streits und der Zwietracht. Auf einer Hochzeit wirft sie einen Apfel mit der Aufschrift ''der Schönsten'' unter die Hochzeitsgäste und entfacht so einen Streit unter den anwesenden Göttinnen. Der trojanische Königssohn Paris sollte die Entscheidung treffen. Er erklärte die Liebesgöttin Aphrodite vor Athene und Hera für die schönste Göttin (das Parisurteil), was zum Trojanischen Krieg führte. >Zankapfel< sagen wir heute zum Anlass eines Streites bzw. zum Gegenstand einer Auseinandersetzung.

  • Den Augiasstall ausmisten - Bedeutung

    Den Augiasstall reinigen

    Den Augiasstall ausmisten - Bedeutung, Herkunft

    Die Herkunft hat die Redensart in der griechischen Mythologie. König Augias hatte einen ungeheuren Rinderstall mit 3.000 Rindern, deren Mist seit 30 Jahren nicht ausgeräumt worden war. Der griechische Held Herkules (Sohn des Gottes Zeus) vollbrachte die Riesenreinigung an einem Tag, indem er zwei Öffnungen in die Stallmauern riss und die Flüsse Alpheus und Peneus vereinigte und hindurchleitete. Diese spülten den Unrat gründlich fort.

    Wenn wir eine unangenehme Aufgabe erledigen bzw. eine durch lange Vernachlässigung entstandene sehr große Unordnung aufräumen müssen, dann sagt man auch "den Augiasstall ausmisten" (reinigen).

    Die Redewendung wird auch genutzt, um die Aufdeckung von Korruption oder wenn es um das Beseitigen von schlimmen Zuständen geht.  

  • Büchse der Pandora

    Nach der griechischen Sage war Pandora die erste Frau auf Erden. Zeus ließ sie vom Gott Hephaistos formen und mit vielen Vorzügen und Reizen versehen. Doch da Prometheus das Feuer entwendete, ließ er als Strafe Pandora ebenfalls mit einem Tongefäß ausrüsten, das alles Übel der Erde enthielt.

    Als Prometheus' Bruder Epimetheus Pandora zur Frau genommen hatte, wurde das Gefäß geöffnet und alle Übel kamen zum Vorschein. Nur die Hoffnung blieb im Gefäß zurück. Heute ist die >Büchse der Pandora< der Inbegriff alles Unheil Bringenden.

  • Äskulap

    (grch., 'Asklepios'), 'Äskulap' war der griechische Gott der Heilkunde. Auf Bildern erscheint Äskulap meist als bärtiger Mann mit einem von einer Schlange umringelten Stab (Äskulapstab). Um 2100 v.Chr. wurde der Äskulapstab von den Sumerern als Zeichen der Ärzte eingeführt und gilt heute noch als Abzeichen des ärztlichen Standes.

  • Zwischen Skylla und Charybdis sein - Bedeutung

    Zwischen Skylla und Charybdis

    Zwischen Skylla und Charybdis sein - Bedeutung

    Ihre Herkunft haben die Ungeheuer Skylla und Charybdis Homers Werk Odyssee zu verdankenSkylla hatte zwölf Füße sowie sechs Köpfe mit schrecklichen Gebissen und hauste in einer Felshöhle an einer Meerenge.

    Auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge lebte das Ungetüm Charybdis. Charybdis sog dreimal am Tage das Wasser ein und stieß es brüllend aus. Sie lauerten vorbeikommenden Seefahrer auf, um sie mit Haut und Haar zu verschlingen bzw. zu töten.

    Wenn wir heute davon sprechen, dass wir "zwischen Skylla und Charybdis sein" wählen müssen, dann befinden wir uns in einer Situation, in der wir zwischen zwei Übeln wählen müssen. Eine alternative Schreibweise ist: "zwischen Szylla und Charybdis sein" 

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