Adonis und Aphrodite / Venus
Adonis – Liebling einer Göttin – Bedeutung, Herkunft und Geschichte
Als "Adonis" bezeichnen wir heute einen schönen jungen Mann. In den Gedichten des griechischen Dichters Theokrit (um 305 - 250 v. Chr.) wird er als Liebling der Göttin Aphrodite bzw. Venus geschildert.
Bedeutung
"Adonis" steht in der Mythologie für einen verführerisch schönen jungen Mann, blühend, rosig, achtzehn- bis neunzehnjährig und so flaumbärtig, dass sein Kuss nicht sticht.
Verwendest du das Wort -Adonis- in deiner Alltagssprache?
Beispiele für die heutige Verwendung von "Adonis"
Heute verwendet man Adonis als Ausdruck für einen außergewöhnlich schönen Mann oder Jungen. Adonis wird aber auch für einen Mann mit eitler Attitüde verwendet.
- Der neue Fitnesstrainer sieht aus wie ein Adonis.
- Der neue Freund von unserer Nachbarin ist nicht gerade ein Adonis.
- Macht der Schubert heute einen auf Adonis?
- Noch ein Adonis, der eine Wohnung im selben Gebäude plus eine am Alexanderplatz anbietet. (www.tagesspiegel.de)
- Welche Frau wünscht sich nicht ein Genie so schön wie Adonis, als Ehemann? (www.augsburger-allgemeine.de)
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Herkunft des Namens Adonis
Adonis ist eine Figur aus der vorderorientalischen, griechischen und römischen Mythologie. Die Herkunft des Namens wird unterschiedlich begründet:
- (semitisch) aus dem nordwestsemitischen "Adon", was "Herr" bedeutet.
- Einer gleichnamigen phrygischen Gottheit, die im Mittelmeerraum schon sehr früh verbreitet war.
Adonis und Venus im Lustgarten
Geschichte und Mythos
In der griechischen Sagenwelt ist Adonis als Sohn der Myrrha ein Gott, Sinnbild der Schönheit, verantwortlich für die Vegetation und mit einer ebenso schönen Geliebten gesegnet: Aphrodite (römischer Name: Venus).
Er musste gemäß der Weisung Zeus seine Zeit zu je einem Drittel auf Aphrodite und Persephone aufteilen, über das restliche Drittel durfte er gnädigerweise selbst verfügen.
Adonis und Venus wie Rubens sie sah
Es gibt unterschiedliche Schilderungen über das Leben von Adonis, alle verlaufen tragisch. Eine lautet: Bereits als junger Mann wird Adonis auf der Jagd von einem Eber getötet. Eventuell hatte hier ein anderer Gott (Ares/Mars) die Gestalt des Ebers eingenommen - Eifersucht als Motiv.
Ein Trost bleibt: Aus dem Blut von Adonis lässt Aphrodite/Venus das Adonisröschen (Anemonen) sprießen.
Was bedeutet "Adonis" auf Englisch und in anderen Sprachen?
- Englisch: He was an adonis.
- Französisch: C'était un adonis.
- Italienisch: Era un adone.
- Spanisch: Él era un adonis.
- Türkisch: O bir adonis idi.
Synonyme für Adonis
Geck, feiner Pinkel, Dandy, Fatzke, Piefke, Schnösel, Beau, Stutzer, Schmock, Schickimicki, Snob, Stenz, Lackaffe, Schönling, Schicki, eitler Pfau, Fant, lackierter Affe, Gent, Pomadenhengst
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Weitere Bedeutungen von Adonis
- Ein Cocktail aus Sherry und Wermut.
- Adonisröschen (lateinisch Adonis), eine Pflanzengattung.
- Adonis (Lilienhybride), eine 1976 von einem Dr. North eingeführte Lilienhybride.
- Adonis (Software), ein Geschäftsprozessmanagement-Werkzeug, das auf dem an der Universität Wien entwickelten BPMS-Paradigma beruht. Die Software enthält Funktionalitäten zum analysieren, simulieren, bewerten und dokumentieren.
- (2101) Adonis, ein erdnaher Asteroid.
- Adonis-Komplex: anderes Wort für Muskeldysmorphie. Hiermit wird eine Störung des Selbstbilds bezeichnet, die vorwiegend bei Männern anzutreffen ist und eine unzureichende Ausprägung der eigenen Muskulatur, gemessen an einer persönlichen Idealvorstellung, bezeichnet.
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- Adonis – Bedeutung
- Ägide - Bedeutung
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- Den Augiasstall ausmisten – Bedeutung
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- Äskulap Herkunft
- Büchse der Pandora
- Sardonisches Lachen
Benutzt du beim Sprechen Begriffe aus der griechischen Mythologie?
Noch ein kniffliges Wort gefällig?
Die Redewendung "Alea iacta est" (lat., "Der Würfel ist geworfen worden") wird heute meist mit "Die Würfel sind gefallen" übersetzt. Korrekter, unter Berücksichtigung des Numerus, wäre jedoch die Übersetzung "Der Würfel ist gefallen" bzw. "geworfen (worden)".
Beschrieben wird damit eine Situation, die unumkehrbar ist, deren Ausgang jedoch noch ungewiss ist. Die Redewendung wird heute genutzt, um auszudrücken, dass eine Entscheidung getroffen wurde und es kein Zurück mehr gibt.
Häufig wird der Satz mit Julius Caesar in Verbindung gebracht. Im Januar 49 v. Chr. stand dieser mit seinen Truppen vor dem Fluss Rubikon vor Rom. Eine Überschreitung des Flusses würde einen Rechtsverstoß darstellen und katastrophale Folgen haben. Suetons Biographie von Caesar zu Folge soll dann eine riesige Gestalt erschienen sein, die eine Trompete an sich riss und Alarm blies, worauf die Truppen den Fluss überschritten.
„Iacta alea est.“
„Geworfen ist der Würfel.“
Gaius Iulius Caesar (100 - 44 v. Chr.), römischer Staatsmann, Feldherr und Schriftsteller, aus: Sueton, De vita Caesarum (Die Kaiserbiographien), 2. Jh. n. Chr. Divus Iulius 32 (Caesarbiographie)
Caesar soll dann gesagt haben "Iacta alea est" ("Geworfen ist der Würfel"). Andere Quellen erzählen die Geschichte etwas anders, im Kern bleibt jedoch die Aussage Caesars. Er war sich bewusst, dass es jetzt kein Zurück mehr gab und sich nun zeigen würde, wer den Krieg gewann.
Darüber hinaus soll die Redewendung bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. vom griechischen Dichter Menander benutzt worden sein.
Anregungen zum Erweitern des eigenen Wortschatzes
Wir öffnen morgens die Augen und fangen an zu denken, zu schreiben oder zu sprechen. Wenn wir nicht gerade als Tiefseetaucher in der Nordsee arbeiten, kommunizieren wir, bis wir wieder ins Bett gehen und die Augen schließen.
Neuere Untersuchungen gehen davon aus, dass in unserem Kulturkreis durchschnittlich 16.000 Wörter am Tag gesprochen werden. Es macht einen Unterschied, ob ich das mit einem großen oder einem kleinen Wortschatz tue.
Ein größerer Wortschatz hat viele weitere Vorteile. Aber was können wir unternehmen, um ihn mit Freude und Spaß zu erweitern? Damit auch für dich etwas dabei ist, zeigen wir 20 verschiedene Möglichkeiten auf. Viel Spaß beim Erweitern deiner Lexik.
Bücher zum Erweitern des eigenen Wortschatzes
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