Mehr zum Thema "Wissen und Wortschatz"
Hier findest du Beiträge, Studien, Anleitungen und Übungen rund um das Thema Wissen und das Thema Wortschatz.
Für uns sind beide Themen wichtig, um ein selbstbestimmtes, interessantes und erfolgreiches Leben zu gestalten.
Viel Freude beim Lesen und Lernen.
„Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.“
Benjamin Franklin
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Rudyard Kipling über die Droge Worte
Rudyard Kipling über die Droge "Worte"
„Worte sind die mächtigste Droge, welche die Menschheit benutzt.“
Rudyard Kipling (1865 - 1936), englischer Erzähler
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Ein Plädoyer für den Wortschatz
"Wir packen einen viel kleineren Wortschatz als unsere Großeltern in viel dürftigere Sätze; unser Umgang mit Wörtern ist lax, gering schätzend oder lümmelhaft. Nur zwei Minderheiten wissen noch, was sie an der Sprache haben: die einflussarme Minorität der Liebhaber und die einflussreiche Minorität der Manipulierer." Wolf Schneider, in Wörter machen Leute, S. 314Die Anzahl der Wörter, die wir in unserem Leben sprechen, liegt bei ca. 300 Millionen. Es ist an uns, das mit einem Wortschatz von 10.000, 13.000 oder gar 20.000 Wörtern zu tun. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass der Sprachschatz eines Menschen ein Spiegel seiner Intelligenz, sozialen Rangstufe und seiner Einkommensstufe ist.
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Fass der Danaiden – Bedeutung
Fass der Danaiden - eine unendliche Aufgabe als Strafe - Bedeutung und Herkunft
Die Redensart "Fass der Danaiden" verdankt seine Herkunft der antiken griechischen Mythologie. Die Danaiden sind die 50 Töchter des Königs Danaos, die zur Strafe für den Mord an ihren Ehemännern in der Unterwelt dazu verurteilt wurden, ein löchriges Fass (oder auch einen Brunnen) ewig mit Wasser zu füllen. Dieses Fass, das niemals voll wurde, steht symbolisch für eine endlose, niemals abgeschlossene Aufgabe.
Heutige Bedeutung: Mit dem Begriff "Danaidenarbeit" bezeichnen wir eine nutzlose und mühsame Arbeit.
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Morgenstund hat Gold im Mund – Bedeutung
Morgenstund hat Gold im Mund – Bedeutung, Erklärung
"Morgenstund hat Gold im Mund" verdankt seine Herkunft der genauen Übersetzung des lateinischen Lehrbuchsatzes "aurora habet aurum in ore". Das lateinische Sprichwort bezieht sich auf die personifizierte Morgenröte (lat.: aurora), die Gold im Mund und im Haar trägt.
Das Sprichwort bringt zum Ausdruck, dass sich frühes Aufstehen lohnt, weil man am Morgen gut arbeiten kann und der Frühaufsteher mehr erreichen würden.
"Morgenstund hat Gold im Mund" wurde zuerst in einem Brief des Erasmus von Rotterdam an seinen Schüler Christian Northoff nachgewiesen. Er nutzte jedoch das lateinische Sprichwort "aurora musis amica" (die Morgenstunde ist die Freundin der Musen).
Außerdem trägt ein großartiges Gedicht des deutschen Lyriker, Erzähler und Maler Joachim Ringelnatz diesen Namen. Es geht so:
Morgenstund hat Gold im Mund
Ich bin so knallvergnügt erwacht.
Ich klatsche meine Hüften.
Das Wasser lockt. Die Seife lacht.
Es dürstet mich nach Lüften. -
Wasser predigen und Wein trinken – Bedeutung, Ursprung
Wasser predigen und Wein trinken – des Heuchlers Art – Bedeutung und Ursprung
Das Sprichwort verdankt seine Herkunft dem Gedicht "Ein Wintermärchen" aus Heinrich Heines Versepos"Deutschland".
Mit dem geflügelten Wort bringen wir zum Ausdruck, dass jemand sich heuchlerisch verhält, indem er zum Beispiel Verzicht oder Genügsamkeit fordert, aber sich selbst verschwenderisch oder genusssüchtig verhält.
Hier der Ursprung des Sprichworts: das Gedicht "Ein Wintermärchen" von Heine.
Ein Wintermärchen
Sie sang vom irdischen Jammertal,
von Freuden, die bald zerronnen,
vom Jenseits, wo die Seele schwelgt,
verklärt in ewigen Wonnen.Sie sang das alte Entsagungslied,
das Eiapopeia vom Himmel,
womit man einlullt, wenn es greint,
das Volk, den großen Lümmel.Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
ich kenn' auch die Herren Verfasser;
ich weiß, sie tranken heimlich Wein
und predigten öffentlich Wasser.Heinrich Heine (1797 - 1856), einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts
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Alles über einen Leisten schlagen – Bedeutung
Bitte immer neu vermessen
Alles über einen Leisten schlagen – Bedeutung & Herkunft
Herkunft
Die Redewendung "Alles über einen Leisten schlagen" ist seit dem 16. Jahrhundert belegt. Seine Herkunft verdankt das Sprichwort dem Schusterhandwerk. Sie bezieht sich auf die Arbeit eines schlechten Schusters, der nicht genau Maß nimmt, sondern seine Schuhe nach feststehenden hölzernen Modellformen anfertigt, den sogenannten "Leisten".
Der Leisten ist zumeist aus Holz, aber auch aus Metall. Er bestimmt später die Größe und Form des Schuhs. Der Leisten ist also eine Art Modellfuß, über den das Leder gespannt (darüber geschlagen) wird, wenn es zum Schuh zusammengenäht wird.
Bedeutung
Wenn wir heute sagen "Alles über einen Leisten schlagen", dann bringen wir zum Ausdruck, dass...
Etwas ungerechtfertigt mit dem gleichen Maßstab gemessen wird bzw. keine Rücksicht auf wesentliche Unterschiede genommen wird.
Hier findest du "Alles über einen Leisten schlagen" weiter erläutert: ► Beispiele für heutige Verwendung ► Umfrage zum Wort ► Synonyme ► Artikel zum Thema Vorurteile ► Videos zum Schuhmacherhandwerk
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Früh übt sich, was ein Meister werden will – Bedeutung
Früh übt sich, was ein Meister werden will – Bedeutung und Herkunft
Das Sprichwort "Früh übt sich, was ein Meister werden will" ist ein Zitat aus dem Drama "Wilhelm Tell" über den schweizer Nationalhelden (1804) von Friedrich Schiller.
Wir verwenden es heute im Sinne von "je früher wir beginnen, etwas zu erlernen, desto besser."
Es bezieht sich darauf, dass jemand sich bereits in der Jugend bemühen sollte, wenn sie oder er etwas "meisterhaft" beherrschen will. Leider wird es manchmal als Entschuldigung dafür genutzt, dass man im fortgeschrittenen Alter etwas nicht mehr lernen will.
Jim: "Amelie ist 5. Sie singt jeden Tag und macht einen Tanzkurs.
John: "Ja, früh übt sich, was ein Meister werden will." -
Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken – Bedeutung
Jemanden von Pontius zu Pilatus schicken – Bedeutung
Diese Redensart ist belegt seit 1704 und hat seine Herkunft im Neuen Testament. Auf den ersten Blick scheint die Redensart Unsinn zu sein, denn Pontius und Pilatus bezeichnen denselben Mann. (Pontius Pilatus war von 26 bis 36 n. Chr. Präfekt / Statthalter des römischen Kaisers Tiberius). Die Wendung bezieht sich auf das Neue Testament (Lukas 23, 6-11) wo berichtet wird, dass Christus von Pontius Pilatus zu Herodes und von dem wieder zu Pontius Pilatus geschickt wird.
Wenn wir heute sagen "jemanden von Pontius zu Pilatus schicken", dann meinen wir, jemanden von einem zum andern schicken oder ihn zwecklos hin- und herschicken. Zum Beispiel das nutzlose Hin- und Herlaufen zwischen mehreren Stellen auf Ämtern, Behörden etc. wird häufig so bezeichnet.
Jim: "... dann haben sie mich wieder zurück zum Zollamt geschickt."
John: "Tja, manchmal schicken sie einen wirklich von Pontius zu Pilatus." -
Von echtem Schrot und Korn
Von echtem Schrot und Korn – Herkunft aus dem Münzwesen und heutige Bedeutung
Die Wörter Schrot und Korn klingen erst mal nach Landwirtschaft – nach Getreide, Mühle, Acker. Die Herkunft der Redensart liegt aber woanders: im Münzwesen.
Früher wurde bei Münzen sehr genau geprüft, ob sie „echt“ sind. Schrot stand dabei sinngemäß für das Gesamtgewicht einer Münze (also das, was die Waage zeigt). Korn bezeichnete den Feingehalt bzw. den Anteil des Edelmetalls – also das, worauf es beim Wert wirklich ankam. Eine Münze war nur dann wirklich „gut“, wenn Schrot und Korn stimmten: Gewicht und Edelmetallgehalt passten zusammen.
Heutige Bedeutung: Wenn wir heute sagen „Das ist ein Mensch von echtem Schrot und Korn“, dann meinen wir jemanden, der geradlinig, verlässlich und unverfälscht ist – nicht nur „gut im Auftreten“, sondern auch gut im Charakter. So wie eine Münze, die nicht nur glänzt, sondern auch wirklich Wert hat.
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Pfingstochse
Du Pfingstochse! Herkunft, Bedeutung, Beispiele, Synonyme und mehr
Der Begriff verdankt seine Herkunft einem alten Brauch. In manchen Regionen trieb man zu Pfingsten das Vieh erstmals auf die grünen Sommerweiden. Dabei wurde oft das kräftigste Tier besonders geschmückt – mit Bändern, Blumen oder ähnlichem Schmuck. Dieses herausgeputzte Tier führte dann die Herde an.
So entstand über die Zeit die Vorstellung vom festlich geschmückten Ochsen; daraus bildete sich später die Redensart geschmückt wie ein Pfingstochse.
Heutige übertragene Bedeutung: Jemand, der übertrieben und zugleich geschmacklos gekleidet ist, bezeichnet man heute auch als "Pfingstochse"!
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Etwas unter Dach und Fach bringen – Bedeutung und Herkunft
Etwas unter Dach und Fach bringen – Bedeutung
Herkunft: Aus dem Hausbau für das Leben
Die Redewendung "Etwas unter Dach und Fach bringen" verdankt ihre Herkunft dem Handwerk. Sie hat ihre Wurzeln im Mittelalter. In dieser Zeit war es von großer Bedeutung, Bauwerke vor dem Winter fertigzustellen, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen.
Wenn ein Gebäude "unter Dach und Fach" war, bedeutete dies, dass es vollständig gedeckt und somit vor Regen und Schnee geschützt war.
Das "Fach" in diesem Ausdruck bezieht sich auf das Fachwerk, eine traditionelle Bauweise, bei der ein Holzgerüst mit Lehm oder Ziegeln ausgefüllt wird. Daher kommt der Ausdruck, dass etwas sicher und geschützt ist, wenn es "unter Dach und Fach" gebracht wird.
Heutige Bedeutung
Die Redewendung "Etwas unter Dach und Fach bringen" bedeutet, dass wir etwas erfolgreich abgeschlossen haben. Dies kann sich auf verschiedene Situationen beziehen, von der Fertigstellung eines Projekts bis hin zur Sicherung eines Vertrags oder Abkommens.
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Hecht im Karpfenteich - Bedeutung
Da kommt plötzlich Leben rein:
Hecht im Karpfenteich – Bedeutung und Herkunft
Die Herkunft der Redensart geht zurück auf den deutschen Historiker Heinrich Leo (1799 - 1878), der in einem Aufsatz den französischen Kaiser Napoleon III. so nannte.
Wenn wir heute jemanden als einen "Hecht im Karpfenteich" bezeichnen, dann ist damit gemeint, dass jemand in einer ruhigen oder langweiligen Umgebung für Unruhe sorgt. Es ist ein Bild, das den Kontrast zwischen einem aktiven, dominanten Individuum und einer sonst passiven oder gleichgültigen Gruppe darstellt.
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Das ist doch Kokolores – Bedeutung
Das ist doch Kokolores – Bedeutung, Herkunft – das ist doch Kuckelöres, du Prahlhans
Bei dem Wort "Kokolores" geht man davon aus, dass es sich um ein volkstümliches Synonym für "Unsinn", "unsinniges Getue" oder "Prahlerei" handelt.
Herkunft
Seine Herkunft verdankt die deutsche Redewendung dem Hahn, der scheinbar eitel auf dem Hof herumstolziert und "Unsinn" von sich gibt. Zum heute gebräuchlichen "Kikeriki" des Hahnes ist "Kuckelöres" eine alte Variante, wovon wiederum "Kokolores" abgeleitet wurde - im Sinne von "das Geschrei eines eitlen Wesens".
Bedeutung
Wenn wir heute sagen: "Das ist doch Kokolores", dann meinen wir, dass jemand Unsinn redet oder sogar Lügen erzählt. In seltener Form wird es auch in dem Sinne verwendet, dass sich jemand gewaltig aufplustert und prahlerisch herum krakeelt.
Hier findest du "Das ist doch Kokolores" weiter erläutert: ► Heutige Verwendung ► Herkunft ► Umfrage ► Synonyme ► Artikel zu "Eitelkeit und Hochmut" ► Video zum Thema "Kokolores"
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Was man besser nicht wissen sollte
Was man besser nicht wissen sollte – klug lernen und bewusst entscheiden
In einer Zeit, in der Informationen jederzeit verfügbar sind und Wissen oft als Wert an sich gilt, lohnt es sich, innezuhalten und zu fragen: Was solltest du wirklich wissen, und was lädt nur unnötige Last auf deine geistigen Schultern? Dieser Artikel hilft, diese Frage sachlich und praxisorientiert zu beantworten. Er zeigt, wie Wissen wirkt, wann es dir dient, wann es hemmt und wie du lernen kannst, klug zwischen wertvollem Wissen und bloßer Information zu unterscheiden.
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Jeden Tag etwas Neues lernen
Jeden Tag etwas Neues lernen: Ideen, Anregungen, Quellen
In der Abwechslung liegt der Schlüssel zum erfolgreichen Gehirntraining. Jung bleibst du im Kopf, wenn dein Denken die Richtung ändern kann. Nutze die breite Vielfalt der Angebote, um vergnügliche und interessante Trainingseinheiten für dein Gehirn zu finden.
Wir haben ein Potpourri an Ideen für das Motto "Jeden Tag etwas Neues lernen" gesammelt.Die meisten Vorschläge sind kurz und kostenlos. Schon fünf Minuten täglich bringen dich weiter.
Folgende Möglichkeiten für das tägliche Gehirn-Abenteuer mit Trainingseffekt möchten wir dir empfehlen: ► Websites und Apps (meist kostenlos) mit täglich neuer Wissensanregung ► kurze und mittellange Gehirnherausforderungen ► Ideen für längerfristige Lernprojekte ► Lerneinheiten aus deinem Alltag
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Gottes Mühlen mahlen langsam
Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht – Bedeutung, Herkunft und Varianten
"Gottes Mühlen mahlen langsam, aber gerecht" ist eine Redensart, die vermutlich mehrere tausend Jahre zurückreicht und noch heute, wenn auch oft in leicht veränderter Form, Verwendung findet. Doch was meinen die Menschen, wenn sie diese Worte aussprechen? Wo haben sie ihren Ursprung? Und welche Varianten dieser Redensart gibt es? Wir beginnen mit der westlichen Bedeutung der Redensart, zeigen Parallelen in asiatischen Philosophien auf und runden das Thema mit passenden blueprints-Beiträgen ab.
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Wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen
Wenn Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen – Bedeutung und Herkunft
Das Sprichwort "etwas ist so, als ob Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen" verwenden wir, wenn wir etwas erleben, das höchst überraschend ist, ein besonderes Geschenk darstellt oder wir eine übergroße Freude empfinden.
Seine Herkunft verdankt das Sprichwort der Wichtigkeit der Feste und der Unmöglichkeit, dass diese zwei großen Kirchenfeste auf einen Tag fallen. Früher wurde dieser Ausdruck also wörtlich genommen. Er symbolisierte etwas Unmögliches.
Heutige Bedeutung: Heute hat sich die Bedeutung leicht verschoben. Es geht nicht mehr nur um die Unmöglichkeit, sondern auch um seltene, außergewöhnliche Ereignisse oder Gelegenheiten. Die Redensart ist heute also eher eine Verstärkung und keine "Niemalsformel".
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Just my two cents - Bedeutung
Just my two cents | JM2C | ein schönes Vollidiom | Bedeutung, Herkunft
Woher kommt eigentlich das nordamerikanische Vollidiom oder auch im Deutschen genutzte Sprichwort "Just my two cents"? Die Redewendung wird zumeist als Abschlussformel verwendet und bedeutet so viel wie: "Nur meine unbedeutende Meinung". Die heute verwendete Kurzform ist "JM2C". Weitere Schreibweisen sind: My 2 ¢, put my 2 cents in.
Die Herkunft der Redewendung ist die Bibel, wo von einer armen Witwe berichtet wird, die "zwei Scherflein" (Luther) also "zwei kleine Münzen" in den Opferkasten geworfen haben soll und damit fast alles, was sie hat (Bibel: Markus 12, 42). Hiervon leitet sich auch das deutsche Sprichwort "sein Scherflein beitragen" ab.
So ist auch die übertragene Bedeutung der Redewendung. "Ich habe alles gegeben, was ich habe, auch wenn es nur zwei Cents sind."
Jim: "Danke John, dass du mir das erklärt hast."
John: "Gerne, Jim. Just my two cents." -
Sich freuen wie ein Schneekönig - Bedeutung
Sich freuen wie ein Schneekönig – Bedeutung – ein kleines Schlitzohr?
"Sich freuen wie ein Schneekönig" gebrauchen wir, wenn jemand sich lebhaft und von ganzem Herzen freut.
Die Redensart verdankt seiner Herkunft dem kleinsten europäischen Singvogel, dem Zaun- oder Schneekönig, der auch im strengsten Winter bei uns bleibt.
Trotz Kälte und Schnee sieht man ihn durch unsere Gärten hüpfen und dabei noch munter pfeifen und singen. Es scheint, als würde er sich freuen. Deswegen das Sprichwort "Sich freuen wie ein Schneekönig". Was für ein Vorbild für all jene, die ständig über das Wetter schimpfen!
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Da lachen ja die Hühner – Bedeutung Herkunft Beispiele
"Da lachen ja die Hühner" – Bedeutung, Herkunft und Beispiele der Redewendung
Hühner stehen im europäischen Kulturraum seit Jahrhunderten für Gackern, schnelle Aufregung und begrenzte Einsicht. Genau daraus speist sich die Herkunft der Redewendung „Da lachen ja die Hühner“.
Die zugrunde liegende Logik: Wenn selbst Hühner lachen, ist eine Aussage oder Sachverhalt so offensichtlich absurd, dass sie keiner ernsthaften Prüfung mehr standhält.
Heutige Verwendung: Da lachen ja die Hühner sagt heute sinngemäß aus: Das ist so offensichtlich falsch oder unglaubwürdig, dass es jedem auffallen müsste - auch dem einfachsten Geist.
Sprachgeschichtlich lässt sich der Ausdruck bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Überliefert sind regionale Varianten wie:
- „Da lachen die Hühner im Stall“
- „Dass darüber die Hühner lachen müssen“
Verwendet wurde die Wendung zunächst vor allem mündlich – in Wirtshäusern, auf Märkten und im Alltag. Erst später taucht sie auch in Zeitungen und Kommentaren auf. In der Hochliteratur spielt sie kaum eine Rolle, dafür umso mehr in der volkstümlichen Alltagssprache.
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Uralt Lavendel Bedeutung
Uralt Lavendel – Bedeutung, Herkunft – das ist wohl nicht mehr zeitgemäß
Herkunft: Der Terminus "Uralt Lavendel" ist die scherzhafte Verwendung des Namens eines Eau de Cologne der Firma Lohse mit Lavendelduft, das früher sehr bekannt war.
"Uralt" bezieht sich wohl auf die Rezeptur, eine alte, bewährte Mischung.
Bedeutung: Mit dem umgangssprachlichen Ausdruck "Uralt Lavendel" bezeichnen wir etwas, das wir als völlig veraltet, längst bekannt oder nicht mehr zeitgemäß erleben.
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Corriger la fortune – Bedeutung
Corriger la fortune - aber bitte im positiven Sinne - Bedeutung und Herkunft
Die Redensart "Corriger la fortune" stammt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich übersetzt "das Schicksal korrigieren" oder "das Glück verbessern".
Seine Herkunft verdankt der Begriff der französischen Sprache und wurde in der Vergangenheit oft verwendet, um das Streben nach einer besseren Position oder einem besseren Leben zu beschreiben. Ursprünglich wurde der Ausdruck in der höfischen Gesellschaft Frankreichs verwendet, um Menschen zu charakterisieren, die durch geschicktes Handeln oder strategische Entscheidungen versuchten, ihre finanzielle oder soziale Stellung zu verbessern.
Die Wendung findet sich erstmals beim französischer Autor Nicolas Boileau aus dem Jahr 1665. Er schreibt über einen heruntergekommenen Adligen, der seine Verhältnisse durch den Verkauf seiner Ahnenbilder aufbessern will.
Heutige Bedeutung: Heute hat der Begriff "Corriger la fortune" eine breitere Bedeutung und wird verwendet, um alle Arten von Bemühungen zu beschreiben, das eigene Schicksal oder die Lebenssituation zu verbessern. Dies kann durch Bildung, berufliche Veränderungen, Investitionen oder andere strategische Maßnahmen geschehen.
Der Ausdruck wird oft in motivationalen Kontexten verwendet, um Menschen dazu zu ermutigen, ihr Leben aktiv zu gestalten und nach Möglichkeiten zur Verbesserung zu suchen.
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Überall ist Wunderland - Bedeutung der Redewendung
Überall ist Wunderland - Die Redewendung als wichtiger Hinweis
Das geflügelte Wort "Überall ist Wunderland" stammt aus Joachim Ringelnatz Gedicht"Überall".
Heutige Bedeutung: Wenn wir sagen "Überall ist Wunderland", dann soll üblicherweise eine positive, optimistische Sicht auf das Leben vermittelt werden. Es lädt dazu ein, das Alltägliche mit Staunen und Neugier zu betrachten und in alltäglichen Dingen das Besondere zu erkennen.
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Vom Stamme Nimm – Bedeutung, Herkunft
Vom Stamme Nimm – Bedeutung, Herkunft – keine netten Menschen
Bedeutung
Nehmen ohne Gegenleistung: Die Redewendung wird meist von Älteren benutzt und charakterisiert einen stets auf seinen Vorteil bedachten Menschen, der (generell oder in einem bestimmten Bereich) immer nur nimmt und nichts zurückgibt.
Der Ausdruck gilt umgangssprachlich als scherzhaft oder ablehnend. Er kann sich auf alles Mögliche beziehen, vom einseitigen Annehmen bei der Verteilung mitgebrachter Speisen in einer Pause bis zur Beziehung von staatlichen Sozialleistungen.
Herkunft
Es gibt die Meinung, dass es für "Vom Stamme Nimm" keine historische Herleitung gibt. Dieser Ausspruch wird einfach genutzt, weil er kurz und witzig ist. Ähnlich wie die Zigarettenmarke "Van Anderen".
Andere sagen, seine Herkunft verdankt die Redewendung wohl der Bibel. Im 4. Buch Mose wird von den Söhnen der zwölf Stämme Israels berichtet, die von Mose zur Erkundung des Landes Kanaan ausgewählt wurden. Unter ihnen befand sich auch Palti "vom Stamme Benjamin" (Num 13,9 LUT). Im Lexikon der Redensarten ist die Vermutung zu lesen, dass es sich bei der Redewendung "Vom Stamme Nimm" sich um eine Verkürzung oder Verballhornung des Namens "vom Stamme Benjamin" handelt.
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Gängelband - Bedeutung und Herkunft
Gängelband - damit die Richtung stimmt - Bedeutung und Herkunft
Das "Gängelband" ist im Deutschen seit 1716 lexikalisch vertreten. Seine Herkunft verdankt das Sprichwort dem Band, an dem Kinder beim Laufenlernen festgehalten werden. Besonders bei Kleinkindern wurde ein Gängelband verwendet, um sie vor dem Hinfallen zu bewahren oder um sie daran zu hindern, in eine gefährliche Richtung zu laufen.
Es ist benannt nach dem seit Luther bezeugten Verb "gängeln" (ein Kind laufen lehren), was aber ebenfalls im übertragenen Sinne angewendet wurde bzw. wird.
Heutige Bedeutung: Wenn uns jemand "am Gängelband führt", dann leitet er uns nach seinem Willen wie ein Kind, das noch nicht allein gehen kann. Wer "am Gängelband geführt wird", hat also nur begrenzten Freiraum und muss sich den Vorgaben anderer beugen.
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