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Nickels Erlebnisse – Lebenslektionen aus Beruf und Leben

Hier findest du die gesammelten Erlebnisse von Nickel.

Die kurzen Episoden um Nickel Forster verdichten Alltagssituationen zu prägnanten Einsichten: Entscheidungsdruck, Selbstzweifel, Routinen, kleine Gesten und die leise Verschiebung von Perspektiven. Wer diesen Text liest, gewinnt keine schnellen Rezepte, sondern ein differenziertes Gespür dafür, wie innere Haltungen entstehen und sich verändern lassen – oft ausgelöst durch unscheinbare Momente. Der Nutzen liegt in der Wiedererkennbarkeit: Die Geschichten schärfen den Blick für eigene Denk- und Handlungsmuster und bieten Anstöße, Verantwortung, Mut und Maß neu auszutarieren, ohne die Komplexität des Lebens zu verkürzen.

Nickel sitzt auf einer Parkbank und blickt über die Stadt. Text: Nickels Erlebnisse

Große Schuhe

ImageDie dampfende Silhouette der Stadt war kaum noch zu erkennen als Nickel eine Pause einlegte. Er setzte sich auf die Bank an den alten Eichen und erst jetzt bemerkte er, wie erschöpft er war. Es war ein langer Spaziergang und er hatte viel nachgedacht.

"Manchmal stellt das Leben dir große Schuhe hin und du glaubst: Das schaffst du nicht! Dann musst du sie anprobieren und einlaufen. Irgendwann, vielleicht bald, aber erst viel später liegt ein Stück Weg mit den Schuhen hinter dir und es fühlt sich gut an."

Diese Zeilen hatte er irgendwann gelesen und dieser Eindruck von "großen Schuhen" beschäftigte Nickel seit Tagen.

Er sollte einen Unternehmensbereich aufbauen. Er würde verantwortlich sein für Scheitern oder Gelingen. Ablehnen konnte er eigentlich nicht, denn so eine Gelegenheit würde er vielleicht nie wieder bekommen. In Nickels Kopf fuhren die Gedanken wild umher und eine Befürchtung mischte sich mit der nächsten. Ein schreckliches Gefühlsgebräu.

Dann knackte es mehrmals hinter ihm im Unterholz. Grunzen und Quieken wurde immer lauter. Nickel versteinerte, als eine Rotte Wildschweine grußlos an ihm vorbeizog und auf der anderen Seite des Weges wieder im Wald verschwand.

Noch lange starrte er auf die Stelle, wo die Wildschweine wieder im Wald verschwunden waren. Er wusste nicht, was jetzt anders war als vorher, aber ihm war klar, dass er die Schuhe probieren musste. Er wusste, dass die Zeilen des unbekannten Autors sonst nie aus seinem Kopf verschwinden würden.


Lampenfieber

Es ist so lächerlich. Er hatte diesen Vortrag schon so oft gehalten. Er konnte ihn im Schlaf und er hatte so viele gute Feedbacks bekommen.

Aber Nickel Forster schnürte es den Magen zu. Er war aufgeregt und ein Nebel umgab ihn seit Tagen. Dieser Nebel mischte sich mit allem. Jeder Gedanke, jedes Gespräch und jede seiner Aktionen wurden von diesem unangenehmen Gefühl durchtränkt.

Noch drei Tage: Die Folien werden zum x-ten Mal gesichtet und leicht verbessert. Die Notizen zu den Folien leicht ergänzt.

"Alibi und Selbstberuhigung. Nichts anderes", überlegte Nickel Forster.

Noch zwei Tage: Die anderen Arbeiten sind eher willkommene Unterbrechungen. Die Gedankenspirale wird größer und das Gefühl mulmiger. Die Technik wird geprüft und die Folien auf dem Notebook im Schnelldurchgang getestet.

"Was kann schon schief gehen? Bis jetzt hast du das immer gut hinbekommen. Warum bist du nervös?", fragte sich Nickel Forster und klappte etwas zu heftig sein Notebook zu.

Noch ein Tag: Der Magen wird noch unruhiger und der Nebel dichter. Der Wunsch, dass der Vortrag kommt und endlich vorbei ist, wird größer. Letzte Kontrolle, ob alles gepackt ist. Reservebatterien? Sicherung auf USB-Stick?

"Warum tue ich mir das an? Das kann so nicht weitergehen. Das frisst mich auf. Oh man, ich muss schon wieder auf die Toilette", Nickel verließ roboterhaft sein Büro.

Ein Tag nach dem Vortrag: Nickel arbeitet seine liegengebliebenen Aufgaben auf. Er räumt Beamer, Notebook und die anderen Utensilien weg, als das Telefon klingelt.

"Nickel Forster ..."

"… oh danke! Ihnen hat der Vortrag gefallen. Das freut mich."

"Auch Ihnen eine erfolgreiche Woche und bis bald, Frau Dr. Hummel."

Nickel legte den Hörer auf und ein entspanntes Lächeln durchflutete seinen ganzen Körper. Ermüdet, aber auch ein wenig glücklich, lehnte er sich in seinen Stuhl zurück und trank einen Schluck heißen Kaffee.

"Trotzdem, so kann das nicht weitergehen. Ich muss etwas ändern", murmelte Nickel Forster und griff zum Hörer.


Der Projektbericht

Noch eine Stunde Zeit, dann war der Abgabetermin für den Projektbericht. Sein Chef wird ihn in der Luft zerreißen, wenn er diese jämmerlichen vier Seiten vorlegt. Aber was sollte er noch schreiben? Die Krawatte schnürte ihm die Luft ab und auf seiner Stirn bildete sich kalter Schweiß, während er in seinem Büro hin und her lief.

Er ging zum Fenster und schaute hinaus. Der Himmel war klar, die Sonne schien und ein Schwarm Vögel zog nach Süden. Nickel Forsters Blick folgte ihrem Flug.

Ein zackiges Klopfen holte ihn zurück ins Büro.

"Herein!"

Nickel Forsters Chef betrat das Zimmer.

"Ist ihnen nicht gut Herr Forster?"
"Doch, doch!"
"Sie sehen blass aus!"
"Nein, nein es ist nichts."
"Ist das der Projektbericht?"
"Ja, aber ... Ich muss …"
"Lassen Sie mich mal schauen."

Sein Chef setzte seine Lesebrille auf, nahm die vier Seiten und überflog sie. Die gerunzelte Stirn schien alle Befürchtungen zu bestätigen.

"Herr Forster!"
"Ja."
"Guter Bericht. Aber müssen Sie immer so viel schreiben? Eine Seite hätte es auch getan. Bitte kopieren und verteilen Sie ihn umgehend an das Projektteam", sagte Nickels Chef.

"Herr Forster!"
"Ja", rief Nickel.
"Beim nächsten Mal aber bitte kürzer."

Die Tür fiel ins Schloss, Nickel wankte zum Fenster und schaute hinaus. Die Vögel waren weg.


Ungerechte Welt

Was für eine brutale Schönheit? Wie es wohl wäre, wenn …?

Der Sportwagen parkte geduckt vor dem Mietshaus, in dem Nickel Forster wohnte. Den Wagen sah er hier noch nie, wahrscheinlich besuchte der glückliche Eigentümer jemanden in seiner Straße.

Er seufzte, öffnete die Tür und stapfte die Stufen hinauf. Während des Teeaufbrühens dachte er an die Dinge, die er sich nie wird leisten können. Nur in seinen Träumen wird er einen Sportwagen fahren, in einer Villa wohnen und in ferne Länder reisen können. Was für eine ungerechte Welt.

Er setzte sich auf das alte Sofa, das ihm seine Großmutter damals zum Einzug schenkte. Die warmherzige Frau hatte fünf Kinder großgezogen. Er kannte sie nur mit einem glücklichen Gesichtsausdruck. Vor zwei Jahren starb sie und lag nun zwei Häuserblocks weiter.

Nickel Forster trank den Tee, nahm seine Jacke und schlug den Weg Richtung Friedhof ein.


Das Leibgericht

Das zackige Klopfen schreckte Nickel hoch, der ganz in seine Arbeit vertieft war.

Nach einem krächzenden "Herein" betrat sein Chef und ein ihm unbekannter Mann das Zimmer. Der Mann war groß und sehr gut gekleidet. Der blaue Anzug, die gelbe Kravatte und der Pilotenkoffer erinnerte Nickel an einen Versicherungsvertreter. Sein Chef stellte Nickel den Mann als den neuen Mitarbeiter im Vertrieb "Herrn Berghoff" vor. Etwas steif und frostig fiel der sich anschließende Smalltalk aus. Irgendwas störte Nickel an diesem komischen Vertriebler, aber er konnte nicht sagen was. Nach 15 Minuten war endlich alles vorbei und Nickel widmete sich wieder seinen Aufgaben.

Zwei Tage danach saß Nickel in der Kantine und war im Begriff sich über seine Kohlrouladen herzumachen, als er Herrn Berghoff auf seinen Tisch zustolzieren sah. Argwöhnisch musterte Nickel den vor ihm stehenden Vertriebsmann und beantwortete seine bestimmte Frage nach dem Dazusetzen mit einem äußert knappen "Ja".

Das Essenstablett des Herrn Berhoff war ein Fest für jeden Vegetarier. Das Wasser in der großen Flasche deutete ebenfalls auf einen sehr merkwürdigen Zeitgenossen hin. "Ich bin vor zwei Wochen operiert worden und muss mich nun an eine sehr strenge Diät halten." bemerkte Herr Berghoff. "Wie gerne würde ich Kohlrouladen essen, das ist nämlich mein Leibgericht."

"Meins auch!" rutschte es dem verwunderten Nickel heraus. "Dann essen Sie doch bitte für mich mit, während ich versuche den Salat zu essen und dazu den Gänsewein trinke", sagte lächelnd Herr Berghoff.

Am nächsten Tag gab es Gulasch und Nickel aß für seinen neuen Tischgenossen, Herrn Berghoff, mit.


Nur so

Gähnend stellte Nickel Forster den Strauß Blumen auf den einsamen Bistrotisch im Empfangsbereich und ging in sein Büro.

Die Blumen waren von seinem Geburtstag. Sie sollten hier in der Firma stehen, wo er sie ab und zu sehen konnte, denn sein Schreibtisch war zu klein und schon voll genug.

E-Mails, Post, Memos und Telefonate verschlangen Nickel Forsters Vormittag. Nun war es Zeit für eine Pause.

Im Empfangsbereich bemerkte Nickel, dass die Blumen verschwunden waren. Frau Stenzel aus dem Marketing grinste ihn an und sagte: "Die hat der Chef mitgenommen."
"Wohin?"
"Keine Ahnung!", rief Frau Stenzel und sprang in den Fahrstuhl.

Nickel Forster machte seine Mittagspause. Den Blumenstrauß hatte er schon fast vergessen, als sein Chef in der Tür stand.

"Forster! Blumen im Empfangsbereich. Eine großartige Idee."
"Finden Sie?"
"Ja. Erstaunlich, wie freundlich und einladend der Raum dadurch wird."
"Aber die Blumen stehen gar nicht mehr dort."
"Doch, doch! Jetzt stehen sie wieder dort. Ich hatte Besuch und da habe ich sie mir für den Konferenzraum ausgeliehen. Wollte nur Bescheid sagen."
"Ach so!", sagte Nickel Forster.

Seine Gedanken ließen den Blumenstrauß bis zum Feierabend nicht mehr los. Auf dem Weg nach Hause kaufte sich Nickel Forster einen Strauß Blumen. Nur so!


Zimmer 214

Durch die automatische Glastür trat Nickel schweren Herzens in die Eingangshalle des städtischen Krankenhauses. Der Geruch des Äthers stieg in seine Nase und verstärkte seine Trauer, um seinen im Sterben liegenden Großvater.

Man hatte Nickel telefonisch mitgeteilt, dass es sich höchstwahrscheinlich nur noch um wenige Tage oder auch nur Stunden handelte.

Die Tür des Zimmers 214 wurde von einem vorsichtigen Klopfen getroffen. Ein leises, weibliches und scheinbar fröhliches "Herein" veranlasste Nickel einzutreten.

Sein Großvater saß aufrecht im Bett und weinte. Der Fernseher lief und eine junge Krankenschwester saß neben dem Bett und trank Kaffee.

"Hallo, mein lieber Nickel!", schluchzte Nickels Großvater und fuhr fort „ich habe gerade Frau Wenzel erzählt, wie froh und dankbar ich bin."

Nickels verwunderter und fragender Gesichtsausdruck veranlasste seinen Großvater weiterzusprechen, "Lieber Nickel – schiebe deine Träume nicht auf. Finde heraus, was dir wichtig ist und tue dann das Wichtige und Richtige, um es zu erreichen. So wirst auch du auf deinem Sterbebett glücklich sein, dass du diesen Weg gegangen bist. Garantien gibt es nicht, aber einen Menschen mehr, der sein Glück in die Hand nimmt und damit auch andere ein wenig glücklicher machen wird.“

Nickel zog seine Jacke aus, nahm sich auch einen Kaffee und setzte sich neben seinen Großvater auf das Bett.


Fehlende Kaffeesahne

Die Bettdecke drückte Nickel Forster nieder und seine Nase ließ erahnen, wie kalt es außerhalb des Bettes war. Seine Gelenke knackten auf dem Weg zum Badezimmer, wo er sich durch die Morgentoilette kämpfte. Durch die Eisblumen am Fenster sah er, dass es schneite.

Das Frühstück sollte ihn wärmen und seine Laune verbessern, aber fehlende Kaffeesahne verhinderte es. Kein Morgenkaffee und auch die Gedanken an den heutigen Arbeitstag waren wenig wärmend. Mit einem Seufzer verließ er die Wohnung.

Zitternd schlich er durch das Wohngebiet. Das Grau der Häuserfassaden passte gut zum Wetter. Endlich kam die U-Bahnstation in Sicht und er konnte dem Schneegestöber entfliehen.

Die Rolltreppe brachte ihn hinab in die zugige Welt des Massentransportes. Auf dem Weg durch die eisigen Gänge stand Nickel Forster plötzlich in einer Menschenmenge, die sich in sicherem Abstand vor einem mit Zeitungen bedeckten Bettler befand.

Ein murmelndes Raunen ging durch die Menge, als ein Polizist eine Decke über das blauweiße Gesicht mit dem starren Blick legte. Kein Zweifel - der Mann war erfroren.

Nickel Forster ging weiter, dachte an die fehlende Kaffeesahne und schämte sich.


Der Flug der Vögel

Nickel Forster hatte noch eine Stunde Zeit, dann war der Abgabetermin für den Projektbericht.

Sein Chef wird ihn in der Luft zerreißen, wenn er diese jämmerlichen vier Seiten vorlegt.

Die Krawatte schnürte ihm die Luft ab. Auf seiner Stirn bildete sich kalter Schweiß, während er in seinem Büro hin und her lief.

Er blieb am Fenster stehen und schaute hinaus. Der Himmel war klar, die Sonne schien und ein Schwarm Vögel zogen nach Süden. Nickel Forsters Blick folgte ihrem Flug.

Ein zackiges Klopfen holte ihn zurück.

"Herein!"

Nickel Forsters Chef öffnete die Tür.

"Ist ihnen nicht gut Herr Forster?"
"Doch, doch!"
"Sie sehen blass aus!"
"Nein, nein es ist nichts."
"Ist das der Projektbericht?"
"Ja, aber ... Ich muss …"
"Lassen Sie mich mal schauen."

Sein Chef setzte seine Lesebrille auf, nahm die vier Seiten und überflog den Bericht. Die gerunzelte Stirn schien Nickel Forsters Befürchtungen zu bestätigen.

"Herr Forster!"
"Ja."
"Guter Bericht. Aber müssen Sie immer so viel schreiben? Eine Seite hätte es auch getan. Bitte kopieren und verteilen Sie ihn umgehend an das Projektteam."
"Herr Forster."
"Ja."
"Beim nächsten Mal bitte kürzer."

Die Tür fiel ins Schloss, Nickel Forster wankte zum Fenster und schaute hinaus. Die Vögel waren weg.


Der volle Schreibtisch

Es war wieder einmal einer dieser Tage. Nickels Schreibtisch wurde voller und voller und den Überblick hatte er schon lange verloren. Alle 10 Minuten wurde er unterbrochen und aus seiner Arbeit herausgerissen.

Da fiel Nickel ein, dass er seine Mittagspause völlig vergessen hatte und bemerkte wie sein Magen Geräusche machte. Er stellte sein Telefon um und ging zum verspäteten Essen.

In der Kantine angekommen und das Gericht auf dem Tablett, schaute er sich nach einem Sitzplatz um. Sein Blick fiel auf den leeren Tisch, an dem der Abteilungsleiter Export Herr Walder saß. Nickel setzte sich zu ihm.

"Guten Appetit Herr Walder. Wie geht es ihnen?" eröffnet Nickel. "Sehr gut!" war die kurze aber freundliche Antwort von Herrn Walder.

Nickel zerteilte seine Knödel und dachte über den vollen Schreibtisch nach. "Wie machen Sie das eigentlich?" fragte Nickel, während er die beladene Gabel Richtung Mund führte und selber von seiner spontanen Frage erschrocken war.

"Was?"

"Na ja, Ihre Arbeit organisieren. Ich habe das Gefühl mein Schreibtisch wir voller und voller. Ich gehe nach Hause und frage mich, was ich eigentlich geleistet habe" ergänzte Nickel.

Herr Walder dachte nach und kratzte in seinem Yogurtbecher. "Das ist eigentlich ganz einfach!" war die erneut sehr kurze Antwort, die Nickel langsam ärgerlich werden ließ. Aber erließ es sich nichts anmerken, aß weiter und schwieg.

Herr Walder stand auf und fragte: "Haben Sie heute Nachmittag um 15.00 Uhr eine halbe Stunde Zeit?" "Nein - eh ja! Warum?" antwortete der sichtlich verwirrte Nickel. "Gut! Dann besuchen Sie mich in meinem Büro und ich erkläre Ihnen wie ich meine Arbeit organisiere" sagte Herr Walder beim Einsortieren seines Tabletts in den Küchenwagen.

Nickel blickte Herrn Walder nach und konnte nicht glauben, dass er nun noch weniger Zeit für seine heutige Arbeit haben würde. Aber egal! Schaffen würde er seine Arbeit heute sowieso nicht.


Der schreckliche Wälzer 

Es war einer dieser Tage, die den Verkauf von Antidepressiva förderten. Handfeuerwaffen verloren ihre Eigentümer und Katzen würden sogar Hunde ins Haus lassen, wenn sie nicht das Problem mit dem Türgriff hätten.

So ein Tag war heute in Nickels Leben. 24 Stunden, die zu füllen waren, auch wenn es ihm schwerfiel. Als Kind hatte ihn sein Opa immer wieder daran erinnert: "Geld kannst du verlieren und verschwenden Nickel, aber mit 'Zeit' solltest du das nicht tun, denn sie ist für immer verloren. Geld kannst du wiederbeschaffen – Zeit nicht. Nutze deine Zeit!"

"Hmm!" Nickel nahm zögernd das dicke Buch zur Hand. Jenen schrecklichen Wälzer, den er immer gemieden hatte, der aber auch ein wichtiges Buch für seinen Job war. Diesen schweren Schinken über Selbst- und Projektmanagement wollte er schon lange gesichtet haben aber …

Nach 20 Minuten hartem Kampf legte Nickel Forster den Wälzer zur Seite, machte ein paar Notizen und holte sich frischen Kaffee. Dann nahm er das Buch erneut zur Hand, das gar nicht so schlecht geschrieben war. Viele gute Anregungen waren bereits auf den ersten Seiten zu finden und Nickel war motiviert sie auszuprobieren.

Am nächsten Tag lag das Buch auf Nickels Schreibtisch im Büro und wurde nach und nach zu einem seiner wichtigen Nachschlagewerke.

(c) Michael Behn

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Geschrieben von

Michael Behn
Michael Behn

Michael arbeitet als Trainer und Coach im Bereich Kommunikationstraining und Selbstmanagement. Er arbeitet bundesweit für kleine und mittelständische Unternehmen. Schwerpunkt sind Führungstrainings, Verkaufstrainings und das Thema Zeit- und Selbstmanagement. Er ist Gründer von blueprints, was seit dem Jahr 2000 eine Leidenschaft von ihm ist. -> Michael Behn auf Xing: https://www.xing.com/profile/Michael_Behn/web_profiles ||| Beraterprofil: https://www.behn-friends.de/fileadmin/user_upload/PDF/bf-Trainer-_und_Beraterprofil-Michael-Behn-19U.pdf

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