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was ist sinn leben hand 564

Kommen wir zu einer der spannendsten Fragen aus dem Universum der Persönlichkeitsentwicklung: Was ist der Sinn des Lebens?

Sie finden in diesem Artikel keine allgemein seligmachende Antwort auf diese Frage aller Fragen. Stattdessen fassen wir zunächst die Lösungen zur Sinnfrage, die im Laufe der Geschichte gefunden wurden, zusammen. Dann kommen wir zu modernen Empfehlungen aus Psychologie und Philosophie, was wir tun können, damit wir unser Leben als sinnerfüllt empfinden. Darin enthalten: Sofort umsetzbare Ansätze, die nicht nur Sinn, sondern auch Freude schenken.

 
 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einführung in den Sinn des Lebens
  2. Ist überhaupt ein Sinn nötig?
  3. Antworten aus der Geschichte
    Christentum, Kant, Hedonismus, Advaita, Buddhismus, Yoga, Deterministen und Utilitaristen
  4. Antworten aus der Moderne
    a) Glaube
    b) Auf den Lebenssinn verzichten
    c) Das Streben nach Glück
    d) Gute Beziehungen suchen und pflegen
    e) Die eigenen Werte leben
    f) Mit eigenen Zielen schöpferisch etwas in die Welt geben
    g) Sich selbst ein guter Freund sein
    h) Achtsamkeit leben
  5. Übungen zur Sinnfindung
    Übung 1: Mehr Sinn ohne etwas zu ändern
    Übung 2: Neue Horizonte erkunden
    Und der Depressive?
  6. Downloads zur Sinnfindung
    Bedürfnisse aufdecken
    Leitfaden: Gesamtplan des Lebens
    Work und Life - Die Rollen in meinem Leben
    Leitfaden: Das richtige Ziel
  7. Beliebte Bücher über den Sinn des Lebens

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Sinn des Lebens - alles klar? Eine Einführung

"Es ist die Verkündigung gewesen: es kommt alles darauf an, dass Du, Mensch, der Du heute und hier lebst, glücklich lebst. Du bist nicht da für einen Gott und seine Kirche und nicht für einen Staat und nicht für eine Aufgabe der großmächtigen Kultur. Du bist da, um Dein einziges, einmaliges Leben mit Glück zu füllen. Diese Entdeckung trägt den Namen Epikur."

Ludwig Marcuse in "Philosophie des Glücks"

Bevor wir der Frage nach dem Sinn des Lebens weiter nachgehen, sollten wir zunächst klären, was genau wir überhaupt mit Sinn des Lebens meinen. Einen Irrtum sollten wir gleich vorweg ausräumen: Nicht alle Menschen sind Anhänger von oben zitierten Epikur. Sehen den Sinn des Lebens nicht unbedingt identisch mit persönlichem Glück im jetzigen Leben. Manche sehen zum Beispiel auch im Leiden einen Sinn. Oder in der Übernahme schwieriger Herausforderungen, die hohen Einsatz erfordern. In Aufopferung für eine Sache. Im Dienste an einen Gott.

Haben Sie Ihren Sinn gefunden?Obwohl … die meisten von uns erhoffen sich aus der Entdeckung ihres Lebenssinnes durchaus eine Steigerung bzw. Verbesserung ihrer Gemütslage. Tipp: Hier auf blueprints widmen wir der Suche nach dem persönlichen Glück ein eigenes Kapitel. Bleiben wir hier beim Sinn unseres Daseins.  

Wilhelm Schmid schreibt in seinem Buch "Glück", dass wir unser Leben als sinnvoll empfinden, wenn wir Zusammenhänge in unserem Leben erkennen können. Wenn etwas "Sinn macht". Wenn wir die Menschen, Ereignisse und Erlebnisse in unserem Leben aufeinander beziehen können. Isolierte Geschehnisse erleben wir demgegenüber als sinnlos.

Der Sinn des Lebens, dem wir hier zunächst auf die Spur kommen wollen, ist im "Sinne" eines Zweckes oder eines Lebenszieles zu verstehen. Wobei vieles möglich ist: der Sinn des Lebens von höherer Macht bestimmt, durch mich festgelegt oder in der Gemeinschaft allgemeingültig beschlossen.

Die meisten Religionen knüpfen den Sinn des Lebens an das Vorhandensein einer das menschliche Leben überdauernden Seele. Vor diesem Hintergrund finden wir dann öfter den Sinn des Lebens mit "Die Seele möchte hier unten Erfahrungen machen", "Ich muss Schuld aus früheren Leben abtragen", "Ich bin hie,r um zu lernen" oder "Wir sind hier, um Gottes Gebote zu erfüllen" beantwortet.

Dazu gleich mehr. Weiter unten finden wir dann völlig andere Antworten auf die Frage: Was ist der Sinn des Lebens?

 
 

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Ist überhaupt ein Sinn nötig?

Es existieren philosophische und psychologische Theorien, die behaupten: Ein Sinn im Leben ist notwendig. Es scheint so, dass viele Menschen leiden, wenn der Sinn ihres Lebens nicht erkennbar ist. Doch das ist nicht bei allen Menschen so.

Läuft bei mir!

Klar zu erkennen ist: Läuft das Leben gut, scheint es subjektiv auch viel eher sinnvoll zu sein und vice versa. Es ist schon ziemlich eindeutig: Die Sinnfrage wird viel öfter dann gestellt, wenn es mal nicht so gut läuft. Wenn etwas fehlt oder verloren gegangen ist. Wenn die Stimmung unten ist, wenn man leidet. Getreu dem Nietzschen Motto:

"Wer ein Warum hat, erträgt jedes Wie."

wird mehr oder weniger verzweifelt nach dem Sinn des Ganzen gefahndet.

Wann beginnt diese Suche nach dem Sinn?

Das ist unterschiedlich. Häufig dann, wenn es zu einem (negativen) Ereignis in unserem Leben kommt, das nicht zu unserer bisherigen Lebensphilosophie passt. Oder sich nicht mit unserem Glauben verträgt. Dann bricht eine Sicherheit in unserem Leben weg. Dies kann eine Krankheit, ein geschäftlicher Zusammenbruch oder eine Trennung sein. Wir suchen dann nach einem Ersatz für diesen Verlust der vorherigen Lebenssicherheit.

Mögliche Reaktion auf diesen Verlust kann aber auch Zynismus (man unterdrückt dann das Leiden und funktioniert einfach weiter), Lebensverweigerung, Depression oder gar Selbstmord sein. Sinnfindung erscheint demgegenüber wohl jedem erstrebenswerter.

Ohne Sinn entspannter?

Auf der anderen Seite fragt Günther Anders (Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen): "Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur könnte - eben das, was Sie Sinn nennen?" Es bleibt die Frage: Lebt es sich ohne die Suche nach einem Sinn vielleicht viel entspannter? Wenn man die Suche nach einem Zweck aufgibt und einfach nur so gut wie möglich lebt?

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Der Sinn des Lebens - Antworten aus der Geschichte

Zur Zeit des Mittelalters wurde der Sinn des Lebens in Europa zentral vom Christentum vergeben: Die Gemeinschaft mit Gott suchen, Jesus nachfolgen und eventuell schon in diesem Leben eine mystische Vereinigung mit Gott anstreben. Lohn ist das ewige Leben.

Die Aufklärung verlangte dann, dass sich der mündige Bürger nicht mehr auf religiöse Institutionen allein verlassen sollte und stattdessen stärkeren Gebrauch vom persönlichen Verstand machen sollte. Damit würde er Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen.

Der Kant´sche Moralsinn

Kant wollte sich dabei nicht auf die Berücksichtigung der Wünsche, Triebe und Begierden beschränken, sondern forderte darüber hinaus, dass sich der Mensch freiwillig den Gesetzen der Moral (kategorischer Imperativ: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde") unterwirft. Dadurch könne er ein selbstbestimmtes und vernünftiges Leben führen, in dem sich immerhin Zufriedenheit erreichen ließe.

Das hört sich schon nicht mehr halb so attraktiv an wie der in Aussicht gestellte Gewinn der kirchlichen Version. Von daher redet heute kaum noch einer vom kantschen Sinn des Lebens.

Fatalismus und Sinnesfreuden

Ganz schlimm wurde es dann mit den Deterministen (Miesepeter, die alles als vorherbestimmt ansehen): Da jeglich Ding im Universum durch Naturgesetze festgelegt sei, könne der Mensch gar keinen freien Willen haben. Ergo gebe es auch keinen Sinn im Leben. Trostlos.

Interessanter wird es in der Folge bei den Hedonisten und Utilitaristen. Hier kommt die Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse wieder zur Geltung. Lust und Leid sollten immer in einem gesunden Verhältnis stehen. Vernünftig heißt: deutlicher Vorrang für die Lust, die Freude im Leben.

Andere Länder, andere Sitten

Doch auch außereuropäisch wurde manch Sinn des Lebens gefunden. Die indische Advaita-Lehre hat als Ziel, das Aufgehen ins kosmische Bewusstsein, ins Brahman. Das hört sich noch ganz ähnlich den christlichen Zielen an.

Im Islam ist es etwas strenger: der Sinn des Lebens ist darin zu finden, Allah zu dienen und sein Wohlgefallen zu erregen: "Und die Menschen und die Dschinn habe ich erschaffen, nur damit sie mir dienen" (Sure 51, Vers 56). Der Lohn ist dann aber ebenfalls wieder sehr attraktiv: Dem Gläubigen ist ein Platz im Paradies reserviert.

Leichter nehmen es die Yogis: Der Mensch ist in seinem Kern Sat Chit Ananda: Sein, Wissen und Glückseligkeit. Sinn des Lebens wäre es, diese Wahrheit zu erkennen und dann auch zu leben.

Recht eindeutig wird der Sinn unseres Daseins im Buddhismus gesehen: Erleuchtung ist das Ziel unseres Lebens und damit das Erreichen von "Nirwana". Da alles Vergängliche im Leben Leid mit sich bringt und man bei Anhaftung an die vergänglichen Phänomene immer wiederkehrt, gilt es, diesem Kreislauf zu entkommen. Durch Auslöschen der Begierden, rechter Einsicht, der Entwicklung von Mitgefühl etc. (siehe Edler Achtfacher Pfad) kann man sich in das Nirwana hinüberretten. Sinn des Lebens liegt also in dem Streben nach Erleuchtung.

Manchmal vermag uns ein durch den Asphalt brechender Löwenzahn
die tägliche Frage nach dem Sinn des Lebens
eindrücklicher und überzeugender zu beantworten,
als eine ganze Bibliothek philosophischer Schriften.

Thornton Wilder, US-amerikanischer Erzähler und Dramatiker, 1897 - 1975

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Was ist der Sinn des Lebens? Antworten aus der Moderne

Der Siegeszug der Wissenschaften und der Erfolg der Anwendung des Verstandes in der westlichen Welt hatte auch Nachteile für das Seelenheil der Menschen. Religiöse Sinngebungen, per Definition nicht beweisbar und damit ohne erkennbare Auswirkung auf unseren Alltag, verschwanden immer mehr aus den wissenschaftlichen und schulischen Abhandlungen (noch Keppler glaubte, dass die Planeten Sinneswahrnehmungen hätten).

Hat es sich ausgesinnt?

Weiterhin leben wir heute in Zeiten des Kapitalismus, der keinen Wert auf irgendeinen Sinn in der wirtschaftlichen Betätigung legt. Die Physik entmystifiziert unser Leben Stück für Stück, auch wenn sich die Forschungsergebnisse mit dem normalen Verstand nicht mehr begreifen lassen. Stephen Hawkins ruft aus: "Die Philosophie ist tot" (Stephen Hawking, Leonard Mlodinow: Der große Entwurf, Seite 11). Hat es sich also "ausgesinnt"?

 
 

Wie kann ich meinen individuellen Sinn des Lebens finden?

Sollte man

  • einem Glauben folgen?
  • auf Sinn verzichten?
  • sich selbst einen Sinn geben?

Fassen wir zusammen: Relativ unzweifelhaft kommt der Wunsch nach einem Sinn im Leben erst auf, wenn die grundlegenden Bedürfnisse wie Essen und Schlaf gestillt sind. Hat man diese existenziellen Hürden genommen, kann man sich auf den Weg zum Lebenssinn machen.

a) Glaube

Des Weiteren kann der Sinn des Lebens in etwas Geistigem oder Religiösem gesehen werden. Dem Suchenden bietet sich ein breites Spektrum von der Philosophie bis zu den verschiedensten Religionen, siehe oben.

Wie wir gesehen haben, proklamiert jede Glaubensrichtung einen unterschiedlichen Sinn des Daseins. Teilweise widersprechen sich diese Aussagen diametral. Da keine Religion einen Beleg für ihre Aussagen liefern kann, lässt sich nach rationalen Kriterien kein Favorit ermitteln.

Darum sehen heutzutage viele Menschen hier keinen für sich gangbaren Weg. Es kann ein Segen sein, einen tief verwurzelten Glauben zu besitzen. Aber wie man an den leeren Kirchen erkennt, scheint dieser Weg für viele von uns nicht mehr möglich zu sein.

Doch wie sollen nun Menschen, die nicht bereit oder in der Lage sind, an etwas sinnlich nicht Erfahrbares zu glauben, einen Sinn im Leben finden?

Wandelt sich der Sinn des Lebens im Laufe meines Lebens?

Eigentlich wäre das ja ein Widerspruch in sich: Da hier "der" Sinn "des Lebens" behandelt wird, sollte er auch das ganze Leben gleich bleiben. Und doch ist es möglich, den Sinn des Lebens auch als Lebensabschnittsgefährten zu betrachten. Wie sollte auch jemand, der seinen Sinn in der Erziehung und Begleitung seiner Kinder sieht, nach deren Auszug noch weiter seinen Lebenssinn verfolgen? Oder der leidenschaftliche Fußballspieler, der ein kaputtes Knie hat? Also: Der Sinn kann sich wandeln.

 

b) Auf den Lebenssinn verzichten

Schauen Sie gerne Fernsehen? Am liebsten Filme?

Obacht! Ihre Sehnsucht nach einem Sinn im Leben könnte dem Ansehen allzu vieler Heldenepen oder dem Lesen unreflektierter Romane geschuldet sein.

In den meisten Storys gibt es klar das Böse und das Gute, ein Richtig und ein Falsch, den rechten und den unseligen Lebenspfad. Leider stimmt das mit der Realität zumeist nicht überein, sondern soll vor allem Ihre Emotionen anheizen. Ihr Unterbewusstsein kann aber nicht immer voll zwischen Fiktion und Realität unterscheiden. Die Folge: Sie haben das Gefühl, Ihnen mangelt etwas (der Sinn im Leben), das es aber real gar nicht gibt sondern nur zur Unterhaltung erfunden wurde.

Von daher gibt es in der heutigen Psychologie eine Strömung, die darauf dringt, lieber eine gemäßigte Lebensführung anzuvisieren, als nach höheren Daseinszwecken zu schielen:

  • Bringen Sie Regelmäßigkeit in Ihren Alltag,
  • verbringen Sie viel Zeit mit der Familie,
  • ritualisieren, feiern Sie wichtige Ereignisse im Leben: Schulabschluss, Mündigkeit, Jahresdankfest etc.,
  • danken Sie für Ihr Leben, regelmäßig, für die guten Elemente Ihres Lebens,
  • Erkunden Sie spielerisch die Welt, im Internet, in der Wirtschaft, im Mitmenschlichen -> führt zur Selbstvergessenheit und lässt Zusammenhänge unverkrampft erkennen,
  • reflektieren Sie über das Leben, im Gespräch, mit sich selbst, in der Interpretation von Kunstwerken (Literatur, Malerei, Musik …),
  • finden Sie Ihre persönlichen Werte und Ziele und versuchen Sie diese ohne ungesunden Stress zu erreichen,
  • leisten Sie Ihren Beitrag zum Gemeinwohl,
  • suchen Sie die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, wenn Ihnen das liegt,
  • und ansonsten streben Sie möglichst viel Stabilität und Kontrolle im Leben an.

Das führe dazu, dass man das Leben in seiner Gänze genießen kann. Eine Art "vernunftbetontes und genussreiches" Leben. Epikur lässt grüßen.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Terry Eagleton: Der Sinn des Lebens ist das, was man daraus macht. Das schließt Realismus, Pragmatismus und Tapferkeit gegenüber dem Alltag mit ein. Er meint: Ob das Leben lohnt, liegt viel eher an der unmittelbaren Umgebung als zum Beispiel an einem Gott (Terry Eagleton: Der Sinn des Lebens, Ullstein Verlag).

Dabei gilt: für manche von uns ist die Akzeptanz der eigenen Nichtigkeit von einer sehr befreienden Wirkung und setzt  dadurch Energien für neue Herausforderungen frei.

Die Stimme aus dem Inneren

Doch viele Menschen fühlen sich mit dieser Möglichkeit nicht recht wohl. Etwas in ihrem Inneren verlangt nach einem sinnvollen Dasein.

 

Weitere Möglichkeit: Sich selbst einen Sinn geben

Diesem letzten Abschnitt liegt eine These zugrunde: Ich merke, mein Leben hat einen Sinn, wenn ich morgens gerne aufstehe, wenn ich das Gefühl habe: Mein Leben lohnt sich. Wenn ich es für "richtig" halte. Wenn ich mich für etwas engagiere. Wenn ich zumindest hin und wieder tiefe Befriedigung erfahre und nicht das Gefühl habe, das Leben ginge an mir vorbei. Der Sinn des Lebens als subjektives Gefühl.

Die moderne Psychologie hat einige Hilfen für die moderne Sinnsuche parat, weist Faktoren aus, die uns das subjektive Gefühl der Sinnhaftigkeit geben:

 

c) Das Streben nach Glück

Da wäre die Möglichkeit, die eigene Person in den Mittelpunkt zu stellen und Gelegenheiten zu ersinnen, so viel Glück wie möglich in das eigene Leben zu ziehen. Je nach individuellem Gusto kann das dann ein Streben nach Macht, Besitz, Ruhm, Sex, Wissen oder Abenteuer sein.

 

d) Gute Beziehungen suchen und pflegen

Will man den Lebenssinn mehr in der Ausrichtung auf die Mitmenschen sehen, steht es einem frei sich in der Lehre (Ausbilder, Lehrer, Professor, KindergärtnerIn) zu betätigen, politisches Engagement zu betreiben, ehrenamtlich zu helfen usw.

Wir haben im Kapitel "Beziehungen" ganz viele Tipps gesammelt, befriedigende Beziehungen aufzubauen und zu erhalten. Ein Beispielartikel:

Wie Sie Freundschaften pflegen

Wie Sie Freundschaften pflegen - Tipps für das Leben

Viele sehnen sich danach eine wahre Freundin, einen wahren Freund zu haben. Jemanden, der mit einem durch Dick und Dünn geht, in Krisenzeiten beisteht, jemanden, auf den wir uns verlassen können, mit dem wir lachen und weinen … Songs oder Filme über Freundschaft lösen in vielen eine Sehnsucht aus.

Deswegen sollten wir, wenn wir eine Freundin oder einen Freund haben, etwas dafür tun und die Freundschaft pflegen. Sieben Anregungen haben wir für Sie zusammengestellt.  

 

e) Die eigenen Werte leben

Der Grundgedanke hier lautet: Wer herausfindet, was ihm wirklich wichtig ist, und dann danach lebt, der erlebt sein Leben als wert- und sinnvoll.

Wie finde ich meine wahren Werte heraus? Dabei hilft der folgende Artikel:

Persönliche Werte

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Warum Sie Ihre persönlichen Werte kennen und aufschreiben sollten

Persönliche Werte definieren, WIE wir mit Menschen umgehen, Ziele anstreben und unser Leben gestalten.

Diese Werte sind uns nicht immer bewusst. Da sie auf dem persönlichen Weg förderlich oder hinderlich sein können, ist es hilfreich, seine Werte zu kennen.

Was sind meine Werte? Wie will ich behandelt werden und wie behandele ich andere? Wir laden Sie zu einer Übung ein.

 

 f) Mit eigenen Zielen schöpferisch etwas in die Welt geben

Andere Menschen erleben es als besonders sinnstiftend, wenn sie sinnvoll und schöpferisch tätig sind. Etwas Gutes in die Welt geben und/oder (s)einen Beitrag leisten. Dazu sollte man zunächst seine eigenen Ziele identifizieren, wiederum in Einklang mit den eigenen Werten:

blueprints-Kurs Ziele und Klarheit finden

ziele finden kurs

blueprints-Kurs Ziele und Klarheit finden

Sie wollen Ihren Weg finden? Ihre Wünsche in motivierende Ziele verwandeln? Dann ist dieser Kurs etwas für Sie, denn nichts ist so wertvoll wie ein Ziel, das uns begeistert und uns hilft, Prioritäten zu setzen.

Starten Sie die Suche nach Ihrem Weg und Ihren besten Zielen mit bewährten Methoden und Übungen. Lassen Sie sich führen auf dem spannenden Weg in Richtung Ihres Erfolges. Der langjährige Coach und Trainer Michael Behn steht Ihnen zur Seite. 

 

g) Sich selbst ein guter Freund sein

Was hat ein sinnerfülltes Leben damit zu tun, dass ich nett zu mir bin? Wer sich selbst eine gute Freundin ist, kennt sich selbst, weiß von eigenen Werten, Marotten und Wünschen. Wir verstehen uns, erkennen dadurch Zusammenhänge mit unserer Umwelt und, siehe oben, erleben unser Leben als sinn-voll.

Hilfreiche Ansätze finden sich in folgendem Artikel:

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Mich selbst mögen lernen – 4 erprobte Ansätze

Zu dick, zu unattraktiv, zu ungebildet, zu faul, zu unsportlich, zu ... Wir Zivilisationsmenschen sind auf verschiedenen Ebenen unzufrieden.

Als Gründe werden genannt: die ständige Präsenz von scheinbar makellosen Menschen aus der Werbung oder das Anschauen der Heldentaten, der grandiosen Liebhaber, der perfekten Leben in zumeist amerikanischen Spielfilmen.

Mit hinein spielt manchmal auch die missbrauchte Macht der Eltern: "Sei anders und ich hab dich wieder lieb."

Wie können wir trotz all dieser Prägungen lernen, uns wieder selbst zu mögen?

 

h) Achtsamkeit leben

Mit rechter Achtsamkeit erfahren wir unser Leben auf einem anderen Niveau. Das Bewusstmachen unserer Sinne schenkt uns Sinn. Wir spüren mehr, nehmen mehr wahr und erkennen somit wieder leichter Zusammenhänge in uns und in unserer Umwelt. Sinnhaftigkeit erleben durch Verständnis.

Achtsamkeitsübung: Wie fühle ich?

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"Erkenne dich selbst!", ist über der ersten Tür zum Tempel von Delphi zu lesen. Sollte dieser Hinweis eventuell auch unsere persönliche Zufriedenheit steigern?

Wahrscheinlich, denn wir Menschen sind große Selbsttäuscher. Zahlreiche Studien belegen, wie sehr sich der Mensch selbst bei den grundlegendsten Dingen in Bezug auf sich selbst irrt. Mit der folgenden Übung können Sie das Phänomen testen - und gleichzeitig über die gestiegene Achtsamkeit Ihre Zufriedenheit fördern. Probieren Sie es aus.

 

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Übungen zur Sinnfindung

Neue Definition?

Lebenskunst = Kunst, dem Leben einen Sinn zu geben?

In diesem Sinne sind die folgenden Übungen zu verstehen:   

Übung 1: Mehr Sinn ohne etwas zu ändern

Denken Sie über Ihr eigenes Leben nach. Versuchen Sie, Zusammenhänge zu erkennen. Spannend: Spielen Sie alternative Abläufe in Gedanken durch, was wäre, wenn Sie damals eine andere Entscheidung getroffen hätten. Im Laufe der Übung erhält das momentane Dasein deutlich mehr an Sinngehalt. Wirkt attraktiver. Anders ausgedrückt: Aus dem nebulösen "Was wäre wenn …" wird im Laufe der Übung ein "Gut, dass es damals so gekommen ist."

Psychisch wirkt sich dieser Effekt in der Regel stimmungsaufhellend aus.

Übung 2: Neue Horizonte erkunden

Falls Sie noch nicht zu den Glücklichen gehören, die eine Passion in ihrem Leben gefunden haben, sollten Sie hin und wieder neue Dinge ausprobieren. Gelegenheiten existieren in Hülle und Fülle, für jeden Geldbeutel ist etwas dabei:

  • neue Menschen kennenlernen
  • verschiedene Hobbys erproben
  • ein neuer Beruf
  • Joggen
  • Singen
  • Malen
  • einen Herren- (oder Frauen-)Abend mit den besten Freunden ins Leben rufen

Andere finden Ihren Sinn darin

  • gute Bücher zu sammeln
  • für Kinder da zu sein
  • leckere Äpfel anzubauen
  • ...

Ihre Übung oder Workshop: Schreiben Sie für sich eine Liste der Dinge, die Sie im kommenden Jahr ausprobieren wollen.

 

Und der Depressive?

Der erste Schritt ist, professionelle Hilfe in Form eines Psychologen oder Psychotherapeuten in Anspruch zu nehmen. In größeren Kliniken gibt es dafür sogar ambulante Stationen. Dann gilt es, immer mehr Freude ins Leben zu ziehen. Kraft aufbringen, um Neues auszuprobieren. Für viele ist dabei die Beschäftigung mit der Psychologie sehr hilfreich, man erkennt Zusammenhänge, die Mitmenschen werden menschlicher und das eigene Fehlverhalten lässt sich als menschlich erklären.



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Downloads zur Sinnfindung

 

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Beliebte Bücher über den Sinn des Lebens

 

Wie sieht es bei Ihnen aus? Glauben Sie an einen gottgegebenen Sinn? Sind wir unsere eigenen Sinnstifter? Was ist Ihr Sinn im Leben? Wir freuen uns über Ihren Kommentar!

Kommen wir zu einer der spannendsten Fragen aus dem Universum der Persönlichkeitsentwicklung: Was ist der Sinn des Lebens?
Sie finden in diesem Artikel keine allgemein seligmachende Antwort auf unsere Ausgangsfrage. Stattdessen fassen wir zunächst die Lösungen zur Sinnfrage, die im Laufe der Geschichte gefunden wurden, zusammen. Dann kommen wir zu modernen Empfehlungen aus Psychologie und Philosophie, was wir tun sollten, damit wir unser Leben als sinnerfüllt empfinden.

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