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Spätestens dann, wenn an Silvester die Raketen und Böller in die Luft gehen, wird es ernst. Gefragt ist nun die mentale Stärke, um all die guten Vorsätze, die man sich in den letzten Tagen ausgemalt hat, auch in die Tat umzusetzen. Viele wollen schlanker, gesünder oder sportlicher werden.

Allerdings scheitern auch viele daran, dass die Ziele zu hoch gesteckt werden, oder der innere Schweinehund eben nicht mit aller Kraft bekämpft wird. Häufig fehlt auch das Wichtigste: gutes Selbstmanagement. Welche sechs Tipps dabei helfen, die guten Vorsätze auch praktisch in die Tat umzusetzen, soll dieser Beitrag zeigen.

 

Das sind die häufigsten Vorsätze für 2017

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Abbildung 1: Mehr Sport zu treiben ...,

 
 

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Abbildung 2: ... und weniger Zeit mit dem Smartphone zu verbringen. So sieht die Zukunftsvision für viele aus. Meist werden diese Vorsätze aber nicht in die Tat umgesetzt.

 

Im Grunde klingen sie doch immer irgendwie gleich: Jeder möchte zum neuen Jahr seine Laster (Rauchen, Trinken, Zocken) bekämpfen, einen gesünderen Lebensstil verfolgen oder strebt irgendein anderes (meist höheres) berufliches Ziel an. Eine Hitliste von vielen, ist die von fitforfun.de und diese beinhaltet diese Top-Ten der Deutschen:

Top 1 62 Prozent der Deutschen … … wollen weniger Stress
Top 2 62 Prozent der Deutschen … … mehr Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen.
Top 3 An dritter Stelle steht die Idee, … … in 2017 mehr Sport zu treiben und sich ganz generell mehr zu bewegen.
Top 4 52 Prozent der Deutschen … … wünschen sich mehr Zeit für sich selbst.
Top 5 50 Prozent der Deutschen … … möchten sich gesünder ernähren.
Top 6 Ein Drittel der Deutschen … … möchte endlich abnehmen.
Top 7 31 Prozent der Deutschen … … möchten nächstes Jahr den Sparstrumpf füllen und sparsamer leben.
Top 8 Jeder Fünfte verordnet sich … … Verzicht auf Internet, Computer und Handy.
Top 9 Lediglich auf Platz 9 schaffte es der Vorsatz, … … weniger fernzusehen.
Top 10 12 Prozent der Deutschen … … möchten in 2017 weniger Alkohol trinken.



"Bleibe deinen Vorsätzen wie gewöhnlichen Gesetzen treu - in der Überzeugung, dass du eine gottlose Tat begehst, wenn du sie missachtest."

Epiktet, Handbüchlein der Moral

 

Diese Wege führen zum Erfolg

So vielfältig der Weg zu persönlichem und beruflichem Erfolg ist, so unterschiedlich sind auch die Maßnahmen, die dazu führen können, dass die guten Vorsätze in diesem Jahr wirklich in die Tat umgesetzt werden. Die besten Tipps verraten wir Ihnen nun:

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Realistische Ziele setzen

Utopia.de hat ganz der eigentlichen Bedeutung der Bezeichnung zum Trotz einen ganz und gar nicht utopischen Weg zum Ziel gewählt: Gute Vorsätze, die jeder schaffen kann, wurden hier zusammengefasst und eben diese Liste umfasst Vorsätze wie etwa:

  • Fair-Trade-Kaffee trinken
  • Keine Wegwerfmode kaufen
  • Kunde einer ethischen Bank werden
  • Leitungswasser trinken
  • Saisonale Lebensmittel essen
  • Stromfresser ausfindig machen und eliminieren
  • Weniger Lebensmittel wegwerfen
  • Weniger Plastik verwenden
  • Weniger tierische Produkte essen
  • Zu Ökostrom wechseln

 

Diese Liste an guten Vorsätzen ist natürlich keineswegs das, was man sich unter einer klassischen Liste von Vorsätzen vorstellt, dennoch können so auch einige der klassischen Vorsätze umgesetzt werden.

So könnte es sich positiv aufs Gewicht auswirken (siehe Top 5 und Top 6), wenn weniger tierische Produkte gegessen und Leitungswasser getrunken wird. Sparsamer zu leben (siehe Top 7) ist mit der Eliminierung von Stromfressern möglich, aber auch mit saisonalem Essen und weniger Lebensmitteln in der Tonne.

 

Der Vorteil ist jedoch vor allem, dass eben diese Vorsätze leichter greifbar und so besser umsetzbar sind.

 

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Ehrliche Ziele setzen

Wer nur eine Liste mit guten Vorsätzen anlegt, um eben diese mit Freunden vergleichen zu können, kann es auch gleich sein lassen, denn:

Gute Vorsätze stehen und fallen letztlich damit, dass sie ehrlich gemeint sind.

Die wichtigste Regel im Selbstmanagement lautet dazu: Gute Vorsätze sollten nur dann gefasst werden, wenn sie auch ehrlich das widerspiegeln, was umgesetzt werden soll.

Wer auf Fast Food, Süßigkeiten und all die schönen, ungesunden Leckereien schwört, der braucht sich auch nicht vorzunehmen, in 2017 abzuspecken und Vegetarier zu werden. Studien zufolge scheitern ohnehin 92 Prozent der guten Vorsätze - und zwar aus eben dem dargelegten Grund: Aus dem "ich müsste etwas ändern" folgt nicht die Konsequenz "ich ändere etwas".

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Wenn-dann-Ziele

Unter wirtschaftspsychologie-aktuell.de wird der Urvater eben dieser Wenn-dann-Ziele, Dr. Peter Gollwitzer, genannt, der ganz praktisch aufzeigt, wie Ziele aussehen müssen, damit sie auch praktisch umgesetzt werden.

Wenn-dann-Ziele brauchen Wenn-dann-Pläne und diese sind nichts weiter als kleine Mini-Pläne, die allerdings wirklich umgesetzt werden.

Ein ganz praktisches Beispiel könnte also sein, sich nicht in einem teuren Fitness-Studio anzumelden und spätestens ab Februar eben dort nicht mehr hinzugehen, sondern den Tag jeden Morgen mit fünf Kniebeugen zu beginnen. Das ist zeitlich überschaubar, kostet kein Geld und man treibt doch "Sport" (siehe Top 3). Auch die Treppe ins Büro (anstatt dem Aufzug) ist eine Möglichkeit, ein kleines Zwischenziel auf dem langen Weg zu "mehr Bewegung" zu setzen.

Die meisten nehmen sich zu viel vor. Sie stecken sich ihre Ziele zu hoch, die Schritte zum Ziel sind dann zu groß.

Von jetzt auf gleich lässt sich kein Schalter umlegen, der alles verändert und z. B. aus einem Sportmuffel einen durchtrainierten Menschen macht.

"Besser funktioniert es, wenn wir schrittweise Gewohnheiten aufbauen und diese miteinander verbinden", so der Unternehmer Heinz Patzelt von wettanbieter.de. Er setzt bewusst auf den Weg der kleinen Schritte, die dann zum Erfolg führen. "Wir brauchen also kleine Schritte, die für uns machbar sind, die uns schnell Erfolgserlebnisse bringen und dadurch Spaß machen", so der CEO weiter.

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Frust und Unlust vermeiden

Eiserne Vorsätze rosten besonders schnell.

Hermann Lahm

 

Wer mit kleinen Schritten beginnt und Wenn-dann-Ziele setzt, wie unter Punkt 3 beschrieben, der ist auf dem besten Weg, um Unlust und Frust zu vermeiden.

Diese beiden Faktoren nämlich sind die Brutstätte dessen, wovon der innere Schweinehund förmlich lebt und wonach er giert. Sobald sich die Kein-Bock-Phase einstellt, ist es mit der Aufgabe des guten Vorsatzes nicht mehr weit her.

 

Tipp

Wer bereits ein aufkeimendes Unlust-Gefühl verspürt, kann sich auch helfen lassen. Meist greift hier der Spruch "geteiltes Leid ist halbes Leid", was so viel bedeutet wie: Warum nicht eine Walking-Gruppe gründen, um gemeinsam für etwas Bewegung zu sorgen. Gemeinsame Treffen abzusagen, fällt nämlich schwer und macht meist auch ein schlechtes Gewissen.

 

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Den richtigen Zeitpunkt wählen

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Die Gefahr, dass Vorsätze, die in der Silvesternacht gefasst werden, scheitern, ist hoch. Deswegen empfehlen Experten, sich auf einen anderen Tag für den Startschuss einzuschwören.

Mit Blick auf die Scheiter-Bilanz von 92 Prozent sollte sich ein jeder mit guten Vorsätzen überlegen, ob der Startpunkt nicht besser nicht der 1. Januar ist. Mal abgesehen von dem Silvesterkater, der Sport schwierig macht und die Lust, sich vom Sofa zu erheben, auch komplett eindämmt, muss es wahrlich nicht der erste Tag des Jahres sein.

Viel wichtiger ist, dass alles vorbereitet ist für den Start - dann liegen die Siegchancen (über den überraschten Schweinehund) nämlich auch viel höher.

Natürlich kann nun die große Diskussion darüber losbrechen, wann denn ein "guter Zeitpunkt" ist, um gute Vorsätze auch in die Tat umzusetzen. Die Trotzphase eines Vierjährigen ist ein schlechter Zeitpunkt, um morgens vor dem Weg zum Kindergarten eine Yoga-Session einzulegen (die vielleicht dann von dem kleinen trotzigen Kind sogar noch direkt torpediert wird). Auch ist es wenig zielführend, sich zum Spanischkurs in der Volkshochschule anzumelden, wenn im Büro der Geschäftsabschluss ansteht, eine Zertifizierung angestrebt wird oder ein Großprojekt in die finale Phase geht.

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Auch Unüberlegtes kann funktionieren

Obgleich alle Zeichen bisher darauf standen, möglichst gut zu planen, wie der Vorsatz an den Hörnern gepackt werden kann und wann dafür der richtige Zeitpunkt ist, dürfen auch spontane Menschen Vorsätze umsetzen.

Joggingklamotten an und loslaufen, im Bioladen einkaufen oder sich für den Sprachkurs registrieren - das alles sind Möglichkeiten, um einfach loszulegen. Überschreiten Sie den Rubikon!

Aber Achtung: Wer das nötige Maß an Spontaneität hat, darf dennoch nicht vergessen, ehrlich mit sich zu sein (siehe Punkt 2). Nur wer ehrlich gemeinte Ziele spontan angeht, hat die Chance, diese mit Erfolg umzusetzen, sonst wird aus dem Jogginglauf ein One-Hit-Wonder. In aller Regel merken Menschen dann nämlich auch:

"Das macht eigentlich durchaus Spaß!"

Warum also nicht spontan ins neue Leben der guten Vorsätze starten.

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