Popanz Bedeutung: Vom Schreckgespenst zur Redewendung
Das Wort "Popanz" verdankt seine Herkunft dem tschechischen Wort bubák (Schreckgespenst, Vogelscheuche) und bedeutet ursprünglich eine künstlich hergestellte Schreckgestalt, insbesondere eine ausgestopfte Puppe, die als Kinderschreck verwendet wurde. Seit dem 16. Jahrhundert ist das Wort in Deutschland gebräuchlich für Popelmann, Poppelhans (entstanden aus Puppe und Hans). Heutige Bedeutung: Wenn wir der "Popanz" für jemanden sind, dann sind wir jemand, der alles mitmacht. "Ich bin doch nicht dein Popanz!" sagt …
Zum Begriff: Popanz Bedeutung
Einen Korb geben – wie gemein aber manchmal verständlich – Herkunft
Seine Herkunft verdankt die Redewendung "einen Korb geben" bzw. "einen Korb bekommen" der Zeit, in der die Frauen ihre Liebhaber zum Teil mit einem Korb zu sich hinaufziehen ließen. War der Liebhaber nicht mehr erwünscht, gab man ihm einen Korb mit brüchigem Boden oder ließ ihn in luftiger Höhe einfach hängen, um ihn so dem Gespött der Leute auszusetzen. Heutige Bedeutung: Heute verwenden wir diese Redewendung, wenn wir eine ablehnende Antwort auf ein Angebot geben. Beim Werben um einen Partner wird dieser …
Zum Begriff: Einen Korb geben
Tantalusqualen – die Rache der Götter – Bedeutung und Herkunft
Der Begriff Tantalusqualen verdankt seine Herkunft der griechischen Mythologie. Der Sohn der Titanen "Tantalos" und Stammvater des Geschlechts der Tantaliden zog den Zorn der olympischen Götter auf sich, indem er sie betrog. Sie verurteilten Tantalos zu ewigen Qualen. Er musste in einem Teich stehen, über dem Birnenbaumzweige hingen. Jedes Mal, wenn Tantalos trinken wollte, senkte sich der Wasserspiegel. Wenn er eine Frucht pflücken wollte, wichen die Äste zurück. Zusätzlich drohte auch noch ein großer Felsbrocken …
Zum Begriff: Tantalusqualen – Bedeutung
Halkyonische Tage – Bedeutung und Herkunft der Tage des Glücks und der Ruhe
Als "Halkyonische Tage", auch Halkyonische Periode, bezeichnen wir glückliche Tage voll Frieden und Ruhe. Herkunft Seine Herkunft geht zurück auf eine griechische Sage, in der sich die Frau eines Seefahrers namens Halkyone ins Meer stürzt, nachdem sie erfährt, dass ihr Mann auf einer Seefahrt umgekommen ist. Gerührt von diesem Liebesbeweis verwandelten die Götter das Paar in Eisvögel, die ihre Brutzeit zur windstillen Zeit der Wintersonnenwende haben. In einer Legende über Eisvögel (auch als Halkyon bezeichnet) …
Zum Begriff: Halkyonische Tage
Nichts Neues unter der Sonne – Bedeutung und Herkunft
Diese Redewendung verdankt seine Herkunft dem Buch Kohelet (oder Prediger) im alten Testament. Kohelet ist eine weise und philosophische Abhandlung über das Leben und die Welt, zugeschrieben dem biblischen König Salomo. In Kohelet 1,9 (Lutherbibel) heißt es: „Was gewesen ist, das wird wieder sein; was geschehen ist, das wird wieder geschehen; es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Ursprünglich hatte die Redensart in der Bibel eine tief religiöse und philosophische Bedeutung. Sie betonte die Vorstellung, dass die …
Zum Begriff: Nichts Neues unter der Sonne - Bedeutung und Herkunft
Avalon - Bedeutung, Herkunft und Mythos: ein Wort wie Nebel über einer Insel
Avalon ist das sagenhafte keltische Elysium – ein "Land der Seligen" jenseits der normalen Welt. Der Name wird meist auf keltisch / walisische Wörter rund um "Apfel" bzw. "Apfelbaum" zurückgeführt (sinngemäß: "Insel der Äpfel"), was gut zur Vorstellung eines fruchtbaren, heilenden Andernorts passt. Der Legende nach wird König Artus nach seiner schweren Verwundung dorthin gebracht, um zu genesen (oder zu warten, bis seine Zeit wieder kommt). Avalon gilt als Ort von besonderer Magie: Dort wird Excalibur mit Artus …
Zum Begriff: Avalon - Bedeutung, Herkunft und Mythos